WifiSpot: Unitymedia darf WLAN-Hotspots nur mit Genehmigung freischalten

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Unitymedia muss beim Freischalten von WLAN-Hotspot erst Genehmigungen einholen.
Quelle: Unitymedia

Im Sommer 2016 hatte Unitymedia damit bekommen, die WLAN-Router der eigenen Kunden als WLAN-Zugangspunkte freizuschalten. Da die Kunden aber nicht um Erlaubnis gebeten, sondern nur per Post darüber informiert wurden, hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen den Provider abgemahnt und letztlich auch geklagt - mit Erfolg.

Unitymedia hatten den Bestandskunden im April 2016 zugesichert, dass sich die Bereitstellung des Routers als WLAN-Hotspot nicht negativ auf die eigene Verbindung auswirken würde, da dafür zusätzliche 10 Mbit/s im Down- und ein Mbit/s im Upload bereitgestellt würden. Allerdings setzte Unitymedia die Zustimmung der Kunden zu dieser Veränderung beziehungsweise Erweiterung des vorhandenen Vertrages einfach voraus und informierte darüber nur per Post.

Kunden des Providers, die nicht wollten, dass ihr Router als öffentlicher WLAN-Hotspot verwendet wird, müssen aber explizit widersprechen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte Unitymedia deswegen und wegen weiteren Details abgemahnt, beispielsweise wegen eines Verbots, den Router länger vom Stromnetz zu trennen. Nachdem Unitymedia auf die Abmahnung nicht reagiert hatte, erfolgte die Klage der Verbraucherschützer vor dem Landgericht Köln.

Dort wurde nun das Urteil veröffentlicht, das schon Anfang Mai 2017 ergangen war und die Ansicht der Verbraucherzentrale NRW teilt. Die Freischaltung des WLAN-Hotsports sei unzulässig, wenn der Kunde nicht zuvor klar sein Einverständnis erklärt habe.

Für die Verbraucherschützer ist das ein "wegweisendes Signal". Die Nutzer müssten bestimmen dürften, wie Geräte und Zugänge zuhause eingesetzt werden. Nun müsse Unitymedia die Genehmigungen einholen oder aber den WifiSpot-Dienst einstellen. Unitymedia will das noch nicht rechtskräftige Urteil aber erst prüfen und hält es grundsätzlich für falsch. Die Kunden hätten jederzeit die Möglichkeit, WifiSpot auf ihrem Gerät zeitweise oder komplett zu deaktivieren.

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von TheNewNow Freizeitschrauber(in)
        Bislang hat mir der HotSpot nur Vorteile gebracht. In der Stadt brauch ich halt nicht mein ganzes Volumen. Außerdem sind die Dinger in ausreichender Anzahl vertreten. Man hat quasi also immer WLAN.
        Das Einloggen klappt (nach einmaliger Einrichtung) auch wunderbar. Weiß echt nicht, was dagegen spricht.
      • Von TheNewNow Freizeitschrauber(in)
        Bislang hat mir der HotSpot nur Vorteile gebracht. In der Stadt brauch ich halt nicht mein ganzes Volumen. Außerdem sind die Dinger in ausreichender Anzahl vertreten. Man hat quasi also immer WLAN.
        Das Einloggen klappt (nach einmaliger Einrichtung) auch wunderbar. Weiß echt nicht, was dagegen spricht.
      • Von Xagi Freizeitschrauber(in)
        War Anfangs auch skeptisch und habs deaktiviert und erstmal n halbes Jahr abgewartet ob das alles ordentlich funzt oder sich Meldungen über Geschwindigkeitsverluste oder Ähnlichem in den Foren häufen.

        Habs dann getestet und bin zufrieden. Meine Leitung ist genauso schnell wie vorher und in der Stadt hab ich ständig Wlan und spare ne Menge Volumen. Auch bei Freunden ohne Internet sehr praktisch. (Gibts wirklich noch)

        Hier gibts nur über Kabel schnelles Inernet. Von daher ist Unity hier recht verbreitet.
      • Von iGameKudan Volt-Modder(in)
        Gut so...

        a) Auch wenns nur unrelevant niedrige Beträge sind: Ich bezahle den Strom
        b) Funktionieren die Hotspots erfahrungsgemäß meist eh so schlecht, dass ich davon nix hätte (meist kann ich mich nicht mal verbinden, da sind die Telekom-Hotspots übrigens die löbliche Ausnahme!)
        c) Solange die Netze nur logisch getrennt sind, habe ich große Sicherheitsbedenken - gerade die Software von normalen Endkundenroutern, besonders wenn es Anbieterrouter sind..., strotzen geradezu vor Sicherheitslücken
        d) Ich lehne die mögliche Mehrbelastung der Kabelnetze ab
        e) Wenn der Router noch ein Netzwerk erzeugen kann, will ich das auch selber nutzen können (-> höhere Datenraten dank MIMO usw.). Ich bezahle die Miete für das Teil
        f) Die Privathotspots funktionieren meist noch mieser wie die von Unternehmen/Öffentlichen Einrichtungen zur Verfügung gestellten Hotspots, schließlich befinden die sich ja meist in Wohnbunkern und/oder zu hoher Entfernung zur Straße und/oder seltenst an Orten, wo man sich als "fremde Person" aufhält
        g) Lehne ich diese Hotspot-Geschichte durch Privatrouter besonders wegen den Punkten c), d) und e) grundsätzlich ab.

