Intels Core i7-3770K heißer als gedacht: Statt 77 Watt TDP nun doch 95 Watt?
Vor kurzem beeindruckte der Core i7-3770K dank Flüssig-Stickstoffkühlung in unseren News noch mit einem erstaunlichen Übertaktungspotential, nun sorgt die CPU-Hoffnung für Overclocker für Verwirrung. Statt einer geplanten TDP von maximal 77 Watt scheint die Ivy-Bride-CPU nun doch 18 Watt mehr zu verheizen. Ein aufgetauchtes Produktsiegel der offizellen Retail-Verpackung deutet auf 95 Watt TDP hin.
Hersteller Intel hat angeblich Probleme bei der Produktion der Ivy-Bridge-Porzessoren. Die in 22 nm hergestellten Halbleiter wiesen auf dem Papier noch einen äußerst niedrigen Spannungsbedarf auf, doch nun scheinen die CPUs mit den ursprünglich geplanten Werten nicht stabil zu laufen. Laut neuester Meldungen benötigen sie ähnlich hohe Spannungswerte wie die direkten Vorgänger der Sandy-Bridge-Serie.
Das könnte bei der aktuellen Tri-Gate-Technologie von Ivy Bridge jedoch für Probleme sorgen. Entgegen der bisherigen planaren, also flachen und schichtweisen Struktur der Transistoren, die sich seit 1947 nicht geändert hat, ragt bei Tri-Gate die Source-Drain-Schicht flossenartig aus dem Substrat heraus und wird von der Gate-Schicht namensgebend auf drei Seiten umschlossen. Die somit ersten echten dreidimensionalen Transistoren benötigen laut Intel weniger Schaltstrom, liefern aber dennoch eine bis zu 37 Prozent schnellere Schaltgeschwindkigkeit. Intel müsste daher die Spannungsversorgung der 22-nm-Prozessoren auf das passende Niveau herunterregeln, um einen adäquaten Stromverbrauch, weniger Energieverluste und eine höhere Stromausbeute zu erreichen.
Die aktuelle Ivy-Bridge-Revision E1 kann diese Erwartungen angeblich nicht erfüllen. Stattdessen benötigen Intels neueste Prozessoren zur Zeit mehr Strom als ursprünglich geplant und ähneln denen von Sandy Bridge, die noch in 32 nm hergestellt werden. Unter 1,0 Volt sollte die angelegte Spannung liegen. Mit den derzeit höheren Spannungswerten steigt natürlich auch der Stromverbrauch und demzufolge die abzuleitende Wärme. Das bestehende Problem könne nur durch eine Optimierung des Fertigungsprozesses behoben werden. Gerade in flachen Notebooks könnten die kommenden i7-Prozessoren ansonsten für zu hohe Temperaturen sorgen. Im Desktop-Bereich besteht diese Sorge natürlich weniger, dennoch sinkt mit der höheren Spannung auch die Chance, die eigene Ivy-Bridge-CPU auf vergleichbar hohe Taktraten wie Sandy Bridge zu heben.
Allerdings deutet einiges darauf hin, dass es sich bei dem Bild um einen Fake handeln könnte und die IVB-Topmodelle ergo doch die seit Monaten gehandelten 77 Watt TDP aufweisen. Allerdings weisen diverse weitere Packungen ebenfalls 95 Watt TDP auf - was für die Echtheit spricht.
Quelle: OBR-Hardware

Ziemlich lächerliche Argumentation mit der Plattform, denn Intel verkauft ja jetzt schon genug So1155 CPUs mit niedrigerer TDP.
Im High-End-Bereich wird sich vielleicht nicht viel tun, aber wenn Wärmeverteilung wirklich so ein großes Problem ist (wenn - ein IHS heißt ja nicht umsonst so), dann würden zumindest die ganzen HDT Kühler in der Mittelklasse zurückfallen. Kompaktkühlungen könnten dagegen profitieren.
Endlich von offizieller Seite etwas Licht im Dunkel:
Ivy Bridge sells with 95W TDP, but uses a maximum of 77W - www.nordichardware.com
also wird Ivy die Kühlerbestenliste ein wenige durcheinander bringen?
Schon klar. Der TDP-Wert berücksichtigt aber nicht wie punktuell die Wärme abgeben wird. Bei IVB DT ist die Fläche trotz IHS kleiner, was je nach Kühler eine Art Wärmestau verursacht und daher die Temps höher liegen.