Gaming Headsets für den PC: 3 konkrete Kauftipps für 3 Budgets
Wenn Sie auf der Suche nach einem Gaming Headset mit oder ohne Kabel sind, haben wir drei konkrete Kaufempfehlungen für den PC in drei Preisklassen. Alle Headsets wurden für Vergleiche getestet.
Sie sind auf der zweiten Seite unserer Gaming Headsets für den PC, weil sie mehr Informationen zu den drei vorgestellten Produkten suchen. Die sollen sie natürlich bekommen:
Auf dieser Seite
Astro A50X - High-End, Dual-Wireless und Open-Back-Design
Den Beginn macht das brandneue Astro A50X. Die seit geraumer Zeit insbesondere bei Konsolenspielern beliebte Brand ist seit 2017 bei Logitech untergekommen. Das neue Astro kann daher auf von Logitech entwickelte Technologien zurückgreifen, darunter die "Lightspeed"-Funktechnologie sowie die Graphene-Treiber des Herstellers (G Pro X 2: 50 mm; Astro A50X: 40 mm). Das Astro A50X bildet indes die absolute Speerspitze der Headsets aus dem Hause Logitech und ist nochmals höher angesetzt, als das Logitech G Pro X 2 Lightspeed (den Vergleichstest finden Sie in der PCGH 04/2024).
Quelle: PCGH
Astro A50X Wireless - Glaskopf
Mit einer UVP von 399 Euro gehört das Astro A50X zu den teuersten Gaming-Headsets. Es wartet allerdings auch mit vielen Qualitäten auf, die nicht nur für Spieler, sondern auch dem gehobenen Musikgenuss dienlich sind. Dazu zählt, neben dem vollen, detaillierten und sehr ausdrucksstarken Klang, der bemerkenswert hohe Komfort. Dieser wird durch die Wireless-Verbindung sowie die offene Bauweise des A50X abermals begünstigt (die Isolation ist allerdings durch das Open-Back-Design stark kompromittiert). Eine Besonderheit sind zudem die HDMI-Anschlüsse an der Rückseite der Basis-Station, die obendrein zum Laden des Headsets dient. Per HDMI (sowie einem zusätzlichen USB-C-Anschluss) können Sie Ihre Konsole anschließen, haben Sie sowohl Xbox als auch Playstation, können Sie gar beide Daddelkisten verbinden. Dank Playsync getaufter Funktion genügt darauf ein Druck auf den direkt am Headset untergebrachten Knopf, und das Headset schaltet sowohl Input als auch den Fernsehkanal um, ohne dass Sie sich von Ihrem Platz erheben oder die verlegte Fernbedienung suchen müssen. Der PC lässt sich ebenfalls zusätzlich verbinden, allerdings via USB-C und ohne Playsync-Funktion. Diese ist demnach insbesondere für Multi-Plattform-Nutzer interessant.
Sie können neben der Funk-Verbindung, den Konsolen und dem PC obendrein Bluetooth nutzen. Im Gegensatz zum Logitech G Pro X 2 Lightspeed, das ebenfalls Funk und Bluetooth bietet, allerdings entweder oder, können Sie die beiden Wireless-Verbindungen beim Astro A50X simultan nutzen und obendrein miteinander abmischen, es handelt sich beim A50X also um ein echtes Dual-Wireless-Headset. Das Astro A50X nutzt obendrein die gleiche Software wie das Logitech-Topmodell, allerdings deutlich weiter ausgebaut und mit einer Menge zusätzlicher Funktionen. Zu diesen zählt etwa ein parametrischer Equalizer, der besonders feines Klang-Tuning erlaubt. Das Astro A50X bietet gar einen EQ für das Mikrofon. Bei diesem handelt es sich im Übrigen um ein Broadcast-Mikrofon, das trotz bandbreitentechnisch tendenziell diffiziler respektive eingeschränkter Wireless-Verbindung mit Vollspektrum aufzeichnet - und unseres Ermessens zum Besten gehört, was Sie aktuell bei einem kabellosen Headset erwarten können. Kurz: Das Astro A50X ist sehr teuer, es ist aber auch sehr gut.
Røde NTH-100M - Fair bepreistes, detailliert tönendes Klinken-Headset
Während das Astro A50X aktuell zur Speerspitze der kabellosen Konsolen- und Gaming-Headsets zählt, ist das Klinken-Headset des australischen Mikrofonspezialisten Røde beinahe so etwas wie ein Gegenentwurf. Das Klinkengerät ist ab rund 170 Euro erhältlich und in Form des NTH-100 ohne "M" auch als Kopfhörer lieferbar. Gegenüber vielen anderen Gaming-Headsets fällt beim NTH-100M die Materialauswahl ins Auge: Statt Kunstlederpolster und viel Plastik spendiert Røde Ihren Ohren und dem Kopfbügel echtes Alacantara-Leder, die Bügelaufhängung ist aus massivem Metall gefertigt und wirkt außerordentlich stabil.
