Bundesregierung will Funklöcher schließen

20
News Claus Ludewig Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Bundesregierung will selbst Funklöcher schließen (1)
Quelle: Bundesnetzagentur

An bis zu 5.000 Standorten in ganz Deutschland will die Bundesregierung selbst dafür sorgen, dass die Funklöcher verschwinden. Hierbei will man sich Orte aussuchen, an denen es keinen zeitnahen Ausbau mit Mobilfunkmasten geben wird.

Die Vorgabe der Bundesnetzagentur ist, bis Ende 2020 insgesamt 99 Prozent der Haushalte mit Mobilfunk nach 4G-LTE-Standard zu versorgen. Wie etwa das Portal Opensignal in einem Test zwischen dem 01. Oktober und 29. Dezember 2019 festgestellt hat, liegt die maximale Verfügbarkeit von LTE im ländlichen Raum bei 90,9 Prozent. Noch immer gibt es etliche Funklöcher. Die Bundesregierung will nun selbst aktiv werden und möchte mit 1,1 Milliarden Euro an bis zu 5.000 Standorten Funkmasten errichten lassen.

Standortfrage als Hindernis beim Mobilfunkausbau in Deutschland

Als Hindernis beim Ausbau erweist sich die Standortfrage. Einerseits wollen Mobilfunkanbieter oftmals keine Funkmasten in ländlichen Regionen errichten, weil die Nutzerzahl viel zu gering sei. Andererseits wehren sich auch immer wieder Bürger und Verbände gegen den Ausbau von Mobilfunkmasten. Zu sehr würde es die Umwelt zerstören oder es könnte zu Gesundheitsschäden kommen, so die Argumente. In 537 Orten sind keine passenden Grundstücke vorzufinden, so eine Karte des Branchenverbands Bitkom, die mit offiziellen Daten von der Breitbandkarte der Bundesnetzagentur erstellt wurde.

Gerade in Zeiten der Coronavirus-Pandemie und verstärkter Nutzung von digitalen Angeboten im Internet zeigt sich, dass Deutschland oftmals viel zu langsames Internet seinen Bürgern offeriert. In Norwegen etwa gibt es seit den 1990er Jahren keinerlei Funklöcher, denn dort gehört ein Internetanschluss quasi zum Grundbedürfnis wie Wasser und Strom. Schon vor der COVID-19-Pandemie ist der Bedarf in Sachen Internetverbrauch gestiegen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Ebenfalls lesenswert: Verzögerung beim Mobilfunkausbau: Bitkom zeigt die "Problem-Regionen"

Fakten zum Mobilfunkausbau in Deutschland:

  • Die Bundesregierung will nun selbst aktiv werden und möchte mit 1,1 Milliarden Euro an bis zu 5.000 Standorten selbst Funkmasten errichten lassen, um Funklöcher zu schließen.
  • Oftmals bremst die Standortfrage beim Ausbau des Mobilfunknetzes in Deutschland, sodass sich manche Anbieter etwa weigern, in ländlichen Regionen Mobilfunkmasten aufzustellen.
  • Auch einige Bürger sind gegen den Ausbau des Mobilfunknetzes, da sie nicht noch mehr Masten haben wollen.

Quelle: Heise

20
    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von binär-11110110111 Software-Overclocker(in)
        W W We l che F Fun k Löcher ? Ha H Ha ll - - - o ?

        Mobile Verbindungen in Deutschland auf Platz 45 der Weltrangliste. Vor uns liegen Länder, die ich bis dato noch gar nicht kannte !

      • Von binär-11110110111 Software-Overclocker(in)
        W W We l che F Fun k Löcher ? Ha H Ha ll - - - o ?

        Mobile Verbindungen in Deutschland auf Platz 45 der Weltrangliste. Vor uns liegen Länder, die ich bis dato noch gar nicht kannte !

      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Grestorn
        Auch die "Gründe", die er anführt, sind fundamental falsch, weil sie von absoluten ausgeht, wo es keine gibt.
        Sehe ich ganz und gar nicht so.
        Aber wir werden es ja erleben.
      • Von Grestorn
        Zitat von wuselsurfer
        Seltsame Betrachtungsweise.
        Ganz und gar nicht. Jemand, der etwas "als letzten Rotz" bezeichnet hat schon automatisch verloren. Da muss man sich gar nicht mehr mit auseinandersetzen.

        Auch die "Gründe", die er anführt, sind fundamental falsch, weil sie von absoluten ausgeht, wo es keine gibt.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Grestorn
        Und Leute, die irgendwas als "den letzten Rotz" bezeichnen, sind Meister der Selbstreferenz.
        Seltsame Betrachtungsweise.
        Ich kann zwischen den Zeilen lesen.
        Nur hat er exakt den Hauptgrund für das Nichtfunktionieren erkannt:
        Zitat
        - wegen Punkt 1 und 2 kann nicht einmal die erforderliche Mindestnutzungsmenge von 60% erreicht werden, damit das funktioniert
        .
      • Von Grestorn
        Zitat von BxBender
        Die Liste, warum die Corona-App der letzte Rotz ist, wird ja immer länger.
        Die Corona-App braucht keine permanente Internetverbindung.

        Und Leute, die irgendwas als "den letzten Rotz" bezeichnen, sind Meister der Selbstreferenz.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk