Telekom mit teilweise kostenlosem Magenta Smart-Home
Die Deutsche Telekom hat angekündigt, dass Smart-Home-Geräte über die App Magenta Smart-Home kostenlos gesteuert werden können. Nur wenn die IoT-Geräte einen anderen Funkstandard wie etwa Zigbee nutzen, muss ein monatliches Abo abgeschlossen werden.
Smart-Home-Geräte gibt es in nahezu unzähliger Form vom Kühlschrank bis zum TV. Ein Wildwuchs herrscht bei den verfügbaren Funkstandards. Die Steuerung kann sich so auch kompliziert gestalten. Nun hat die Deutsche Telekom verkündet, dass ihr Service namens Magenta Smart-Home nun ohne die bislang fällige monatliche Gebühr nutzbar ist. Hierzu müssen sich Kunden nur in der kostenfreien App Magenta Smart-Home anmelden und können dann sowohl Telekom-Smart-Home-Geräte, als auch Smart-Home-Geräte von externen Anbietern wie Logitech, Ikea oder Philips Hue über die App steuern.
Voraussetzung ist aber, dass entweder ein Telekom-Router Speedport Smart 3 oder die Telekom Home Base 2 als Steuerungseinheit genutzt wird. Innerhalb der App ist es möglich, Regeln zu erstellen. So können beispielsweise zu einer bestimmten Uhrzeit bestimmte Smart-Home-Geräte Aktionen ausführen. Beispielsweise: "Wenn es 7 Uhr morgens ist, dann sollen das Rollo hochfahren und das Radio eingeschaltet werden." Es gibt keine Beschränkung bei der Anzahl der Regeln.
Kostenpflichtiges Magenta Smart-Home Pro
Zudem ist es möglich, Szenarien anzulegen. Hiermit ist gemeint, dass mehrere Geräte auf einen Befehl hin, sich aktivieren und Aktionen auslösen. Wie die Telekom mitteilt können über die App - kostenfrei - neben den eigenen Smart-Home-Geräten auch folgende Gerätefamilien von externen Partnern gesteuert werden: Leuchten und der Bewegungssensor von Philips Hue, Home-Connect-Lösungen von Bosch, Siemens, Gaggenau, Zwischenstecker, Mehrfachsteckdosen und Kameras von D-Link, das Tradfri-System von Ikea, Sonos- und Ikea-Symfonisk-Lautsprecher, Bose-Soundtouch-Lautsprecher, Logitech Harmony Hub, der Wassersensor von Grohe, die Wetterstation sowie das Thermostat von Netatmo, Gardena-Geräte, die Klimaanlagensteuerung von Tado, die Videotürklingel von Doorbird, Bosch-Staubsauger, Miele-Geräte, alle Amazon-Echo -Geräte und Google-Home-Geräte.
Jedes Smart-Home-Gerät muss mit dem Funkstandard der Deutschen Telekom kompatibel sein, um den kostenlosen Service nutzen zu können. Falls man allerdings auch Smart-Home-Geräte besitzt, die auf einen anderen Funkstandard, etwa Zigbee setzen, dann muss man als Kunde monatlich eine Gebühr bezahlen, um diese Geräte mittels der Telekom-App steuern zu können. Diese kostenpflichtige Funktion hört auf den Namen Magenta Smart-Home Pro, kostet 4,95 Euro pro Monat und kann direkt innerhalb der Magenta-Smart-Home-App gebucht werden. Falls man einen Telekom-Router, wie den Speedport Smart 3 neu mietet und dafür das Endgeräteservicepaket Plus für 5,95 Euro pro Monat gebucht hat, entfällt die Gebühr für Smart-Home Pro.
Die Deutsche Telekom nutzt, wie auch andere Firmen wie Bosch den Funkstandard der deutschen Firma eq-3, die Produkte unter anderem mit dem Markennamen Homematic vertreibt. Es gibt auch noch andere Funkstandards wie Z-Wave oder Zigbee. Gemeinsam mit Apple, Amazon und Google arbeitet auch die Zigbee-Allianz, Samsung, Ikea und andere Firmen am gemeinsamen Standard namens Connected Home over IP. So soll dem Wildwuchs bei den Standards für Smart-Home-Geräte ein Ende bereitet werden.
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Fakten zu Magenta Smart-Home:
- Die Deutsche Telekom hat verkündet, dass ihr Service namens Magenta Smart-Home ohne monatliche Gebühr via Smartphone-App nutzbar wird. So lassen sich dann sowohl Smart-Home-Geräte der Telekom, als auch von anderen Anbietern wie Ikea oder Philips Hue mittels App steuern.
- Voraussetzung für die kostenlose Nutzung ist aber, dass alle den gleichen Funkstandard verwenden. Falls man aber auch Geräte hat, die etwa mit Zigbee laufen, muss der Nutzer monatlich 4,95 Euro für die App-Steuerung namens Magenta Smart-Home Pro bezahlen.
- Die Deutsche Telekom setzt, wie etwa auch Bosch, auf den Standard der deutschen Firma eq-3. Einige US-Firmen wie Apple, Amazon und Google hingegen setzen auf den neuen Standard Connected Home over IP.
Quellen: EQ-3, Telekom(1), Telekom (2)
