Deep Link: Vorteil für Intel-CPUs und Arc-Grafikkarten?
Mit Deep Link will Intel Core-Prozessoren und Arc-Grafikkarten zusammen arbeiten lassen und damit mehr Leistung in Notebooks bringen. Eine bereits seit längerem verfügbare Konkurrenz-Technologie von AMD konnte sich hingegen nicht etablieren.
Mit den neuen Arc-GPUs will Intel im Grafikkartenmarkt Fuß fassen und dafür offenbar auch Synergieeffekte nutzen. Zum Anfang kommen die Arc-Modelle zunächst ins Notebook, und hier verspricht sich Intel durch eine neue Technologie namens Deep Link Leistungsvorteile, wenn eine Intel-GPU mit einer Intel-CPU kombiniert wird.
Geteilte Leistung
Konkret wirbt das Unternehmen damit, dass sich durch Deep Link die Energieverteilung und damit auch die Rechenleistung von Notebook verbessern soll. Wenn sowohl CPU als auch GPU von Intel stammen, so soll es die Technik ermöglichen, dass die Stromversorgung individuelle Anpassungen vornehmen kann. Je nach Szenario soll die verfügbare Energie so bestmöglich zwischen den Komponenten aufgeteilt werden. Im Desktop, wo TDP-Grenzen eine geringere Rolle spielen, soll die Technik hingegen offenbar keine Anwendung finden.
Bei konkreten Details zu Deep Link hält sich Intel bislang bedeckt. Die Rede ist lediglich von einer algorithmischen Lösung, die die Energie bestmöglich zwischen einem Core-Prozessor und einer Arc-Grafikkarte aufteilen soll. Vermutlich kommt dafür ein eigener Power-Chip zum Einsatz, der mit CPU und GPU kommuniziert und so den individuellen Lastbedarf feststellt. Sicher ist das aber bislang ebenso wenig wie die durch Deep Link erzielten Leistungsvorteile. Intel spricht zwar von einem Leistungsplus von bis zu 30 Prozent, dieser Wert sollte aber mit Vorsicht betrachtet werden.
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Die von AMD bereits vor zwei Jahren eingeführte Technik Smartshift ist vom Konzept sehr ähnlich: Auch hier sollen sich ein Ryzen-Prozessor und eine Radeon-Grafikkarte intelligent die zur Verfügung stehende Energie teilen und damit bis zu 14 Prozent Mehrleistung erreichen. 2020 kam aber nur ein einziges Notebook mit entsprechender Unterstützung auf den Markt, trotz der angeblichen Vorteile ist die Technik also nicht wirklich etabliert. Inwiefern es Intel hier gelingt, Deep Link breiter auf den Markt zu bringen, bleibt daher abzuwarten.
Quelle: Intel
