Intel Arc: Neue Grafikkarten sollen AMDs Smart Access Memory unterstützen
Angeblich sollen Intels neue Arc-Grafikkarten nun doch AMDs Smart Access Memory unterstützen und damit auch in Ryzen-Systemen mit voller Leistung arbeiten.
Mit den RX-6000-Grafikkarten hat AMD im Herbst 2020 unter anderem auch ein neues Feature namens Smart Access Memory (SAM) vorgestellt, das einen besseren Datenaustausch zwischen CPU und Grafikkarte ermöglicht und dadurch die Leistung erhöht. Im darauffolgenden März reagierte Nvidia mit Resizable BAR, das in dieselbe Kerbe schlägt - und auch bei Intel ist schon länger bekannt, dass die neuen Arc-Grafikkarten eine vergleichbare Funktion bieten sollen.
Intel Arc mit SAM-Support
Ursprünglich war bei den Arc-Grafikkarten aber die Rede davon, dass diese Resizable BAR nur im Zusammenspiel mit bestimmten Intel-Core-Prozessoren unterstützen werden. Ryzen-Nutzer, die sich eine Intel-Grafikkarte zulegen wollen, hätten damit einen Nachteil.
Laut einem Bericht von Neowin wird es für die Arc-Grafikkarten nun aber doch Unterstützung für Ryzen-CPUs geben. Schon in einem Intel-Dokument soll Smart Access Memory erwähnt worden sein. Außerdem wurde gegenüber der Website angeblich das folgende Statement abgegeben:
"As we described in a blog post last month, the Arc graphics product rollout involves a staggered introduction on targeted platforms to most effectively serve our customer base. We are supporting Intel platforms with resizable BAR and will add support for AMD platforms with Smart Access Memory as Intel Arc graphics cards become available for sale as components."
"Wie wir in einem Blog-Beitrag im letzten Monat beschrieben haben, erfolgt die Einführung der Arc-Grafikprodukte gestaffelt auf bestimmten Plattformen, um unseren Kundenstamm möglichst effektiv zu bedienen. Wir unterstützen Intel-Plattformen mit Resizable BAR und werden die Unterstützung für AMD-Plattformen mit Smart Access Memory hinzufügen, sobald die Intel Arc-Grafikkarten als Komponenten zum Verkauf verfügbar sind."
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Demnach soll wohl spätestens zum weltweiten Desktop-Launch der Arc-Grafikkarten auch eine Unterstützung für AMDs SAM und damit für ausgewählte Ryzen-Prozessoren hinzukommen. Kunden können damit beim Kauf der Grafikkarte hoffentlich weitgehend frei entscheiden und müssen sich weniger Gedanken über eventuelle Inkompatibilitäten zwischen den Konkurrenten machen.

*) Konkret hatte AMD das bereits mal Mitte des vergangenen Jahrzehnts erstmals in seinen Consumer-GPUs implementiert, hat das Feature aber nie zur Serienreife gebracht, sodass es an der Plattform haperte. Die verantwortlichen Linux-Treiberentwickler der Community experimentierten damit fleißig rum.
Erst mit RDNA hat AMD es wieder ausgegraben, da man es offensichtlich als vermarktungstechnisches Feature wiederentdeckt hatte.
In der PCIe-SIG-Spec steht das Feature seit etwa 2008, wenn ich nicht recht erinnere.
AMD hat es dann einfach für den normalen Desktop ausgegraben und es "SAM" getauft ^^