Intel-Grafikkarten: Nicht bloß hochskalierte iGPUs
Intel hat ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert, was die Entwicklung hauseigener, dedizierter Grafikchips angeht. Allzu viele Details gibt es in Anbetracht des frühen Stadiums noch nicht, ein paar kernige Aussagen werden dann aber doch getroffen. So skaliere Intel nicht einfach die Architektur der Prozessor-iGPUs hoch, sondern entwickle eine weitgehend neue.
Die Webseite hothardware.com hatte die Gelegenheit, mit Ari Rauch zu sprechen. Als Vice President der Core & Visual Computing Group sowie General Manager of Visual Technologies stellt er ein hohes Tier in Intels neuer Grafikabteilung dar. Rauch bekräftigt, dass Intel sämtliche Märkte mit seinen Grafikkarten bedienen wolle, das aber nicht sofort möglich sei. Die Teilnahme am GPU-Markt sei ein "Marathon und kein Sprint". Der Chiphersteller bestätigte bereits, dass auch explizit Gaming-Ableger erscheinen sollen. Rauch zeigt sich offen für einen Dialog, um später zum Beispiel zu entscheiden, wie das Referenzdesign aussehen soll. Stichwort: Direct-Heat-Exhaust-Lösung mit Radiallüfter oder eine stärkere Variante mit Axialventilatoren.
Intel möchte neue GPU-Architektur entwickeln
Die größte Frage, die man sich bisher stellen kann, ist, wie stark die erste dedizierte GPU aus eigenem Hause auf der Mikroarchitektur der integrierten Grafikeinheiten in den Intel-Prozessoren basiert. Koduri ist erst seit Ende 2017 bei dem Chiphersteller und soll die Sparte gehörig umgekrempelt haben. Drei Jahre sind nicht viel Zeit, um ganze Grafikkarten aus dem Boden zu stampfen. Selbst wenn die Entwicklung schon vorher begann, dürften die zahlreichen Personalwechsel die ursprüngliche Planung deutlich beeinflusst haben.
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Laut Ari stelle die erste dedizierte GPU im Jahre 2020 einen "massiven Fortschritt gegenüber Intels [bisheriger] Grafik-IP" dar, die für "künftige Grafik-, Compute- und Machine-Learning-Workloads" optimiert sei. Betrachtet man die Gen-9-iGPUs in den heutigen Core-CPUs, die ursprünglich schon seit Skylake (2015) eingesetzt wird und seitdem nur leichte Überarbeitungen am Display-Controller erfahren hat, wäre wahrscheinlich schon eine Basis auf der Gen 11 von Ice Lake ein großer Fortschritt. Das Rad wird Intel bei seinem ersten großen Grafikchip vermutlich nicht neu erfinden, die Änderungen könnten jedoch so weit reichen, dass die Ähnlichkeit zu den iGPUs verschwindend klein ausfällt.

Als ob man fürs Streaming 5G bzw 1gbit brauchen würde...
Das läuft heute schon nicht schlecht, wenn man ne vernünftige Leitung hat. Bei mir (125Mbit) würde es tadellos funktionieren, aber es juckt mich aktuell noch nicht. Aber lass mal die Preise noch fallen (aktuell sinds z.B. um die 30€/monat bei shadow), dann wird es interessant. Ich sehe das ähnlich wie bei TV Streaming Diensten, zuerst wars teuer und auf einmal hats jeder... Wart mal noch 5 Jahre, dann ist das ganz normal und ich könnte mir vorstellen, dass dann Konsolen oder Smart TVs das einfach integriert haben.
Leistungsfähige GPUs brauchts dann auch noch, nur stecken die dann eben in den Servern und nicht mehr im eigenen PC (wenn man überhaupt noch einen nutzt). Das heißt nicht, dass dann jeder Streaming nutzen wird und der PC tot ist, nur wirds der Markt dann definitiv schrumpfen.
Damit Cloudgaming einzug erhält muss nicht nur die Technik Sattelfest und flächedeckend sein, sondern auch in der Masse Ihren Absatz finden. Sprich der Preis muss stimmen.
