Alle Informationen zu Intel Arc: Features und Ausblick
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Alle Informationen zu Intel Arc: Features und Ausblick

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Auf dieser Artikelseite erfahren Sie alles zu Intels Software-Plänen hinsichtlich Arc Control, DirectStorage und weiteren Features.

Im Interview mit PC Games Hardware hatten Tom Petersen, Intel Fellow, und Ryan Shrout, Arc Graphics Marketing, noch zahlreiche weitere Antworten auf unsere Fragen parat. Einige davon finden Sie hier. Wer des Lesens überdrüssig ist, kann sich das komplette Interview in englischer Sprache auf unserem Youtube-Kanal PCGH Benchmarks & Analysis ansehen. Die etwas gestutzte Variante mit deutschen Untertiteln finden Sie heute Abend im PCGH-Hauptkanal.

Treiber: Erscheinungstermine

AMD und Nvidia verfolgen unterschiedliche Ansätze, was die Veröffentlichung neuer Treiber angeht. Während die Radeon-Macher einen weitgehend transparenten Weg gehen, der mindestens einen Treiber pro Monat inklusive eindeutiger Benennung vorsieht, erscheinen Geforce-Treiber weniger regelmäßig und die Versionsnummer sagt nichts über das Alter aus. Wie wir im Gespräch erfuhren, strebt Intel mit den "Game On"-Treibern tendenziell den Weg Nvidias an. Eine feste Kadenz werde derzeit nicht angestrebt, vielmehr sei die Veröffentlichung anlassgetrieben. Neue, wichtige Spiele, wie sie PCGH stets zeitnah testet, seien beispielsweise ein Grund für einen neuen Treiber. Möglich sind aber auch Releases dazwischen, denn es gibt viel zu tun - dessen ist sich Intel voll bewusst. Während wir in Berlin mit Shrout und Petersen redeten, erblickte beispielsweise der erste Treiber das Licht der Welt, welcher die Steuerungs-Software Arc Control in das reguläre Paket einbindet. Im Video (unter diesem Text) vor zwei Wochen war das noch nicht der Fall; der Fortschritt des Intel'schen Treiber-Teams ist auf jeden Fall sichtbar.

Treiber: Schalter gegen Probleme

Zwei Funktionen, um gegen Probleme in Spielen vorzugehen, befinden sich bereits im Intel-Treiber: "Game Compatibility" und "Driver Boost". Während Letzteres bedauerlicherweise nicht beantwortet werden konnte - hier warten wir noch auf Anschluss-Feedback -, steckt hinter Game Compatibility ein interessanter Schalter. Die Ursache vieler Probleme, so Petersen, sei, dass PC-Spiele nicht zwangsläufig DirectX-kompatibel programmiert sind, also dem Microsoft-Standard folgen. Einige Titel seien vielmehr Geforce-kompatibel, da Nvidia der Marktführer mit der größten installierten Basis ist. Das Problem sei, dass man diese Hacks aufgreifen respektive umschiffen muss - AMD hat übrigens dasselbe Problem.

Arc Control: Driver-Boost & Game Compatibility
Intel Arc Control: Driver-Boost
Intel Arc Control: Driver-Boost Intel Arc Control: Game Compatibility

Game Compatibility, welches im Treiber standardmäßig auf "Empfohlen" steht, gibt dem Nutzer die Möglichkeit, bei Problemen eine alternative Herangehensweise einzuschalten. Ein Spiel startet nicht oder stürzt ab? Möglicherweise helfen die Optionen "Einfach", "Erweitert" oder "Aus". Die Standard-Einstellung "Empfohlen" greift nur bei Spielen, die Intel bereits mittels Profiling untersucht und eingepflegt hat, und stellt dann die bestmögliche Performance sicher. Schlägt diese Herangehensweise fehl, was vor allem bei älterer und Indie-Software im wahrsten Sinne des Wortes programmiert ist, kann der Schalter beim Weiterkommen helfen, eine Erfolgsgarantie gibt es jedoch nicht.

