Offizielle Intel-Roadmap: 7 nm geht 2021 mit GPGPU an den Start
Intel hat gestern sein Investor Meeting 2019 abgehalten und sprach dort erstaunlich ehrlich über seine Fertigungssparte und kommende Prozessoren sowie Grafikkarten. Der 10-nm-Prozess soll inzwischen zufriedenstellend laufen, sodass Ice Lake-U im Sommer erscheinen kann. Das erste 7-nm-Produkt wird 2021 eine Xe-GPGPU für den HPC-Bereich. 14 nm wird aber noch lange weiterlaufen.
Auf dem Investor Meeting 2019 hat Intels Chief Engineering Officer, Murthy Renduchintala, zugegeben, dass die Entwicklung des 10-nm-Prozesses alles andere als rund lief. Nach der ursprünglichen Planung von 2013 sollten sich entsprechende Prozessoren schon 2016 in der Serienproduktion befinden und auf den Markt gelangen. Unter anderem mit einer Steigerung der Transistordichte um dem Faktor 2,7, vierfachen Belichtungsschritten und Kobalt bei den Metall-Layern M0 und M1 seien die Ziele jedoch zu ambitioniert gewesen, sodass bis dato keine 10-nm-CPUs in größeren Stückzahlen verfügbar sind. Cannon Lake stellt mit dem Core i3-8121U in einer Kleinauflage lediglich ein Alibiprodukt dar - es nutzt zwei Rechenkerne und hat eine vollständig deaktivierte iGPU.
Ice Lake-U ab Juni, Tiger Lake-U ab 2020
Inzwischen möchte Intel seinen 10-nm-Prozess mit der internen Versionsnummer 1274 in den Griff bekommen haben, sodass ab Juni größere Mengen an Ice-Lake-Prozessoren verschickt können werden. Das betrifft allerdings nur die U-Serie mit einer TDP von 15 Watt für Notebooks, insbesondere der Ultrabook-Klasse. Aufgrund der Verschiebungen des 10-nm-Prozesses hat Intel die Not zur Tugend gemacht und die Fertigung in 14 nm laufend verbessert, um primär höhere Taktraten zu ermöglichen. Solche Verbesserungen möchte Intel auch bei 10 nm mit 10+ sowie 10++ vornehmen. 2020 soll Tiger Lake-U in 10+ erscheinen.
Quelle: Intel
Offizielle Intel-Roadmap: 7 nm geht 2021 mit GPGPU an den Start (15)
Für 2021 steht der erste Siliziumchip in 7 nm auf dem Plan. Der Prozess wird von einem separaten Team unabhängig von 10 nm entwickelt, wobei die Erkenntnisse zwischen den Ingenieuren natürlich geteilt werden. Intel wird erstmals EUV-Technik (extrem-ultraviolette Belichtung) in den 7-nm-Prozess einfließen lassen. Gegenüber 10 nm soll der Nachfolger eine verdoppelte Speicherdichte aufweisen und eine übliche Effizienzsteigerung ermöglichen. Intel betont, dass die hauseigenen 7 nm mit TSMCs 5 nm konkurrieren sollen - wie immer gilt in der Halbleiterindustrie: Die Nanometer-Angaben sind reines Marketing. Auch im Falle von 7 nm sind Verbesserungen in Form von 7+ und 7++ geplant.
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7-nm-GPGPU ab 2021
Der erste Siliziumchip, der in 7 nm vom Fließband läuft, wird keine CPU, sondern eine GPU. Intel spricht genauer von einer GPGPU. Das GP steht für General Purpose und soll auf den Einsatz im High-Performance-Computing-Segment (HPC) hinweisen. Laut anandtech.com werde die Xe-GPU aus mehreren Dies bestehen, die mittels Embedded Multi-Die Interconnect Bridge (EMIB) und Foveros sowohl neben- als auch übereinander gekoppelt werden. Größere Mengen an 7-nm-Chips sollen ab 2022 den Markt erreichen. Eine voraussichtlich monolithische GPU, die für Endkunden erscheinen soll, wird in 10 nm produziert und 2020 unter dem Codenamen Arctic Sound erscheinen.
Intel deutet 14 nm für Desktop bis 2021 an
Bemerkenswert ist die Zeitspanne, die Intel noch für den 14-nm-Prozess in seiner Roadmap einträgt. Der Pfeil reicht bis 2021, was den zuletzt geleakten Roadmaps Nachdruck verleiht, laut denen der Desktop noch bis zum Jahr 2021 mit 14-nm-CPUs versorgt werden soll. 2020 werde demnach Comet Lake mit bis zu zehn Kernen auf den Markt gelangen, 2021 Rocket Lake. Den Grund dafür könnten die erreichbaren Taktraten darstellen. Intel konzentriert sich in seiner Präsentation ausschließlich auf die Performance pro Watt, die mit 10 nm steigen soll. Absolut gesehen dürfte 14++ aber noch die höheren Frequenzen ermöglichen.
Das würde den Fokus auf den Mobile-Bereich erklären, wo die Effizienz wichtiger ist als die absolut erreichbare Performance. Auch Server-CPUs sind stärker auf Effizienz getrimmt, sodass Intel im ersten Halbjahr 2020 Ice Lake-SP veröffentlichen kann und möchte. Im Desktop-Bereich auf der anderen Seite stellt Takt mit die wichtigste Metrik dar. Intel kann es sich nicht erlauben, 10-nm-CPUs mit schlechterer Leistung als ihre Vorgänger zu veröffentlichen und ist deswegen auf 14 nm angewiesen.

2021 kommen die ersten Testchips.
2025 kommen die ersten Konsumerprodukte, in sehr limitierter Auflage.
2028 kommen sie endlich im Desktopsegment an.
2032 dann schlussendlich die ersten Server in 7nm.
Das Samsung die Grafikchips produziert? nein
Es konnte mir aber bisher keiner einen guten Grund nennen, warum der Leiter der Grafiksparte von Intel bei Samsung vorstellig werden sollte.
Spezielle GDDR6 oder HBM 2.5/3 Konditionen oder Entwicklungsstand
Fertigung der GPU
Patente (jap, Samsung hat GPU Patente)
usw usf.
Plausibel sind natürlich vorallem die ersten beiden Punkte. Aber so wie du das darstellst, dass das die einzige Möglichkeit ist, ist das nicht
Ich vermute es war der RAM, da man den so oder so braucht.