Intel Xeon E5-2600 v2: Ivy Bridge-EP mit bis zu 12 echten Kernen verfügbar
Mit einer entsprechenden Pressemitteilung hat Chip-Hersteller Intel offiziell die Prozessorreihe Xeon E5-2600 v2 vom Stapel gelassen und zugleich auch die eigenen Preisempfehlungen angegeben. In unserem Preisvergleich sind die CPUs schon großflächig verfügbar und kosten dort bis zu rund 23 Prozent weniger. Das Top-Modell Xeon E5-2697 v2 soll etwa 2.118 Euro kosten und besitzt 12 Kerne. Außerdem zeigt Intel in einem Blockdiagramm Architekturänderungen gegenüber Sandy Bridge-EP.
Quelle: Intel
Intel Xeon E5-2600 v2 Package
Bereits vor wenigen Tagen hat Intel seine Romley-Plattform um drei Desktop-Prozessoren erweitert, woraufhin nun offiziell die ersten Server-Äquivalente folgen. Zuvor hatte CPU-World diverse Vorbestellpreise zusammengetragen, wobei diese vergleichsweise hoch ausgefallen waren. In der Pressemitteilung nennt der Hersteller zugleich die eigenen Preisvorstellungen, die immerhin bis zu 23 Prozent höher ausfallen als die Angebote in unserem Preisvergleich. Das günstigste Modell stellt der Xeon E5-2603 v2 dar, der lediglich knapp 187 Euro kostet. Den ersten Sechskerner gibt es mit dem E5-2620 v2 für 363 Euro. Für acht Rechenherzen werden mindestens 765 Euro fällig, wohingegen CPUs mit 10 oder 12 Kernen ab 1.197 respektive 2.012 Euro erhältlich sind. Den Abschluss bildet der E5-2697 v2, der für 2.118 Euro die virtuelle Ladentheke wechselt.
Die vergleichsweise ungewöhnlichen Kernzahlen hängen mit der Verwendung drei verschiedener Die-Konfigurationen zusammen, die mit 6, 10 und 15 Kernen daherkommen und zu denen es bereits im Januar erste Informationen gab. Besonders interessant ist dabei das größte Package, welches bei den 12-Kernern seine Verwendung findet. Dort ist das Design nicht mehr symmetrisch, weil Intel auf eine Dreiteilung der CPU-Kerne setzt. Dabei ist auch der L3-Cache in zwei Teile gegliedert worden, die jeweils zwischen zwei Arealen mit je vier Kernen sitzen.
Damit weiterhin die Kommunikation zwischen Kernen, Cache, Speichercontroller und QPI erfolgen kann, ist der bekannte Ring-Bus auf ein drei- anstatt zweifaches Modell ausgebaut worden. Außerdem ist jetzt ein zweiter Speichercontroller mit an Bord, durch den nun eine Frequenz von bis zu DDR3-1866 möglich ist. Zuvor war der Arbeitsspeicher bei DDR3-1600, also 800 MHz, limitiert. Folglich sind bei den CPUs mit vier beziehungsweise acht Kernen jeweils zwei deaktiviert worden. Allerdings können auch die Hexacores mit einem 10c-Die ausgeliefert werden.
Quelle: Intel
Das Blockdiagramm zeigt die drei unterschiedlichen Die-Konfigruationen für Ivy Bridge-EP
Diane Bryant, ihres Zeichens Datacenter-Verantwortliche bei Intel, gibt an, dass die neuen Proessoren im Vergleich zum Vorgänger Sandy Bridge-EP bis zu 50 Prozent mehr Leistung bei einer Effizienzsteigerung von bis zu 45 Prozent erbringen sollen. Letzteres hängt mit dem Shrink von 32 auf 22 nm zusammen, weshalb die TDP fast bis gar nicht angestiegen ist. Die höhere Leistung ist neben den minimalen Verbesserungen der Architektur auf die Erhöhung der Kerne von maximal 8 auf 12 und des L3-Caches auf bis zu 30 MByte zurückzuführen.
Neben der Xeon E5-2600-v2-Familie hat Intel auch die Prozessoren der Reihe E5-1600 v2 vorgestellt, die den drei bekannten Desktop-CPUs auf Basis von Ivy Bridge-E entsprechen, aber keinen freien Multiplikator besitzen. Das Flaggschiff E5-1660 v2 kostet rund 942 Euro und ist somit etwa 33 Euro teurer als der Core i7-4960X. Die beiden anderen Modelle werden derzeitig noch nicht gelistet. Die E7-Serie soll in den folgenden Monaten folgen und Gerüchten zufolge auch mit bis zu 15 Kernen ausgeliefert werden. Auch die Dies mit 12 Kernen könnten bereits drei deaktivierte Rechenherzen besitzen, weshalb Intel hier keinen Die-Shot zeigen möchte.

Gut das ich einen 2695 V2 und E5-2670 über habe, denn einen V2 brauche ich ja für BF4
Wenn ich rendere brauch ich bei geringer Auflösung (1024x768) pro Bild auf meinem i-920 bei Standardtakt ca. 2 Minuten. Ein 2 Minuten-Video hat knapp 3000 frames. Sind 6000 Minuten Renderzeit. Macht Summe 4 Tage Dauerbetrieb. Und meine Rechner im Büro sind nur Q8200er. Also Renderauftrag starten und nächste Woche am selben Tag ist das Video für den Kunden fertig. Und dann kommst drauf das die Blumenvase im Wohnzimmer die falsche Farbe hat.
Also so ein 12-Kerner wär schon eine schöne Aufrüstoption für mich.
Aber andererseits gibts um das Geld zwei 16-Kerner Interlagos.
Also bzgl dem aufgeteilten Ringbus bin ich weiterhin skeptisch. Die müssen die Dinger verbreitert haben, sonst lahmt die Kommunikation zwischen den Cores.
Kann dir ein Praxisbeispiel geben: Vor ein paar Tagen wollte hier im Forum jemand ein 20 sek. langes Video rendern (raytracen). Hätte ich das alleine mit meinem Xeon E3-1230(V1) gerendert, hätte das fast 7h in Anspruch genommen, obwohl jedes Bild nur 40 sek. dauert (30FPS @Full HD @600 Frames). Mit so einem Prozessor bräuchtest du < 2,5h. Und jetzt stell dir einfach einmal vor, das Video hätte statt 20 sek. 5 min. gedauert, wären mit meinem Prozessor aus 7 Stunden 4 Tage geworden. Dann bist du froh um jeden Kern, weil Übertakten kommt da nicht in Frage (Absturzgefahr).
Edit: Oder das hier.
Ist doch'n geiles Motiv