        - Es sollte eher mal an bezahlbaren Mobilfunktarifen mit viel (d.h. 20GB oder mehr bis 40€) gearbeitet werden. Ich bade sicher nicht die Geldgier des Staates aus, welche für die teuren Tarife verantwortlich ist (-> Versteigerung der Frequenzen für Milliardenbeträge, das gibts nur hier... )
        - Weil das Nachbarsbeispiel genannt wurde: Wenn der Nachbar halbwegs vertrauenswürdig rüberkommt würde ich sicher nicht nein sagen, wenn er mich für einen temporären Zugang ins WLAN fragt.

        Jetzt bitte noch TeleColumbus dafür abmahnen. Ich kann die Option weder selbst aktivieren/deaktivieren (und sie wurde ungefragt aktiviert - die sollen lieber erstmal das 5GHz-WLAN der Box stabil bekommen, bevor sie sich die Frechheit erlauben, ungefragt einen Hotspot einzurichten!!!) und ich finde auch keine Option mehr im Kundencenter, um mir den Zugang selber einzurichten (Kundennummer (also die 15-stellige Zahlenkombination - ist ja so einfach zu merken... Pfosten...) + selbst festgelegtes Passwort).

        Wohlgemerkt wohne ich im 7. Stock eines Plattenbaus - ergo bekommen eh nur Nachbarn den Hotspot empfangen - und die sollen sich bei Bedarf einen eigenen Anschluss bestellen, ihren vorhandenen eigenen Anschluss nutzen (die TeleColumbus-Hotspots sind auch nur durch TC-Kunden nutzbar, damit sollte eh ein eigener Anschluss vorhanden sein...) oder mich wiegesagt fragen.

        Am liebsten würde ich das Problem ja gerne selber lösen, nur kostet so eine FritzBox 6490 entspannte 170 Tacken, ne Alternative ohne Telefonie (in der Art wie ne FritzBox 3490, also ne 7490 ohne jegliche Telefoniefunktionen) gibts ja leider nicht.
      • Von Fronobulax Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Es geht hier nicht darum, inwieweit es sinnvoll oder sinnlos ist, sich für oder gegen die Freischaltung des eigenen Routers als Hotspot zu entscheiden. Es geht um das Recht des Verbrauchers, sich aktiv FÜR die Freischaltung entscheiden zu können und damit um die Sicherheit des Verbrauchers, dass der Router nicht anderweitig genutzt wird, außer er hat sich mit dem Thema beschäftigt und ist zu dem Schluss gekommen, dass die Verwendung als Hotspot ihm keinerlei Nachteile bringt und anderen trotzdem nützt (was ich in diesem Fall auch so sehe). Ich bin froh, dass dieses Recht hier geschützt und gestärkt wird, auch wenn in diesem konkreten Fall der "Schaden" (wenn man ein paar fehlende Hotspots so bezeichnen will) den Nutzen vielleicht überwiegt. Wäre das Urteil anders ausgefallen, hätte es garantiert nicht lange gedauert, bis Konzern XY mit der nächsten "sinnvollen" Idee auf der Matte gestanden hätte, die dem Verbraucher natürlich nur zugute kommt und wo er sich um gar nichts mehr kümmern muss (und darf). Das wird natürlich trotzdem passieren, aber es gibt immerhin ein Urteil weniger, auf das sich die Juristenheere dann berufen können
      • Von Frontline25 Software-Overclocker(in)
        Schon irgendwie ein Rückschritt... Da wagt sich mal ein Unternehmen was, was niemanden schadet (Bis auf den zwang den Router an zu haben, aber das wurd ja soweit ich weiß Korrigiert), außer der Konkurenz und dann dürfen sie doch nicht? Ich war letztens froh ein hotspot am Japantag gefunden zu haben, wo man normalerweise keinerleih verbindung bis 1 Uhr abends hat

        Desweiteren ists auch irgendwie witzig.. Unity könnte bereits jetzt 2gbit anbieten per Kabel... darf es aber nicht wegen der Konkurenz (Die nicht so weit ist)
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