Wenn bis 2025 tatsächlich relativ viele Haushalte mit 5G verbunden wäre, so wäre der Preis garantiert immer noch unterirdisch. Außerdem denke ich eher, das es Richtung 2028 bis 2030 wird, bevor wir in Deutschland wirklich flächendeckend 5G nutzen können. Auf der anderen Seite kann der Pessimist auch sagen, verglichen mit den Versprechen und der Realität von 4G, kann man genau so gut auch spekulieren, das es auch gut 2030 bis 2035 werden könnte, bzw. vielleicht auch nie!
Das jeweils immer mit zu hohen Preisen. Was kostet heute ein 1gbit Netz - Vodafone 70 Euro im Monat und bei der Telekom 120Euro im Monat.
Das sind alles so Sachen weswegen echtes flächendeckendes Cloudgaming noch lange auf sich warten lassen wird ( worauf ich am liebsten ganz verzichten würde!), natürlich nur meine Meinung.
Zu Intels dGPUs für Gamer denke ich, das uns bessere Zeiten bevor stehen, wenn Intel an seinen Plänen fest hält. Das dürfte dann zwar für AMD sportlicher werden. Aber man stelle sich mal vor, das 2020/2021 Intel, AMD und Nvidia GPUs auf dem selben Niveau anbieten würden, dann käme wirklich mal wieder etwas Bewegung rein.
...natürlich werden dGPU's aussterben und völlig von iGP's ersetzt werden. Und zwar, wenn eine iGP 8k (mehr macht fürs Auge kaum Sinn) in 160hz (wer mehr sieht, frisst auch kleine Kinder) Echtzeitraytraycing in aktueller Filmqualität schafft, man also keinen echten Unterschied zur Realität mehr wahrnimmt, dann braucht keine mehr eine dGPU. Mehr als alles geht einfach nicht
b) Gaming-Notebooks haben i.d.R. auch eine dGPU - ob die auf dem Board aufgelötet ist oder als MXM-Steckkarte ausgeführt ist sei mal dahingestellt
c) Gerade in Zeiten steigender Auflösungen und dem Vormarsch von Bildschirmen mit hohen Bildwiederholfrequenzen werden dGPUs nicht aussterben. Selbst hier in Deutschland dürfte sich eher das Streaming von Spielen durchsetzen... Und da brauchts überhaupt keine Leistung abseits von HW-Decodern mehr - da reicht sogar ne iGP von einem Atom-Billignotebook, weshalb sich AMD ihre tolle iGP-Leistung (die immernoch zu gering für annehmbares Gaming abseits von 720p hat) in die Haare schmieren kann
d) In Desktops werde ich iGPs für Gaming niemals akzeptieren - die Modularität siegt... Selbst mit einem 2600K kann man heute noch halbwegs zocken. Da war die GTX580 aktuell - jetzt stelle dir mal vor du hättest für jedes Grafikupgrade unnötig Geld rauswerfen müssen, weil du nicht nur die GPU, sondern zwangsweise auch die ausreichende CPU und das Mainboard hättest tauschen müssen.
Verstehe den Ansatz mancher hier nicht.
Integrierte oder dedizierte GPU ist doch gar nicht die Frage...
Auch Cloudgaming. ;an schaue sich nur mal die an wie lange man für 5G Netze wirklich brauchen wird. Ich denke frühestens in 8-10 Jahren wäre man so weit um das flächendeckend zu nutzen und bis dahin sind die Anforderungen schon wieder so gestiegen, das es wieder eine Daseinsberechtigung für herkömmliche dGPU Lösung sein wird.
Dazu wird eine dGPU Lösung auch immer die performantere sein. Genau so auch bei dem iGPU und dGPU Vergleich. Ja schön, iGPUs werden zum Glück immer schneller, aber es wird immer auch deutlich potentere dGPUs geben.
Ich kann mir vorstellen, das Streaming mehr wird, aber der Heimcomputerspieler wird noch länger existieren, als hier manche denken.