Intel Arc 2023: Preis-Leistung und Fazit
Auf Seite 3 des Arc-Nachtests werfen wir einen Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis aktueller Gaming-Grafikkarten und ziehen ein Fazit für März 2023.
In diesem Artikel
Preis-Leistungs-Verhältnis
Fast alle Grafikkarten wurden in den vergangenen Monaten günstiger, außerdem besteht durch die zahlreichen Neuerscheinungen eine größere Auswahl im High End - jetzt ist somit ein guter Zeitpunkt, um aufzurüsten. Doch welche Grafikkarten liefern wie viel Leistung pro Euro? Um diese naheliegende Frage zu beantworten, haben wir alle lieferbaren Modelle mit den aktuellen Marktpreisen (Stand: 06. März 2023) ins Verhältnis zu den Leistungsindizes gesetzt.
Beachten Sie bitte, dass die Preise einem steten Wandel unterliegen, es handelt sich daher nur um eine Momentaufnahme respektive Stichprobe zum Testzeitpunkt. Werfen wir einen Blick auf die Preis-Leistungs-Auswertung, beginnend beim Rasterizing (20 Spiele, 4 Auflösungen):
Spätestens an dieser Stelle wird klar, weshalb wir die Radeon RX 6700 10GB und Geforce RTX 3060 12GB neben der Arc A770 ins Rampenlicht stellen: Alle genannten Modelle weisen zu den aktuellen Eurokursen ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auf. An der Spitze sitzt eine Grafikkarte, die wir erst in wenigen Tagen in einem dedizierten Test genauer beleuchten, aber hier nicht unterschlagen wollten: die Arc A770 8GB, welche beispielsweise von Asrock angeboten wird. Basierend auf den neuesten Spiele-Benchmarks raten wir Neukäufern zu einer Gaming-Grafikkarte mit mindestens 10 GiByte Speicher, wobei sich RX 6700 10GB, RTX 3060 12GB und Arc A770 16GB im 350-Euro-Dunstkreis anbieten. Wie es beim Raytracing (10 Spiele, 4 Auflösungen) aussieht, dokumentiert der folgende Preis-Leistungs-Benchmark:
Lustiges Stühlerücken an der Spitze: Diese interessanten Platzierungen ergeben sich primär aus der oben skizzierten Performance. Nvidia (Geforce) und Intel (Arc) schneiden beim Raytracing gegenüber AMD (Radeon) besser ab, was bei identischen Preisen zu anderen Preis-Leistungs-Platzierungen führt. Intel profitiert insgesamt von der doppelten Speicherkapazität, sodass die Arc A770 16GB um 380 Euro das Feld anführt, dich gefolgt von der Geforce RTX 3060 12GB. AMD-Grafikkarten verlieren einige Plätze, eine Radeon RX 6700 XT um 400 Euro ist jedoch trotzdem eine gute Wahl und im aktuellen Grafikkarten-Umfeld der ideale Allrounder.
Intel Arc im Nachtest: Zwischenfazit März 2023
Wir wissen nicht, wie viele Arc-Nachtests wir in den letzten fünf Monaten durchgeführt haben, doch es waren viele. Mit dieser (überfälligen) aktuellen Bestandsaufnahme pressen wir die angehäuften Erkenntnisse in einen Artikel, der Ihnen hoffentlich bei der Kaufentscheidung hilft. Ein abschließendes Fazit zu Intels Grafik-Odyssey zu ziehen, ist selbst fünf Monate später verfrüht, doch einige Dinge können wir schon jetzt mit Gewissheit sagen. Da wäre zum einen der Stellenwert, welcher Arc bei Intel einnimmt: Dieses Großprojekt ist keine Eintagsfliege, sondern war von Anfang an wohlüberlegt. Arc Alchemist legt das Fundament, um den kommenden Jahren sowohl Privatkunden als auch professionellen Anwendern maßgeschneiderte Angebote zu unterbreiten. Intel betont bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass der Weg dorthin steinig und vor allem teuer ist - derzeit kostet das Grafik-Abenteuer nur Geld und das geht voraussichtlich noch einige Jahre so weiter. Wie groß der Posten der Software-Teams ist, bleibt geheim, doch diese Menschen sind für die insgesamt sehr positive Entwicklung verantwortlich.