Smooth Sync: So funktioniert's

Der Intel-Treiber bietet ein interessantes Alleinstellungsmerkmal namens Smooth Sync. Dabei handelt es sich um eine der vielen Behandlungsmöglichkeiten von Bildrissen, welche bei herkömmlichen Monitoren mit starrer Bildwiederholrate ohne Synchronisierung auftreten. Smooth Sync ist in der Lage, die Risse deutlich weniger störend darzustellen, indem der abrupte Übergang zwischen zwei Frames von der Grafikkarte mittels Dithering weichgezeichnet wird. Das Feature war vor einigen Wochen noch etwas wackelig auf den Beinen und konnte zu Bildfehlern führen, mittlerweile hat das Treiber-Team die Startschwierigkeiten jedoch aus der Welt geräumt; Smooth Sync lässt sich bereits auf Arc-A380-Grafikkarten bewundern. Getreu dem Leitsatz "Nichts im Leben ist kostenlos" verursacht Smooth Sync eine minimale Latenz. Laut Tom Petersen von Intel ist diese bestenfalls messbar, aber in keinem Fall fühlbar - PCGH-Tests werden sich der Details anhand der Arc-A7-Karten bald annehmen.

DirectStorage für Arc kommt

Im Gegensatz zu AMD und Nvidia, welche die Unterstützung des Windows- und DirectX-Features DirectStorage bereits angekündigt haben, hat Intel zum jetzigen Zeitpunkt keine Details in petto. Laut Tom Petersen halte man die Funktion für "sehr wichtig" und arbeite daher zusammen mit Microsoft an einer Lösung respektive Implementierung für die Arc-Grafikkarten. Die dafür notwendigen Encoding-Fertigkeiten aufseiten der GPU seien vorhanden, alles Weitere seien Software-Angelegenheiten. Das erste Spiel, welches die Streaming-Möglichkeiten von DirectStorage für eine aufwendige Open World verwendet, wird laut jetzigem Stand Forspoken sein. Die übrigen Features von DirectX 12 Ultimate, namentlich Variable Rate Shading, Sampler Feedback, Mesh Shading und DXR 1.1 sind bereits im Treiber implementiert und lassen sich beispielsweise mithilfe des 3DMark (derzeit nur anhand einer Arc A380) abklopfen.
Intel Arc unterstützt DirectStorage. Quelle: Sabrent Intel Arc unterstützt DirectStorage.

XeSS: Vier Qualitätsmodi

Intel betonte während unseres Gesprächs, dass der Launch der A7-Grafikkarten auch von XeSS abhänge, das DLSS ähnliche KI-Upsampling sei ein wichtiger Pfeiler des Arc-Fundaments. XeSS wird von Intel zusammen mit diversen Spiele-Entwicklern seit Monaten in aktuelle und kommende Titel implementiert. Updates für über 20 Spiele befinden sich derzeit in Entwicklung, welche alle im Startzeitraum der Arc-Grafikkarten bereitgestellt werden sollen. Laut Petersen zeige XeSS kein so starkes Schmieren wie DLSS, was aus PCGH-Sicht einen klaren Pluspunkt darstellt. Allerdings ist noch völlig offen, wie es um die übrigen (Rekonstruktions-)Eigenschaften bestellt ist, wenngleich Intel zuversichtlich ist, dass das Ergebnis den Spielern gefallen werde. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass XeSS auf allen Grafikkarten funktioniert, sodass sich jeder einen Eindruck davon verschaffen kann. Für Radeon-Nutzer ist XeSS somit das erste KI-gestützte Upsampling-Verfahren.

XeSS wird in Gestalt von vier Modi in den Spielen verfügbar sein: Ultra Quality, Quality, Balanced und Performance - auf einen "Ultra Performance"-Modus à la DLSS und FSR 2.0 verzichtet Intel zu Gunsten eines besonders hochwertigen Modus. Unsere Nachfrage bezüglich der Upscaling-Faktoren respektive internen Auflösungen konnte nicht umfassend beantwortet werden, allerdings wird man mindestens XeSS Performance mit DLSS Performance und FSR 2.0 Performance vergleichen können, denn alle drei arbeiten intern mit einem Viertel der Zielauflösung (1/2 pro Achse). Damit sind Leistungssteigerungen um mehr als den Faktor 2 möglich. Die Chancen, dass auch die jeweiligen Quality-Modi vergleichbar sind, stehen gut.
XeSS Modes in Shadow of the Tomb Raider Quelle: Intel (Screenshot: PCGH) XeSS Modes in Shadow of the Tomb Raider

