Intel Haswell: Details zu Cache, Speicher, TDP und Befehlsatz-Erweiterungen der Desktop-Modelle
Intels kommende Prozessor-Generation, Codename Haswell, erscheint für den Sockel 1150 und bringt zumindest im Desktop-Bereich ein paar Veränderungen gegenüber den Sandy- sowie Ivy-Bridge-Modellen, die derzeit im Handel sind. PCGH fasst zusammen.
Möglicherweise hängt es mit dem bald stattfindenden IDF (Intel Developer Forum) zusammen, dass in den letzten Tagen und Wochen so viele Informationen zu Haswell durchsickern - denn der Hersteller wird es sich auf der diesjährigen Hausmesse nicht nehmen lassen, ausführlich über Haswell zu sprechen. Die sogenannte "Shark Bay"-Plattform besteht aus einem Haswell-Prozessor samt integrierter Grafikeinheit und einem "Lynx Point"-Chipsatz, als Fertigung dient Intel das aktuelle 22-Nanometer- respektive für den Luchs das 32-Nanometer-Verfahren [korrigiert, keine 45 nm!]. Haswell setzt im Desktop-Bereich auf den neuen Sockel 1150 (alias H3), frische Mainboards sind also Pflicht.
Die Topmodelle werden wie gehabt als Core i7 bezeichnet, gegenüber aktuellen Versionen ändert sich abseits der neuen Grafikeinheit und der höheren CPU-Leistung wenig: Vier Kerne samt SMT werden von acht MiByte L3-Cache und DDR3-1600-Speicher unterstützt, als Grafikeinheit dient das GT2-Modell (die mittlere Ausbaustufe). Die Core i7 verfügen zudem über alle Befehlsatz-Erweiterungen, darunter auch die neuen - etwa die HNI (Haswell New Instructions) wie AVX2 oder FMA3. Die TDP-Klassen reichen von 45 Watt (T-Suffix) und 65 Watt (S-Suffix) bis hin zu 95 Watt - mehr als bei den aktuellen Ivy Bridges, aber eben auch mit mehr Leistung inklusive Turbo.
Die Core i5 müssen auf SMT verzichten und der L3-Cache schrumpft leicht auf sechs MiByte - so weit nichts Neues. Ein Turbo steht nach wie vor zur Verfügung, ebenso die Haswell New Instructions (HNI) und das bekannte AES. Die Unterstützung von DDR3-1600 sowie die TDP-Klassen entsprechen denen der Core i7. Die Core i3 der Haswell-Generation sind wie üblich Dualcores samt SMT, Intel spendiert aber ein MiByte L3-Cache mehr und somit sind vier MiByte vorhanden - dafür gibt's immer noch keinen Turbo. War AVX bisher exklusiv für die i5/i7, so erhält dies nun auch die i3-Serie. Die TDP der sparsamen T-Chips bleibt bei 35 Watt, die normalen Modelle liegen mit 60 Watt genau zwischen den Sandy- und Ivy-Pendants (65 und 55 Watt).
Die kleinsten Modelle werden die Pentiums und Celerons: SMT ist deaktiviert, nur zwei Kerne rechnen und die GT1-Grafikeinheit ist in ihren Fähigkeiten beschnitten. In Sachen Befehlsatz-Erweiterungen sieht's eher düster aus, immerhin bieten die Pentium drei bis vier MiByte L3-Cache, die Celerons nur magere zwei MiByte und obendrein nur DDR3-1333-Support.
| Modellreihe (Desktop) | Kerne | SMT | L3-Cache | AXV | AES | Turbo | Speicher | Grafikeinheit | TDP-Klassen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core i7 | 4 | Ja | 8 MiByte | Ja | Ja | Ja | DDR3-1600 | GT2 | 45W, 65W, 95W |
| Core i5 | 4 | Nein | 6 MiByte | Ja | Ja | Ja | DDR3-1600 | GT2 | 45W, 65W, 95W |
| Core i3 | 2 | Ja | 4 MiByte | Ja | Nein | Nein | DDR3-1600 | GT2/GT1 | 35W, 60W |
| Pentium | 2 | Nein | 4/3 MiByte | Nein | Nein | Nein | DDR3-1600/-1333 | GT1 | 35W, 60W |
| Celeron | 2 | Nein | 2 MiByte | Nein | Nein | Nein | DDR3-1333 | GT1 | 35W, 60W |
Quelle: CPU-World
damit die noch eine kleine chance haben ran zu kommen.
Für mich jetzt, als einer der Baldmöglich umsteigen möchte, wenn das Geld passt, würde ich sagen, kann man den Auslassen.
Aber so lassen die wenigstens noch AMD luft
So pauschal kennste nicht sagen, das jemand, der öfters mal ne ordentliche CPU brauch, auch ne gute GPU brauch.
Und mit 6 Kernern, die klar gehen würden, kanibalisiert man sich halt S2011. Das wäre dumm von Intel, das zu machen.
Wie gesagt, wer mehr will, kann sich ja das auch kaufen. Intel, genau wie AMD sind aber halt wirtschaftliche Unternehmen
Bürorechner brauchen keine Quadcores.
Rechner, die Quadcores brauchen brauchen -mit wenigen Ausnahmen- auch eine dickere GraKa
Rechner die Quadcores brauchen können in vielen Fällen dafür aber auch noch mehr Kerne brauchen.
Vermutlich. Wie gesagt: die Desktop Sandy/Ivy Bridges sind ein Nebenprodukt einer Notebookplattform.
Allzu groß wäre der Aufwand einen Sechskerner ohne IGP für die Plattform zu bringen aber vermutlich nicht. Es fehlt vor allem auch, wie gesagt, der wirtschaftliche Druck- die Quadcores reichen ja, wie gesagt aus um sich klar von der Konkurrenz abzusetzen.
In der Praxis, heute und in den nächsten Jahren wären mehr starke Kerne auf der selben Chipfläche dennoch fast immer sinnvoller.
Und wenn man schon eine dezidierte GPU hat...
HSA/HSC ist mir wurst wie Intel das nennen wird, man weiß was gemeint ist.
6 Kerne könnte Intel auch so, aber auch ich sehe den Sinn nicht.
Möglichkeiten gibt es ja mit S.2011
Ich hab keine Ahnung wie die nutzung der IGP insgesammt ist,
aber wir paar Deutschen PC-Freaks interessiern nicht wirklich.
CPU und Grafik zu verschmelzen ist auch für mich der nächste logisch schritt.
Und irgendwer muss es ja bezahlen
Ich war wenigstens noch HighEnd mit S.1366, heute ist man da ja eine Generation zurük.
HighEnd ist das nicht mehr wenn die Notebook-CPU technisch besser sind.
Und auch bei mir war es für mich kein HighEnd mehr wenn normale DT-CPU schneller sind.
Wer keine 6 Kerne braucht hat mit Z77 mehr HighEnd und bekommt noch ne noch Graka geschenkt