Intel Xe: Ponte Vecchio mit 47 Tiles und 100 Milliarden Transistoren gezeigt
Intel nutzte den Unleashed-Webcast auch für einen kleinen Blick auf Ponte Vecchio, das ist die größte der HPC-Grafikkarten auf Basis der Xe-Architektur, die irgendwann in Zukunft auch mal auf Basis dieser Technologie für Gaming angeboten werden soll.
Im Webcast Intel Unleashed, in dem das große Thema die Fertigung von Intel war, hat CEO Pat Gelsinger neben Meteor Lake auch kurz über Ponte Vecchio gesprochen. Das ist der Codename für die größte der HPC-Grafikkarten auf Basis der Xe-Architektur, an der das Team unter Ex-AMD-Mann Raja Koduri arbeitet, der bei Intel Chief Architect ist. Intel will in den GPGPU-Markt, in dem Nvidia blendende Margen hat und Intel kann dann auch Komplettlösungen aus einer Hand anbieten. Aus der Entwicklung fällt wie bei den Mitbewerbern dann auch letztlich Gaming-Hardware ab, die auf FP32-Performance getrimmt ist.
Der Einstieg in das Segment ist steinig, insbesondere gegen die langjährige Expertise von AMD und Nvidia. Entsprechend darf man durchaus ein wenig stolz darauf sein, dass man es bei Intel in zwei Jahren zu einem funktionierenden Tile- bzw. Chiplet-Design geschafft hat - bis zu 47 Compute Tiles in 7 nm kann Intel kombinieren, wie man während des Webcasts bestätigte; was über 100 Milliarden Transistoren sein sollen. Dazu kommen Dies auf dem Package für Speicher und Funktionen. Verbunden wird alles mit für Xe entwickelten CXL, der auf PCI Express 5.0 basiert. Laut Intel werden alle Technologien verwendet, darunter dann auch EMIB, die Embedded Multi-die Interconnect Bridge. HBM-Speicher hatte man bereits auf Bildern gesehen - insgesamt sollen es 7 "fortgeschrittene Silizium-Technologien" sein. Verpackt wird alles mit der Intels Foveros Chip Packaging Technology, die ab 2023 auch in Meteor Lake zum Einsatz kommen soll.
Etwas weniger elaboriert sind die High-Performance-Karten für Datacenter-Anwendungen, die bis zu vier Tiles kombinieren, die jeweils 1.024 Ausführungseinheiten haben. Die auf FP32-Operationen optimierten Gaming-Karten werden dann, so der aktuelle Wissensstand, ein Tile aufweisen.
Eines der ersten Projekte mit Ponte Vecchio, das mit Sapphire-Rapids-Prozessoren kombiniert wird, ist der Exascale-Computer Auiora, ein 500 Millionen US-Dollar teures Projekt der US-Regierung am Argonne Nataional Laboratory. Die Rechenleistung soll bei rund 1 ExaFLOPS liegen. Die Karten stehen in direkter Konkurrent zu Nvidias Hopper und AMDs CDNA2.

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Das Compute Tile wird vorerst bei TSMC gefertigt und soll dann auf Intels eigenen 7nm umgeschwenkt werden, wenn man hier bereit für die HVM ist. Entsprechend der Auslegung auf Intels 7nm kommen für das Compute Tile (bereits weniger wahrscheinlich) der N6, deutlich wahrscheinlicher jedoch TSMCs N5 infrage.
Und vorausgreifend (weniger an Torsten gerichtet): Intel geht es hier primär vorerst um die Vertragserfüllung mit dem DOE und um den Aurora, d. h. die Anzahl der Chips/Wafer ist überschaubar und daher kann man kapazitätstechnisch selbst nicht den N5 ausschließen. Intel hat die Kapazitäten bereits im letzten Jahr gebucht und der Aurora wird bestenfalls etwa um die 54.000 HPC-Foveros-Chips benötigen, also etwa 864.000 funktionsfähige Compute Tiles. Die Compute Tiles sind voraussichtlich größentechnisch grob vergleichbar mit AMDs Zen2-CCD und von daher werden hier wohl nicht mehr als etwa 1500 Wafer insgesamt benötigt, was vergleichsweise wenig ist (gerade mal etwa 0,1 % von TSMCs 5nm-Kapazitäten in 2021).
Zudem wird davon gar nur ein Teil in diesem Jahr benötigt, da der Aurora seinen Vollausbau erst irgendwann in 2022 erreichen wird.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: Xe-HPG fürs Gaming wird ebenfalls extern gefertigt, hier absehbar in einem 7nm-Prozess, also irgendwas von N7 bis N6; ich würde auf letzteres tippen, d. h. wenn auch hier TSMC den Zuschlag erhalten hat, wovon ich aber ausgehen würde, da Intels Auftragsvolumen dort dieses Jahr ebenfalls signifikant gestiegen ist. (Intels Fertigungsvolumen bei TSMC gemäß anteiligem Revenue ist gemäß aktuellen Abschätzungen nicht übermäßig viel kleiner als das von AMD
*) Samsung und ggf. auch andere Foundries (P.G. erwähnte ja im Unleashed-Event selbst Globalfoundries und UMC) wird vermutlich erst für aktuell laufende und spätere Vertragsverhandlungen eine Option darstellen.
und besonders zu einer fruchtbaren Mining-Königin.
Tut Intel gut und den Gamern erst recht.