Noch vor einem Jahr hätte es niemand für möglich gehalten, doch im März 2023 stellt eine Intel-Grafikkarte tatsächlich eine valide Option in der Mittelklasse dar. Egal, ob Rasterizing oder Raytracing, Intels Preisgestaltung passt zu den erreichten Bildraten. Das ehemalige Katastrophengebiet - die DirectX-9-Leistung - wurde mit den jüngsten Treiber-Updates eindrucksvoll geräumt, sodass für Spieler insgesamt kein ernsthafter Schwachpunkt mehr existiert. Die Betonung liegt hier jedoch auf dem "insgesamt", denn so gut Intels Performance im Durchschnitt ist: Die Anzahl der Ausfälle ist immer noch signifikant größer als bei Radeon und Geforce. Der Treiber wird sowohl reaktionsschneller als auch robuster, bleibt für den Moment aber eine Wundertüte. Wir haben jeden einzelnen der elf Arc-Treiber installiert und erblickten bei fast jedem ein neues Wehwehchen, das zuvor nicht existierte. Dabei handelt es sich zwar nur um Grafikfehler oder nicht mehr startende Spiele, ärgerlich und kurios ist dieses Verhalten dennoch. Hinzu kommt, dass man niemals weiß, was beim nächsten Spiel passiert. Intel unternimmt nachweislich große Anstrengungen, zum Start neuer Spiele frühzeitig einen passenden "Game On Driver" online zu haben, dieser garantiert aber weder einen fehlerfreien, noch einen konkurrenzlos guten Betrieb. Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit sind Uncharted 4 und zuletzt Sons of the Forest. Ersteres wurde pünktlich mit einem Treiber ausgestattet, das TAA wurde jedoch erst Monate später fehlerfrei dargestellt und die Bildraten sind bis heute schwach. Sons of The Forest läuft hingegen ohne Grafikfehler, allerdings fällt eine Arc-Grafikkarte deutlich hinter ansonsten vergleichbare AMD- und Nvidia-Grafikkarten zurück - DirectX 11 ist eine der offenen Baustellen.
Unter dem Strich ist die Sache klar: Arc-Grafikkarten sind mehr als nur einen Blick wert. Wer leidenschaftlich gerne am PC spielt und dort auch das Basteln schätzt, kann zugreifen. Wer hingegen einfach nur spielen möchte, ohne sich große Gedanken zu machen, greift besser zu einer AMD Radeon oder Nvidia Geforce - oder zu einer Konsole. Doch da ist noch etwas, das uns derzeit nur Intel geben kann: neue Impulse, wieder entflammten Konkurrenzkampf, Spannung am Grafikkartenmarkt. Und wo sonst kann ein einzelnes Treiber-Update die Leistung um den Faktor 4 erhöhen? Das Potenzial der Hardware ist noch lange nicht ergründet, wir erwarten weitere Leistungssteigerungen und selbstverständlich auch neue Features in den kommenden Monaten. Arc ist somit moderner "FineWine" in den Augen der einen, welcher mit der Zeit immer besser wird. Die anderen nennen Arc ein Bananenprodukt. Beides ist richtig. Was halten Sie von Intels Arc Alchemist? Falls Sie eine A770, A750 oder A380 besitzen, schauen Sie gerne in unser Forum, um sich mit weiteren Arc-Nutzern auszutauschen.

Grüsse.
PCGH RT Gesamt Leistungsindex auf dieser Seite.
Intel Arc 770 8GB ca. 280 ,- Euro 25%
Amd RT 6700 Xt ca. 400,- Euro 27%
Also will Amd für magere 2% Mehrleistung 120,- Euro extra abziehen .
Ich vermute aber dass du dich auf folgenden beziehst:
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Hier hast du dich jedoch mit der Prozentrechnung vertan. Ausgangsbasis ist hier die 4090 mit 100%.
6700XT und A770-8GB haben diesem Fall nur 27,4 und 25,6% der Leistung einer 4090.
Was du jedoch gesagt hast ist, dass die 6700XT nur 2% schneller als die A770-8GB wäre.
Dies ist jedoch nicht korrekt. Wenn du die 770 als Basis nimmst, ist die 6700XT eben 7% schneller!
Ich verstehe nicht, dass sich so viele Leute so schwer mit Prozentrechnung tun https://extreme.pcgamesha... .....
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Und nun zu den Argumenten warum AMD eben 120€ mehr verlangen kann:
Die XT hat 7% mehr RT und ~ 17% mehr Raster Leistung.
Die Treiber bei AMD sind wesentlich stabiler.
Die unterstützten Spiele und APIs sind wesentlich mehr und besser.
VR Performance.
Um nur ein paar wenige zu nennen. Zudem MUSS Intel einen Kampfpreis aufrufen um in den Markt zu drängen.
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PCGH RT Gesamt Leistungsindex auf dieser Seite.
Intel Arc 770 8GB ca. 280 ,- Euro 25%
Amd RT 6700 Xt ca. 400,- Euro 27%
Also will Amd für magere 2% Mehrleistung 120,- Euro extra abziehen .
Was ich mir noch wünsche, ist ein Vergleich des Verbrauchs. Hat sich da etwas getan? Evtl. etwas fürs Heft?
Apropo Heft, besonders gefiel mir der Verbrauchsvergleich bei einer festen FPS. Das ist besonders für mich interessant, da ich meinen Monitor gerne mit der höchstmöglichen Frequenz betreibe. Denn weniger Verbrauch => kühler => angenehmer für die Ohren und bei sommerlichen Temperaturen. Ich sag nur Dach!