Studie: Satelliteninternet bleibt Glasfaser deutlich unterlegen

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Studie: Satelliteninternet bleibt Glasfaser deutlich unterlegen
Quelle: Erzeugt mit ChatGPT

Eine neue Studie zeigt: Starlink und Co. können Glasfaser auf absehbare Zeit nicht ersetzen. Gründe sind begrenzte Kapazität, hoher Stromverbrauch und höhere Latenzen - Satelliteninternet bleibt vor allem eine Nischen- oder Notlösung.

Eine neue Studie der Technischen Hochschule Mittelhessen, erstellt im Auftrag des BREKO-Bundesverbands Breitbandkommunikation, kommt zu dem klaren Ergebnis, dass Satelliteninternetlösungen wie Starlink auf absehbare Zeit keine Alternative zu Glasfaseranschlüssen darstellen. Zwar wächst die Zahl der Satelliten kontinuierlich, doch reichen weder Kapazität noch Qualität aus, um die Festnetzinfrastruktur zu ersetzen.

Laut den Berechnungen können die aktuell rund 6.700 aktiven Starlink-Satelliten in Deutschland höchstens einige Hunderttausend Haushalte zuverlässig versorgen. Selbst bei einem Ausbau auf bis zu 42.000 Satelliten bliebe das Netz weit hinter der Leistungsfähigkeit eines flächendeckenden Glasfaserausbaus zurück. Ein weiteres Problem sei der Stromverbrauch: Während ein Glasfasermodem inklusive Zusatzfunktionen rund 10 Watt benötigt, verbrauchen Starlink-Terminals zwischen 50 und 100 Watt - ein Faktor, der in Zeiten steigender Energiekosten ins Gewicht fällt.

Auch bei der Latenz zeigen sich Nachteile. Glasfaser erreicht in der Regel 2 bis 10 Millisekunden, bei Satelliteninternet müssen Nutzer mit 40 bis 50 Millisekunden rechnen. Für alltägliche Anwendungen mag das genügen, doch bei Cloud-Diensten, kompetitivem Gaming oder Videokonferenzen macht sich die Verzögerung spürbar bemerkbar, so die Studie. Hinzu kommen mögliche Störungen durch Wetter, Hindernisse wie Bäume oder bauliche Gegebenheiten. Auch die Installation der Empfangsantennen gestalte sich aufwendiger - insbesondere in Mehrfamilienhäusern, wo Genehmigungen von Eigentümern oder Eigentümergemeinschaften erforderlich sind.

Preislich liegen Angebote wie Starlink mit 29 bis 50 Euro im Monat ähnlich wie klassische Festnetzanschlüsse. Bei hoher Auslastung droht zudem eine Drosselung unter einer "Fair Use"-Klausel. Der Mehrwert für anspruchsvolle Nutzer sei jedoch gering, da Stabilität, Geschwindigkeit und Effizienz deutlich hinter Glasfaser zurückbleibe.

Da die Studie vom Bundesverband Breitbandkommunikation finanziert wurde, fällt sie erwartungsgemäß vorteilhaft für kabelgebundene Anschlüsse aus. Nicht berücksichtigt wird, dass sich die Mehrheit der Nutzer ohnehin für Festnetz entscheidet, wenn es verfügbar ist. Starlink dient meist nur als Back-up oder als Lösung in Regionen ohne Breitband. Dies zeigt sich auch in der Vertriebspolitik: In bereits stark ausgelasteten Regionen mit Alternativen wird Starlink teurer - zuletzt etwa in Seattle.

Europas eigenes Satelliteninternet, Projekt Iris 2, soll künftig Regionen versorgen, in denen kein Breitband verfügbar ist. Zudem will Amazon mit Kuiper einen direkten Konkurrenten zu Starlink starten.

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Quelle: BREKO

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von _Oskar_ Software-Overclocker(in)
        Hier stand nix.
      • Von _Oskar_ Software-Overclocker(in)
        Hier stand nix.
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Was ist noch schneller als Hypothetische 300-500-1000Mbit über Glasfaser?.
        Einfach ALLES, ALLES, ALLES inclusive der Postkutsche oder Brieftaube. Selbst Flaschenpost ist schneller als Glasfaser welches keiner Legt.

        Ihr macht euch gar kein Bild wie oft einfache Kupferkabel neu verlegt werden statt Glasfaser bzw der Leerrohre dafür!
        Geschweige denn der Fakt das wir in gut 50% der Fälle das Uralte Kabel gar nicht mit raus nehmen rerspektive ein Neues (Leerrohr) verlegen.

        Diese vermarktete Abdeckung ist fast ausschließlich auf Ballungsräume beschränkt. Ein Kabelpaket einblasen in einem Straßenzug von vlt 4km im z.B Ruhrgebiet. Zack 20K Menschen geleten als abgedeckt! Will ich die gleiche Anzahl in kleinen Städchen und Dörfer Muss ich Quadratkilometerweise Fläche abdecken.
        Städte mit 10.000-20.000 Einwohnern und drunter, werden zu großen teilen noch unzählbar viele Jahre auf "Glasfaser" warten müssen. Sofern überhaupt.
        Ist auch gar nicht anders Möglich es sind unvorstellbare viele Leitungen die gelegt werden müssten!
      • Von DerB055 Schraubenverwechsler(in)
        Und bei Starker bewölkung bricht die verbindung ab wie beim TV Sat
      • Von chill_eule Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH-Redaktion
        können Glasfaser auf absehbare Zeit nicht ersetzen.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ich mein ein WLAN kann auch niemals eine direkte Kabelverbindung adäquat ersetzen.
        Warum muss man sowas "studieren"?
      • Von Anchorage Software-Overclocker(in)
        Dafür hätte ich keine Studie gebraucht, ich war damals zu Physik auch in der Schule.
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