Quelle: PCGH
Røde NTH-100M - Glaskopf (1)
Sehr nützlich sind auch die Arretiervorrichtungen für den Bügel, sie verhindern, dass sich das Headset beim Auf- und Abziehen verstellt und Sie beständig nachjustieren müssen. Weshalb kaum ein anderer Hersteller auf diese naheliegende Idee gekommen ist? Wir wissen es nicht. Die Alcantara-Polster sind sehr angenehm, straff und formstabil, doch zugleich anschmiegend und im Inneren zusätzlich mit einer Cooltech getauften Gelschicht versehen, die effektiv allzu heiße Ohren verhindert. Die Ohrpolster sind zudem der menschlichen Anatomie angeglichen, und zwar schmal, bieten jedoch abseits Lauschern im XXL-Format aufgrund ihrer Form ausreichend Platz. Der satte Sitz der Polster kommt obendrein dem Klang zugute respektive verhindert, dass ein Verrutschen oder ein inkorrekter Sitz des Headsets den Klang negativ beeinflussen.
Der Sound des NTH-100M ist ausdrucksstark, detailliert und akkurat, allerdings nicht komplett neutral, wie man es von einem Studio-Kopfhörer erwarten könnte. Das NTH-100M hat einen leichten Mittenfokus, der die Sprache respektive menschliche Stimmen leicht hervorhebt - die Betonung ist allerdings gemäßigt. Sie ist obendrein beim Spielen zuträglich, denn die Frequenzen, welche die Stimmen betonen, sind auch bei der Ortung von Klängen und der Distanzeinschätzung nützlich. Nützlich ist auch das Mikrofon. Wenig überraschend zeichnet das Mikrofon des für (semi-)professionelle Mikrofone bekannten Herstellers Røde die Stimme sauber, akkurat und einwandfrei verständlich, voll und natürlich auf. Es ist allerdings minimal anfällig für Plosivlaute, wenn Sie den Mikrofonarm sehr nahe am Mund platzierten.
Asus TUF Gaming H1 Wireless
Während sich das Astro A50X preislich in hohen Kreisen bewegt und sich der Headset-Markt auch generell insbesondere nach oben öffnet, bieten Hersteller weiterhin auch Headsets an, die sich an etwas bodenständigere Gamer richten. Das Asus TUF Gaming H1 Wireless ist ein empfehlenswertes Funk-Headset für Spieler, denen in erster Linie an Praktikabilität sowie einer engen Beziehung von Preis und Leistung gelegen ist. Das für rund 60 Euro erhältliche H1 Wireless bietet kräftig tönenden Gaming-Sound, die 40-mm-Treiber betonen allerdings relativ deutlich die unteren Frequenzen, der Bass ist eher satt wummernd, vielmehr voluminös und gemächlich, denn knackig, punchig, flott. Die oberen Mitten stechen ebenfalls etwas hervor, was der Sprachverständlichkeit und zudem auch der Ortung zugutekommt, die mit dem H1 tatsächlich gut funktioniert. Generell ist der Klang aber erfreulich voll, satt und potent, jedenfalls die Preisklasse berücksichtigend.
Quelle: PCGH
Asus TUF Gaming H1 Wireless - Glaskopf
Der relativ geringe Preis des H1 Wireless ist auch bei der Optik und Haptik ersichtlich respektive merklich. Die Materialien wirken ein wenig billig, das Kunstleder, wirkt etwas steifer, weniger anschiegsam, dünne Seitendeckel aus Plastik lassen ebenfalls keine allzu luxuriöse Behaglichkeit zu. Doch sitzt das H1 Wireless trotz des merklichen Spardiktats dank des relativ geringen Gewichts recht bequem auf dem Schädel. Der Anpressdruck ist eher gering, was ein wenig Luft an die Ohren lässt und so allzu schwitzige Lauscher unter dem Kunstleder verhindert, allerdings auch die Isolation negativ beeinflusst. Das Mikrofon ist fest angebracht, dessen Qualität enttäuscht ein wenig. Die Stimme wirkt blechern und dünn, ist aber zumindest gut verständlich. Wenn der primäre Einsatz Ihres Headsets nicht Chat oder Video-Call sind und Sie ein günstiges Headset suchen, ist das H1 Wireless aber dennoch einen Blick wert.
[PLUS] 7 neue Headsets im Test: Razer gegen den Rest der Welt
PCGH Plus: Viele Spieler-Headsets sind über die Zeit gediegener, vielseitiger geworden - stylische Funktionalität statt grelle Aufmerksamkeit. Kostspieliger High-End trendet weiter kräftig. Wir testen 7 neue Headsets. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 08/2023.
mehr ...
