Intel Ice Lake-U: Gen11-LP-GPU GT0.5 in Benchmark-Datenbank aufgetaucht
In der Benchmark-Datenbank von Sisoftware Sandra ist ein Eintrag aufgetaucht, der mit einem Ice-Lake-U-Prozessor entstanden sein soll. Interessant sind die Angaben zur eingesetzten GPU, die als Gen11-LP-Lösung dem Low-Power-Zweig angerechnet werde und einer GT0.5 mit lediglich acht Ausführungseinheiten (Execution Units, EUs) beziehungsweise 64 Shadern entspreche.
Schon Anfang des Jahres tauchte in der Benchmark-Datenbank von Sisoftware Sandra ein mutmaßlicher Ice-Lake-U-Prozessor auf, der eine Grafikeinheit mit 48 Ausführungseinheiten nutzen sollte. Im Englischen nennt der Chiphersteller diese Execution Units oder kurz EUs, wobei eine EU bislang acht Shader-Einheiten beherbergt - Sisoftware Sandra las auch bei der Gen11-Grafik dazu passende 384 Shader aus. Inzwischen lassen sich bei dem Anbieter neue Einträge finden, die erneut mit einer Ice-Lake -U-CPU entstanden sein sollen, aber eine deutlich kleinere iGPU einsetzten.
Die Rede ist von "192 SP" beziehungsweise "8C". Mancherorts sorgte die Angabe für Verwirrung, da die iGPU für eine Lösung mit 64 Ausführungseinheiten gehalten wurde. Tatsächlich gibt Sisoftware Sandra die EUs jedoch als "Cores", mit C abgekürzt, aus. Die Grafikeinheit nutze demzufolge nur 8 EUs mit geradezu verschwindend geringen 64 Shadern. Passend dazu wird die Mikroarchitektur nicht der Gen11, sondern Gen11 LP zugeordnet. Eine entsprechende Unterscheidung gibt es schon bei der Gen9 (Skylake), wobei die Gen9 LP nur mit Goldmont-Atom-Kernen unter dem Codenamen Apollo Lake kombiniert wird. Unter anderem organisiert Intel dort die Sub-Slices anders (6 statt 8 EUs pro Sub-Slice). Den Angaben von Sisoftware Sandra zufolge könnte Intel die Low-Power-Mikroarchitektur künftig mit ausgewachsenen Core-Kernen der Ice-Lake-Familie kombinieren - denkbar für Celeron- und Pentium-CPUs. Dort kommen zurzeit Gen9.5-GT1-iGPUs (nicht LP) mit insgesamt 12 EUs zum Einsatz.
Passend dazu sprach ein Linux-Patch Ende Februar von einer GT0.5-iGPU innerhalb der Ice-Lake-Generation mit genau 8 EUs. Die oben angesprochene Lösung mit 48 EUs wurde als GT1.5 vermerkt, die gängige GT2 soll 68 EUs spendiert bekommen. Das sind drei Mal mehr als im Falle der GT2 von Kaby- und Coffee Lake. Dass Intel bereits laufendes Ice-Lake-U-Silizium in 10 nm testet, erscheint indes nicht wirklich abwegig. Cannon Lake-U ist schon lange fertig, wird aufgrund von Fertigungsproblemen aber noch nicht in größeren Mengen angeboten.

Wenn GT2 nach wie vor die Standardlösung, für die meisten Consumer-Chips darstellt, wäre das ein sehr großer Sprung bezüglich des Massenmarktes was die iGPU-Leistung angeht.
Das Intel seit 3 Jahren auf einer Stelle festsitzt, trägt natürlich massiv dazu bei.