Copper-Modding: Shop bietet fertige Kupferplatten für RTX-3000-Grafikkarten an
Nach der DIY-Copper-Mod für den RAM von Geforce-Grafikkarten hat der Youtube-Kanal Dandy Works eine Lösung mit zugeschnittenen Kupferplatten vorgestellt. Diese werden schon seit längerem über den Online-Shop Cool My GPU angeboten.
Mitte März machte der Youtube-Kanal Dandy Works mit einem Video auf sich aufmerksam, in dem die RAM-Temperaturen einer Geforce RTX 3070 Ti deutlich verbessert wurden. Zwar sind die RAM-Chips auf aktuellen Grafikkarten mit dem Kühler verbunden, doch aufgrund des Höhenunterschieds zur GPU werden dafür Wärmeleitpads eingesetzt. Diese ermöglichen wiederum keine ideale Temperaturableitung. Dandy Works verbaute deshalb testweise Kupferplättchen auf den RAM-Chips und konnte so deren Temperaturen drastisch senken.
Copper-Mod im Online-Handel
Ganz neu war dieser "Copper Mod" aber nicht, denn über den Onlineshop Cool My GPU werden schon seit längerem fertig zugeschnittene Kupferplatten verkauft, die genau denselben Effekt erzielen sollen. Konkret werden dort Zuschnitte für alle Geforce-Grafikkarten zwischen der RTX 3060 und der RTX 3090 verkauft, wobei Preise zwischen 30 und 57 US-Dollar verlangt werden.
Letzte Woche hat sich Dandy Works auch diese Lösung angesehen und die Installation auf einer Geforce RTX 3080 in einem Video gezeigt. Der Montageprozess ist dabei ähnlich zu der zuvor gezeigten Copper Mod. Zunächst werden die RAM-Module von den ab Werk aufgebrachten Wärmeleitmitteln befreit. Anschließend wird die Kupferplatte aufgesetzt, wobei sowohl auf den RAM-Chips als auch auf der Verbindungsfläche mit dem Kühler Wärmeleitpaste aufgebracht werden muss. Im Vergleich zu den zuvor eingesetzten, einzelnen Kupferplättchen ist die Montage dabei weniger fehleranfällig, da der Zuschnitt durch den Rahmen der GPU in Position gehalten wird und er sich somit nicht verschieben kann.
Die Vorgeschichte: Copper-Modding: Kupferplättchen statt Wärmeleitpads für hitzigen Grafikspeicher
Wie schon durch die zuvor präsentierte DIY-Lösung gibt es laut dem Video auch durch die fertigen Kupferplatten
einen deutlichen Unterschied bei der Temperatur. Besonders groß war dieser beim Ethereum Mining: Hier lief der RAM der genutzten RTX 3080 demnach nur noch mit 75 °C statt zuvor 94 °C. Für den Großteil der Nutzer dürfte sich die die Copper-Mod aber wohl trotzdem nicht lohnen - Stichwort Preis und Garantieverlust.
Quelle: via Videocardz

Für mich zeigt das aber eins, dass die Graka Hersteller ihre Karten schlecht designen, so enorme Temperaturunterschiede sollte es bei einem vernünftigen Design nicht geben.
So lange es ausreicht, die Temperaturen im erlaubten Fenster zu halten, ist für die Hersteller alles im grünen Bereich.
Wenn man allerdings selbst die weichen Pads durch mehr oder weniger starres Metall ersetzt, kann man sich leicht größere Probleme einfangen, da Druck an Stellen entsehen kann, wo keine sein sollte.
Cunhell
Bei Kühlern, die GPU und RAM am Stück kühlen, müssen solche Spacer wesentlich exakter an die Höhe der Originalpads angepasst werden und wenn die Grafikkartenhersteller ordentlich geplant hätten, wären Verbesserungen kaum zu erzielen – dicke Wärmeleitpads kosten nicht nur Kühlleistung, sondern auch Geld und dünne lassen sich kaum bei gleichbleibender Gesamthöhe durch Blech ersetzen. Die Höhentolleranzen innerhalb des RAMs sind dagegen kein großes Problem mehr, seitdem RAM-Kühlung allgemein üblich ist. Einige Wasserkühlungshersteller sind schon in der letzten Generation auf Wärmeleitpaste für den RAM gewechselt, ohne dass es größere Probleme gab, und viele setzen seit langem auf 0,5 mm Pads. Da reicht also offensichtlich ein minimaler Höhenausgleich, selbst wenn GPU und Spannungswandler mit am gleichen Kühler hängen.