Überraschung für Intel Arc: Treiber-Update mit vermeintlicher Übertaktung wird aufgelöst [Update]

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Überraschung für Intel Arc: Treiber-Update mit "geheimer" Übertaktung per BIOS-Update
Quelle: Intel

Aktualisiert: Intels aktueller WHQL-Treiber hat eine Überraschung parat: Mit ihm wird angeblich ein BIOS-Update ausgespielt, das den Takt einer Arc-Grafikkarte deutlich erhöht. Angeblich wird dieser auf allen Varianten von Intels Arc A380 von 2,00 auf 2,15 GHz erhöht.

Originalartikel vom 22.08.2023: Seit dem Release von Intels Arc-Grafikkarten ist das Unternehmen bemüht, den entsprechenden Grafiktreiber immer weiter zu verbessern und zu optimieren. Üblicherweise bringen die Updates dabei zusätzliche Funktionen für den Treiber oder höhere FPS durch Software-Optimierungen. Mit dem neuen WQHL-Treiber - Kennnummer 31.0.101.4644 - hat Intel nun aber offenbar auch die Hardware im Blick.

Deutliche Übertaktung

Eigentlich kündigte Intel für den neuen Treiber Verbesserungen an der DirectX-11-Performance an. Gleichzeitig wird mit ihm aber auch ein neues Grafikkarten-BIOS ausgeliefert. Und laut der Website Neowin bringt dieses neben den eigentlich versprochenen Stabilitätsverbesserungen auch eine automatische Übertaktung mit sich. Konkret wird dort von einem Forennutzer berichtet, dass seine Arc A380 von Asrock durch das Update plötzlich mit 2,15 GHz statt den eigentlich üblichen 2,00 GHz läuft.

Dass es sich bei der Übertaktung um einen Fehler handelt, wäre für einen WHQL-Treiber ungewöhnlich. Womöglich ist das überraschende, heimliche Takt-Upgrade also tatsächlich Absicht. Sofern das der Fall ist, und die Arc A380 in Zukunft immer mit 2,15 GHz läuft, dürfte das für die entsprechenden Besitzer eine gute Nachricht sein. Denn schließlich dürfte sich die Übertaktung um 7,5 Prozent zumindest teilweise in der Rechenleistung niederschlagen. Gleichzeitig ist aber natürlich auch ein potenziell höherer Energieverbrauch zu bedenken.

Ebenso spannend: Arc Battlemage: Intel verrät die Package-Größen der neuen GPUs

Für Spieler, die ihre Grafikkarte ohnehin übertaktet betreiben, dürfte der neue Treiber übrigens kaum etwas ändern - denn mit einer manuellen Übertaktung sind ohnehin noch höhere Taktraten möglich. Wer die Arc A380 aber unverändert betreibt, der bekommt so - zusätzlich zu den Verbesserungen unter DirectX 11 - vielleicht noch einen kleinen Bonus.

Quelle: Neowin via Videocardz


Neuer Treiber löst das Rätsel

Aktualisierung vom 25.08.2023: Ein neuer Treiber für Intels Arc-Grafikkarten löst das vermeintliche Rätsel auf. Die Treiberversion 31.0.101.4669 ist nicht nur als Spezialtreiber für das jetzt erschienene Armored Core 6 gedacht, sondern löst auch folgendes Problem: "Some Intel Arc A380 products may incorrectly report a higher value than expected for default clock frequency value". Offenbar gab es also nur einen Fehler bei der Anzeige der Taktraten.

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    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Elrom81 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Hab bei mir die Leistungsverstärkung auf 48% gesetzt (danach ging nicht mehr) und erreiche einen Turbotakt von 2595 Mhz. Läuft auch stabil.
      • Von Elrom81 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Hab bei mir die Leistungsverstärkung auf 48% gesetzt (danach ging nicht mehr) und erreiche einen Turbotakt von 2595 Mhz. Läuft auch stabil.
      • Von Schnitzelnator Software-Overclocker(in)
        Es ist erfreulich, dass Intel den Fehler mit der falschen Taktangabe korrigiert. Es wäre auch definitiv verrückt gewesen, wenn ein Treiberupdate den Takt verändert hätte. Das hätte zu massiven Hardwareproblemen führen können, wenn es für den höheren Stromverbrauch und die höhere Abwärme keine Reserven gäbe.

        Ich sehe auch kein Problem, "Linux-Bibliotheken" ausgelagert zu benutzen, um den Treibersupport für APIs zur Verfügung zu stellen. Das ist hochqualitative Software, und jeder kann den Beweis selbst lesen.

        Ich als reiner Linuxnutzer bin hochzufrieden mit den Treibern auf der Linuxseite und ich würde sogar sagen, dass sie gefühlt weniger Bugs haben, habe ich doch von einigen Darstellungsproblemen mit Windowstreibern gehört, die ich auf Linux nicht hatte.
      • Von bulli007
        Zitat von BxBender
        Das sehe ich eindeutig anders.
        Wegen mangelnder Fachkompetenz bei der Treiberprogrammierung hat man einfach DX9 und DX11 auf externe Tools ausgelagert, damit man den Ärger endlich los ist.
        Darf man Fragen was dich Fachkompetent macht?
        Ich bin mir sehr sicher das du nicht mal ansatzweise Fachkompetenz besitzt um dies zu bewerten.
        Ein Programm in Linux zu Kompilieren macht niemanden zum Experten oder gibt einem das recht die Arbeit von "echte" Programmierer zu bewerten!
        Hut ab für Intel was sie in so kurzer Zeit entwickelt haben obwohl ihnen die Erfahrung fehlt wie sie NVIDIA und AMD über Jahrzehnte gesammelt haben. Selbst wenn sie nie an die beiden rankommen werden ist es gut das sei allgegenwärtig präsent sind.
      • Von Kell-Conerem Freizeitschrauber(in)
        Ist auch schnuppe solange die Leistung verbessert wird.
      • Von Ralf345 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von BxBender
        Wegen mangelnder Fachkompetenz bei der Treiberprogrammierung hat man einfach DX9 und DX11 auf externe Tools ausgelagert, damit man den Ärger endlich los ist.
        Die Quellenangabe fehlt. Intel hat sich nicht dazu geäußert, wie ihre verbesserte DX11 Implementierung funktioniert. Du stellst haltlose Spekulationen als Fakt hin - ein sehr schlechter Stil. Als wenn du in der Lage wärst, den Aufwand der Treiberprogrammierung einschätzen zu können. Wenn das so einfach wäre, warum arbeitet Intel bereits Monate an der neuen Implementierung.

        Bezüglich DX9 ist das Ganze auch nicht so eindeutig. Anfangs hatten sie auf ein D3D9On12 layer mit schlechter Performance gesetzt. Die Implementierung wurde später zu einem Hybrid hin geändert, spekuliert wurde auf eine Kombination aus nativen dx9 Treiber und translation layer. Die Implementierung ist mittlerweile abgeschlossen, Einzelheiten sind auch hier nicht klar. Ob das immer noch ein Hybrid ist oder Intel komplett auf eine Karte setzt zwischen nativen Treiber oder translation layer - völlig unklar.
        Zitat


        Today’s driver release brings a new DX9 implementation to Intel Arc graphics products, including the A770, A750, A380 and our family of mobile Arc GPUs. We use a hybrid approach, i.e., a combination of API techniques, to take advantage of translation layers when a better experience can be delivered using one of our more modern API implementations. These improvements will be delivered transparently to the end user through our normal driver distribution process. The details of this implementation may change over time as our DX9 driver evolves.
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