Ice Lake U - Laut Intel-Benchmarks langsamer als Comet Lake U

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Ice Lake U - Laut Intel-Benchmarks langsamer als Comet Lake U
Quelle: Anandtech

Das ging wohl nach hinten los: Intel wollte eingeladenen Pressevertretern anhand eigener Benchmarks demonstrieren, wie überlegen die eigenen Mobile-Chips den Ryzen-Pendants des Konkurrenten AMD sind. Doch dabei verriet man ungewollt auch, dass die 10nm-Ice Lake U-Chips zum Teil sogar langsamer sind als die vermeintlich schwächeren Comet Lake U-Modelle.

PR-Arbeit steckt voller Tücken und Stolpersteine. Vor allem in Zeiten des Internets kann man kleine Fauxpas im Nachhinein nicht mehr totschweigen, ehe sie sich für immer in den digitalen Weiten ausbreiten. Das musste auch Intel nun wieder einmal feststellen, als man kurz vor der CES 2020 Anfang Januar eine Reihe an Pressevertretern einlud, um die Überlegenheit der hauseigenen Mobile-Chips gegenüber der AMD-Konkurrenz in Form der Ryzen Mobile-CPUs aufzuzeigen. Um dies zu belegen, präsentierte man auch eigens dafür angefertigte Benchmark-Folien, aus denen sich aber auch noch so manch anderes Detail ablesen ließ.

Ice Lake U partiell langsamer als Comet Lake U

Beim Betrachten der Benchmarks fällt nämlich auf, dass sich die im älteren 14 nm-Prozess gefertigten CPUs der Comet Lake U-Reihe im Vergleich zu den moderneren und vermeintlich schnelleren 10 nm-Ice Lake U-Chips nicht nur gut schlagen, sondern diese gelegentlich sogar überholen - zumindest bei der reinen CPU-Geschwindigkeit in Alltagsanwendungen wie den Office 365-Produkten oder PDF-Konvertern. Ein Umstand, den Intel mit seinen Folien wohl eher weniger aufzeigen wollte.

Die Website Anandtech liefert diesbezüglich aber eine einfache Erklärung: Zwar werden die Ice Lake-Modelle tatsächlich in einem moderneren Prozess gefertigt und warten mit einer höheren IPC sowie einer stärkeren Grafikeinheit und weiteren Verbesserungen, etwa dem verwendeten LPDDR4X-Speicher, gegenüber Comet Lake auf. Letztere CPUs besitzen jedoch sechs Rechenkerne, während es bei Ice Lake derer nur vier sind. Noch dazu sind die Comet Lake-Kerne höher getaktet, was sich in den oben erwähnten Nutzungsszenarien positiv auswirkt.

Ein genauer Vergleich zwischen Ice- und Comet Lake gestaltet sich indes schwierig, da es keine Ultrabooks gibt, die bis auf CPU und RAM eine identische Ausstattung aufweisen. Interessant sind die von Intel selbst aufgezeigten Leistungsunterschiede aber allemal.

Quelle: Anandtech

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Buggi85 Software-Overclocker(in)
        Wie immer halt
      • Von Buggi85 Software-Overclocker(in)
        Wie immer halt
      • Von Casurin BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Tech_Blogger
        Nein, hat er eben nicht!

        Es wurde auch versprochen, daß die Leistung steigt, was aber nicht passiert ist...
        klar klar - Beweise für deine 2 Behauptungen hier?
        Oh achja - das werte Techblockerlein reagiert ja allergisch darauf.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat
        Ice Lake hat alles gehalten, was versprochen wurde.
        Nein, hat er eben nicht!

        Es wurde auch versprochen, daß die Leistung steigt, was aber nicht passiert ist...
      • Von Atma Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von HardwareHighlander
        Ice-Lake ist ein guter IPC Sprung, der mit Tiger Lake dann noch weiter ausgebaut werden wird.
        Bringt nur nichts, wenn die gesteigerte IPC von deutlich niedrigerem Takt torpediert wird. In multithreaded Workloads ist Ice Lake langsamer als Comet Lake, absolut enttäuschend angesichts der jahrelangen Verzögerung bei 10 nm. Und AMD schläft nicht, Renoir wird Ice Lake/Comet Lake in jeder Hinsicht den Hintern versohlen. Starke Singlethread Performance, deutlich mehr Multithread Performance, deutlich geringerer Preis. Wenn sogar Dell als treuester Intel OEM anfängt seine Top Notebooks mit Renoir auszustatten, sollte klar sein, dass die Jahre mit fetten Margen für Intel auch in der Sparte zu Ende gehen.

        Schlussendlich kommt im 2. Halbjahr noch Zen 3, Intel hat dem rein gar nichts entgegenzusetzen außer einem 10C/20T Heizkissen und den üblichen Lieferproblemen.
      • Von Buggi85 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Freiheraus
        Atma hat völlig recht, Intel hält nicht was es versprochen hat. Die Online-Magazine testen Ice Lake mit 25W TDP Konfigurationen, die erreichten Cinebench-Punkte verraten/entlarven diesen Umstand*

        *https://extreme.pcgamesha...

        Zum Teil wird sogar die Brechstange ausgepackt (38 Watt dauerhafte Leistungsaufnahme!) AMD Picasso vs. Intel Ice Lake vs. Comet Lake: Testergebnisse - ComputerBase

        Von 15W TDP Default-Konfigurationen keine/kaum eine Spur... Ice Lake würde mit 15W TDP einen verheerenden Eindruck im Vergleich zu Ryzen 7 3700U und den eigenen Vorgängern hinterlassen.
        Du hast die Forenbeiträge nicht verfolgt oder? Aus irgendwelchen Gründen wurde die Leistungsaufnahme des Ryzen Modells verschwiegen, der Intel Ice Lake aber soll aus der Dose annähernd das gezogen haben was die CPU verbraucht. Der Vergleich ist halt ziemlich unbrauchbar, zumal man sich auch einfach der Softwareprofile bedient hat. Im Notebook unterliegt ne CPU allem anderen was der Hersteller wie verbaut hat. Die reale CPU Leistung ist kaum zu ermitteln.
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