Intel Xe: Eintrag zu diskretem Grafikprozessor in Benchmark aufgetaucht
Mit seiner neuen Xe-Architektur will Intel bekanntlich im nächsten Jahr in Konkurrenz zu Nvidia und AMD treten, wobei es neben integrierten Grafiklösungen auch eigenständige Chips und Grafikkarten für den Gaming- sowie HPC-Bereich geben soll. Nun ist erstmals ein Benchmark-Eintrag aufgetaucht, der jedoch noch ohne Performance-Wertung auskommt.
Intels Grafikprozessoren auf Grundlage der neuen Xe-Architektur sollen im nächsten Jahr als Gen12-iGPU in den kommenden "Tiger Lake"-Prozessoren an den Start gehen und ab Mitte des Jahres aller Voraussicht nach auch als diskrete Grafikprozessoren unter anderem für Consumer-Grafikkarten. Unklar ist derzeit noch wo diese sich in Sachen Perofmance gegenüber den Produkten der Wettbewerber einreihen und auch ein kürzlich aufgetauchter Benchmark-Eintrag in der Datenbank des GFXBench gibt darüber keinen Aufschluss, stellt aber immerhin eine erste Listung dar.
Dort wird ohne weitere Angaben unter der Bezeichnung "Graphics gfx-driver-user-feature_dg1_poweron-27723 DCH ReleaseInternal" ein neuer Grafikadapter aufgeführt, wobei die Abkürzung "dg1" vermeintlich für "Discrete Graphics 1" stehend bereits seit längerem mit der Xe-Architektur von Intel verbunden ist, etwa in Form von bereits Mitte des Jahres aufgetauchten Treiber-Einträgen, ebenso wie die Bezeichnung "DG2". Dabei wurde jedoch offenbar kein richtiger Benchmark durchgeführt oder die Ergebnisse ausgeblendet beziehungsweise nur ein Einschalttest vorgenommen, was laut guru3d.com zumindest die Funktionalität der GPU und der Gerätetreiber aufzeigen könnte.
Intel Xe: Performance noch unklar
Zur voraussichtlichen Performance der neuen Intel-GPUs gab es derweil zuletzt verschiedene Einschätzungen: Während jüngste Gerüchte der hin und wieder gut informierten Webseite wccftech.com die vorerst höchste Ausbaustufe mit 512 EUs (Execution Units) in der Leistungsregion einer Geforce RTX 2080 verorten, wird meistens von einem anfänglichen Einstiegs- oder Mittelklassemodell auf Höhe der deutlich älteren Geforce GTX 1050 ausgegangen. Weitere Ausbaustufen der Chips sollen 256 und 128 EUs bieten. Handfeste Details könnte es womöglich erst zur offiziellen Enthüllung Mitte nächsten Jahres geben, wobei Intel auch bereits zur CES 2020 im Januar wieder Neuigkeiten verraten könnte.

Als ich Karten wie die 5850 um knapp unter 200 bekommen habe (das war noch nichtmal mittelklasse, es war die zweitbeste Karte aufm Markt), oder die 6600er, die 660 usw.
- Zweitens ist das Risiko in der Luxusklasse geringer, weil der Markt potenter ist. Man muss nur gut werden, koste es, was es wolle
- Die Mittelklasse dagegen ist mir den Pfenniogpfuchern besetzt, da muss man gut und billig sein
"Neu" ist für Intel durchaus, Grafikkarten zu bauen die mehr sind als ein paar Ausführungseinheiten neben einer CPU. Da gehe ich aber noch mit dir und glaube, dass Intel sehr wohl 3000 Einheiten auf nen Chip pressen könnte wenn sie wollten.
Das Koste was es wolle im Luxus funktioniert aber nicht für einen Neueinsteiger (und auch für Etablierte). Sowohl NV als auch AMD (und wohl auch Intel) wären in der Lage, GPUs herzustellen die die aktuellen Topmodelle um Faktor 2-3 schlagen in der Performance - ein AMD-Ingenieur hatte das vor Jahren in einem Interview mal erläutert: Jeder der Chipriesen kann eine GPU entwerfen, die die maximalen Fertigungsmöglichkeiten voll ausnutzt und komplett auf brachiale Leistung getrimmt ist. Also aktuell einen 800 mm^2 großen DIE in 7nm auflegen der weit über 10.000 Shadereinheiten beherbergt und mit 512bit an 64 GiB GDDR6 angebunden ist. Technisch geht das und das Know-How dazu haben alle großen player in dem Markt. Nur machts keiner - denn die Herstellungskosten einer solchen Karte wären fünfstellig und der Preis entsprechend mindestens ebenfalls.
NVidia hat mit manchen Titan-Karten einen Schritt in die Richtung gemacht ("Titan V" beispielsweise) aber selbst die sind noch nicht das maximal machbare und die sind schon nicht wirklich verkaufbar.
In der Mittelklasse muss man gut UND billig sein da haste Recht - und genau das kann ein Riese wie Intel leisten: ordentliche performance bieten und um in den Markt zu drängen subventioniert anbieten...
Nach INTEL , Matrox und AMD …
MfG, Föhn.
- erstens ist Intel alles andere als neu im Markt, sie bauen die meisten Grafikeinheiten von allen Herstellern
- Zweitens ist das Risiko in der Luxusklasse geringer, weil der Markt potenter ist. Man muss nur gut werden, koste es, was es wolle
- Die Mittelklasse dagegen ist mit den Pfennigpfuchsern besetzt, da muss man gut und billig sein
Bleibt die Frage, mit welchem Prozess Intel einsteigen wird. Kann auch sein, dass sie damit den 14++ auslasten wollen, wenn jetzt Stück für Stück die CPUs umgestellt werden. Ich bin jedenfalls gespannt, ahne aber, dass es danach nur noch Fertigrechner mit Intel-Intel geben wird, sowohl für CPU als auch GPU. Abwarten
Beispielsweise in 4Q21 sollen Datacenter-GPGPUs in 7nm (in etwa vergleichbar zu TSMCs 5 nm) verfügbar werden, die u. a. Foveros/EMIB und min. 64 GiB HBM-Speicher nutzen. Einfach zurücklehnen und abwarten. Die Konkurrenz kann für den Konsumenten nur von Vorteil sein.