Raytracing auf Ampere-Niveau

Bereits vor einem Jahr gewährte Intel einen Blick unter die Haube der Xe-Architektur, bei dem sich eine relative Raytracing-Stärke zeigte. Dafür ist ein Nvidia-ähnlicher Aufbau mit mächtigen Raytracing-Einheiten verantwortlich. Der ACM-G10-Chip beherbergt 32 sogenannte Ray Tracing Units (RTUs), welche alle wichtigen Aufgaben mit hoher Leistung absolvieren können. Wie Intel in einem neuen Artikel ausführt, beinhalten die Arc-GPUs außerdem einen dedizierten "BVH Cache", ergo eine Ablage für die beim Raytracing wichtigsten Daten. Ob damit lediglich der üppige Level-2-Cache der Alchemist-GPUs gemeint ist, oder ein zusätzlicher Speicher, ist derzeit unbekannt. Relativ gesehen ist Arc damit stark aufgestellt, mit mehr Level-2-Cache als bei Nvidia. Radeon-Chips der RDNA-2-Generation setzen im Unterschied auf einen geräumigen Level-3-Cache, welcher nicht mit voller Chip-Geschwindigkeit arbeitet, laut AMD aber ebenfalls zu besserer Raytracing-Leistung beträgt. RDNA 2 kann jedoch die BVH-Struktur nicht beschleunigen, während Alchemist das offenbar (wie Turing und Ampere) beherrscht.

Unter dem Strich sieht Intel die Raytracing-Leistung der Arc A770 recht deutlich vor der Geforce RTX 3060. Letztere erzielt im PCGH-Leistungsindex Raytracing 2022 ein Ergebnis knapp unterhalb der Radeon RX 6700 XT. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Arc A770 beim Raytracing meistens zwischen Geforce RTX 3060 und Radeon RX 6800 liegt und somit einen besseren Eindruck hinterlässt als beim Rasterizing, ist hoch, denn hier kommen offenbar zwei Dinge zusammen, die Arc liegen: DirectX 12 und Raytracing (welches in der Regel nicht außerhalb von DX12 und Vulkan betrieben wird). Wir werden die RT-Leistung der Alchemisten selbstverständlich im Detail prüfen, sobald das möglich ist.

Intel Arc A770: Raytracing Performance Quelle: Intel Intel Arc A770: Raytracing Performance

Launch-Termin

Wann die Arc A770 und Arc A750 erscheinen, ist nach wie vor offen. "Bald" bzw. nun "sehr bald" wirkt angesichts der ursprünglichen Erwartung Anfang dieses Jahres wie ein Running Gag. Die Ziellinie ist jedoch in Sichtweite, das bekräftigten die Intel-Repräsentanten im Gespräch mit PC Games Hardware. Geben wir Arc noch zwei Wochen, könnte es so weit sein. Wenn es passiert, sind wir für Sie natürlich live dabei.

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    • Kommentare (40)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
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        In der Steam-Demo isses aber noch net drin, ... wird wohl dort net eingepflegt!?

        In Riftbreaker@gamepass isses auch noch net drin!?
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        btw.
        A580 erhält dieselbe 256bit-Anbindung wie der größere A770.
        (Dadurch evtl. ein Geheimtipp hinsichtlich P/L bei guten minFps.)

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      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        btw.
        Ideal wärs. wenn XeSS auch für den FS22 kommen würde, da hätte man dann sogar nen Bildqualitätsvgl.
        vs. FSR 2.1

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      • Von Gelöschtes Mitglied 217606
        Zitat von onkel-foehn
        Dann sind wir ja endlich mal EINER Meinung ...
        Oh ne, das geht nicht. Ich muss irgendwie zurückrudern.
      • Von onkel-foehn
        Zitat von Zer0Strat
        Man kann sich Arc aus reiner Neugierde und Bastellust ruhig gönnen. Wenn man ein ruhiges Leben haben will, gerade bezogen auf ältere Titel, dann sollte man eher ne Nvidia oder AMD nehmen.
        Dann sind wir ja endlich mal EINER Meinung ...

        MfG Föhn.
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