Das waren 3 konkrete Kauftipps für 3 Budgets
Das waren die Gaming-Headset-Empfehlungen von PCGH für die Marktsituation im März 2024. Wir weisen darauf hin, dass es selbstverständlich weitere gute, empfehlenswerte Geräte gibt und wir obendrein gedenken, in den kommenden Monaten weitere Geräte respektive Empfehlungen in dieser Form zu ergänzen.
Ziel der konkreten Tipps ist es, Interessenten schneller eine Übersicht über die aktuelle Marktsituation zu liefern, während die Headset-Marktübersicht einen tiefergehenden und allgemeineren Überblick verschafft. Sie können also mit weiteren Headset-Empfehlungen und zukünftigen (Kurz-)Artikeln wie diesem rechnen - neben unseren Tests in Print (auch als Plus-Artikel verfügbar) und in Form von spezifischen Einzeltests, wie etwa zuletzt dem Corsair Virtuoso Pro.


Am liebsten sind mir die für 1000€ mit Bluetooth - feinster Klang mit Kabel, aber nur sbc und aac per funk...
CB bescheinigt dem Mikro auch "eine sehr gute Qualität" - für eine optimale Stimmenaufnahme gebe es aber was Besseres...
Unterschiedliche Wortwahl, aber gleiche Aussage: das Mikro wird gelobt und ist entweder sehr gut oder sogar das Beste, verglichen mit Mikros aus der selben Kategorie kabellose (Gaming-)Headsets.
Der Trend ist ja auch bei Kopfhörern unübersehbar, obwohl selten ein Mehrwert gegeben ist. Ganz im Gegenteil, lässt häufig die Verarbeitung schon zu wünschen übrig. Klanglich sind Kopfhörer doch schon längst so gut wie ausgereizt, zumal es um unser Gehör gar nicht so gut bestellt ist.
Wobei das auch ein Feld ist, wo selten rational entschieden wird, ähnlich, wenn es um Hifi-Lautsprecher geht. Verständlich, dass sich die Hersteller diesen Umstand zunutze machen. Selbst ich bin ich nicht gänzlich frei davon...
Erschwert wird das Ganze, dass sogenannte Testberichte sich häufig auf ganz dünnem Eis bewegen, im Hifi Forum gibt's dazu einen sehr erhellenden Thread. Zumal bei Kopfhörern die persönlichen Präferenzen noch zu berücksichtigen wären. Floyd E. Toole hat zu dem Thema geforscht und eine sehr aufschlussreiche Abhandlung verfasst
Kleines Bsps. am Rande: Sennheiser stattet eine Vielzahl seiner Kopfhörer mit identischen Treiber aus, die Klangcharakteristik erledigt ein kleines Plättchen. Umbauanleitungen sowie Dokumentationen gibt's dazu zuhauf im Netz.
Zu Marshall: Mir sind die noch von dazumal ein Begriff, nur verbinde ich die mit Gitarren Verstärker auf Röhren-Basis. Irgendwann, weit vor 2023 schien sich Marschall auch im Home-Bereich breit machen zu wollen, nur wirkt deren Produkte auf mich stets wie billige Kopien.
Nur sollte mittlerweile der Fortschritt so weit Einzug gehalten haben, dass selbst günstige Treiber ansprechende Ergebnisse erzielen. Kurioserweise verstehen, dass einige Hersteller als Aufforderung, die holde Kundschaft so richtig abzuschöpfen. Würde mich nicht wundern, wenn die Fertigungsstätten für No Name wie etablierte Marke identisch sind.
mit frdl. Gruß
Zu Marshall: seit 2010 verkauft der schwedische Kophörer und Lautsprecherspezialist Zound Industries seine Produkte unter dem Marshall-Label. Letztes Jahr wurde Marshall auch von denen komplett aufgekauft und das Ganze nennt sich jetzt Marshall Group. Ich glaube das ist Spezialist genug
PCGH lobt das Astro-mic als das Beste unter der Einschränkung "bei kabellosen Headsets".
Wer also auf eine optimale Stimmenaufzeichnung angewiesen ist, zB. Podcaster, wird bei verkabelten Headsets oder eigenständigen Mikors was besseres finden.
CB bescheinigt dem Mikro auch "eine sehr gute Qualität" - für eine optimale Stimmenaufnahme gebe es aber was Besseres...
Unterschiedliche Wortwahl, aber gleiche Aussage: das Mikro wird gelobt und ist entweder sehr gut oder sogar das Beste, verglichen mit Mikros aus der selben Kategorie kabellose (Gaming-)Headsets.
Deswegen interpretiere ich die Bewertung von CB auch nicht als "Kritik", sondern als faire Einordnung. Die Anforderung ist ja nicht "beste Quali für Podcasts oder Gesangsaufnahmen".
Ich hätte gerne das Beyerdynamic MMX im Vergleich gesehen, aber ich glaube nicht dass es insgesamt besser ist als das Astro. Und die wirklich besseren fangen ja erst bei 600€ aufwärts an..ohne uneingeschränkt empfehlenswert zu sein.
Am liebsten sind mir die für 1000€ mit Bluetooth - feinster Klang mit Kabel, aber nur sbc und aac per funk...
Im Übrigen zitierst du eine Aussage, die dem CB entnommen wurde. Ergo wäre es nett, wenn du diese auch als solche deklarierst und nicht mir in die Schuhe schiebst. Hinzu kommt, du den Kontext missachtest, schließlich hat PCGH dem Mikro Broadcast-Qualität bescheinigt, während CB sich in Kritik übt.
Das Astro A50X bietet gar einen EQ für das Mikrofon. Bei diesem handelt es sich im Übrigen um ein Broadcast-Mikrofon, das trotz bandbreitentechnisch tendenziell diffiziler respektive eingeschränkter Wireless-Verbindung mit Vollspektrum aufzeichnet - und unseres Ermessens zum Besten gehört, was Sie aktuell bei einem kabellosen Headset erwarten können. Kurz: Das Astro A50X ist sehr teuer, es ist aber auch sehr gut.
Bei RØDE gehe ich ja noch mit, nur bezweifle ich, dass Logitech, Asus, Corsair oder wie sich nicht alle heißen, etablierten Herstellen das Wasser reichen können, zumal das mit Sicherheit keine Eigenentwicklungen sind, sondern nur zugekauft wird.
Dass auch günstig vernünftige Ergebnisse erzielbar sind, will ich gar nicht abstreiten, nur reden wir hier von Preisen von 400,- sowie 180,- Euro. Von daher darf das Ganze sehr wohl kritisch betrachtet werden.
mit frdl. Gruß
Mit meinen Marshall´s kann ich nicht in der Küche weiterquatschen, nicht ohne sehr langes Klinkenkabel....da ist das corsair void pro wireless definitiv überlegen ^_^
Zugegeben, meine Aussage bezog sich in erster Linie auf kabelgebundene Varianten. Was den Kauftipp Astro A50X angeht, scheiden sich die Geister. Während für PCGH keinen Verbesserungsbedaf sieht...
Das Astro A50X bietet gar einen EQ für das Mikrofon. Bei diesem handelt es sich im Übrigen um ein Broadcast-Mikrofon, das trotz bandbreitentechnisch tendenziell diffiziler respektive eingeschränkter Wireless-Verbindung mit Vollspektrum aufzeichnet - und unseres Ermessens zum Besten gehört, was Sie aktuell bei einem kabellosen Headset erwarten können. Kurz: Das Astro A50X ist sehr teuer, es ist aber auch sehr gut.
übt CB dezente Kritik...
Das Mikrofon des Astro A50X liefert für Sprachchats auf Konsolen und dem PC mit Freunden beim Spielen eine sehr gute Qualität. Man ist klar verständlich und die Stimme klingt natürlich. Beim Spielen spricht deshalb nichts gegen die Nutzung des integrierten Mikrofons des Logitech G Astro A50 X Lightspeed. Das Vollband-Mikrofon mit 16 Bit und 48 kHz macht sich auch im Vergleich zum Pro X 2 bezahlt und schneidet besser ab.
Natürlich ist das Mikrofon des Astro A50X nicht die erste Wahl, wenn man Podcasts aufzeichnen möchte und es um optimale Sprachqualität geht. Dafür ist es als Teil eines Gaming-Headsets aber ohnehin nicht gedacht und Podcaster greifen weiterhin zu eigenständigen Mikrofonen.
Quelle: Logitech G Astro A50 X Lightspeed im Test: Gaming-Headset mit HDMI-2.1-Switch für PC, PlayStation und Xbox
Persönlich bin ich immer sehr skeptisch, was solche Tests angeht, insbesondere bei diesem Preisgefüge. RØDE ausgenommen, steht weder Logitech noch Asus für besondere Qualität in dem Bereich. Zumal die beiden Letztgenannten für mich nicht als etablierte Hersteller gelten. Die würde ich doch eher unter Zukäufer verorten oder entwickeln die neuerdings selbst ihre Treiber?
Oder anders formuliert: Mir ist noch kein Headset untergekommen, welches separaten Kopfhörern ebenbürtig ist. Selbiges gilt auch für's Mikrofon.
mit frdl. Gruß