Intel Haswell: Details zu Cache, Speicher, TDP und Befehlsatz-Erweiterungen der Desktop-Modelle

49
News Marc Sauter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Intels kommende Prozessor-Generation, Codename Haswell, erscheint für den Sockel 1150 und bringt zumindest im Desktop-Bereich ein paar Veränderungen gegenüber den Sandy- sowie Ivy-Bridge-Modellen, die derzeit im Handel sind. PCGH fasst zusammen.

Möglicherweise hängt es mit dem bald stattfindenden IDF (Intel Developer Forum) zusammen, dass in den letzten Tagen und Wochen so viele Informationen zu Haswell durchsickern - denn der Hersteller wird es sich auf der diesjährigen Hausmesse nicht nehmen lassen, ausführlich über Haswell zu sprechen. Die sogenannte "Shark Bay"-Plattform besteht aus einem Haswell-Prozessor samt integrierter Grafikeinheit und einem "Lynx Point"-Chipsatz, als Fertigung dient Intel das aktuelle 22-Nanometer- respektive für den Luchs das 32-Nanometer-Verfahren [korrigiert, keine 45 nm!]. Haswell setzt im Desktop-Bereich auf den neuen Sockel 1150 (alias H3), frische Mainboards sind also Pflicht.

Die Topmodelle werden wie gehabt als Core i7 bezeichnet, gegenüber aktuellen Versionen ändert sich abseits der neuen Grafikeinheit und der höheren CPU-Leistung wenig: Vier Kerne samt SMT werden von acht MiByte L3-Cache und DDR3-1600-Speicher unterstützt, als Grafikeinheit dient das GT2-Modell (die mittlere Ausbaustufe). Die Core i7 verfügen zudem über alle Befehlsatz-Erweiterungen, darunter auch die neuen - etwa die HNI (Haswell New Instructions) wie AVX2 oder FMA3. Die TDP-Klassen reichen von 45 Watt (T-Suffix) und 65 Watt (S-Suffix) bis hin zu 95 Watt - mehr als bei den aktuellen Ivy Bridges, aber eben auch mit mehr Leistung inklusive Turbo.

Die Core i5 müssen auf SMT verzichten und der L3-Cache schrumpft leicht auf sechs MiByte - so weit nichts Neues. Ein Turbo steht nach wie vor zur Verfügung, ebenso die Haswell New Instructions (HNI) und das bekannte AES. Die Unterstützung von DDR3-1600 sowie die TDP-Klassen entsprechen denen der Core i7. Die Core i3 der Haswell-Generation sind wie üblich Dualcores samt SMT, Intel spendiert aber ein MiByte L3-Cache mehr und somit sind vier MiByte vorhanden - dafür gibt's immer noch keinen Turbo. War AVX bisher exklusiv für die i5/i7, so erhält dies nun auch die i3-Serie. Die TDP der sparsamen T-Chips bleibt bei 35 Watt, die normalen Modelle liegen mit 60 Watt genau zwischen den Sandy- und Ivy-Pendants (65 und 55 Watt).

Die kleinsten Modelle werden die Pentiums und Celerons: SMT ist deaktiviert, nur zwei Kerne rechnen und die GT1-Grafikeinheit ist in ihren Fähigkeiten beschnitten. In Sachen Befehlsatz-Erweiterungen sieht's eher düster aus, immerhin bieten die Pentium drei bis vier MiByte L3-Cache, die Celerons nur magere zwei MiByte und obendrein nur DDR3-1333-Support.

Modellreihe (Desktop) Kerne SMT L3-Cache AXV AES Turbo Speicher Grafikeinheit TDP-Klassen
Core i7 4 Ja 8 MiByte Ja Ja Ja DDR3-1600 GT2 45W, 65W, 95W
Core i5 4 Nein 6 MiByte Ja Ja Ja DDR3-1600 GT2 45W, 65W, 95W
Core i3 2 Ja 4 MiByte Ja Nein Nein DDR3-1600 GT2/GT1 35W, 60W
Pentium 2 Nein 4/3 MiByte Nein Nein Nein DDR3-1600/-1333 GT1 35W, 60W
Celeron 2 Nein 2 MiByte Nein Nein Nein DDR3-1333 GT1 35W, 60W

Quelle: CPU-World

Bildergalerie

49
    • Kommentare (49)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Jan565 Volt-Modder(in)
        Naja, so viel schneller wird der auch nicht sein als Ivy Bridge oder Sandy Bridge.

        Für mich jetzt, als einer der Baldmöglich umsteigen möchte, wenn das Geld passt, würde ich sagen, kann man den Auslassen.

        Aber so lassen die wenigstens noch AMD luft damit die noch eine kleine chance haben ran zu kommen.
      • Von Jan565 Volt-Modder(in)
        Naja, so viel schneller wird der auch nicht sein als Ivy Bridge oder Sandy Bridge.

        Für mich jetzt, als einer der Baldmöglich umsteigen möchte, wenn das Geld passt, würde ich sagen, kann man den Auslassen.

        Aber so lassen die wenigstens noch AMD luft damit die noch eine kleine chance haben ran zu kommen.
      • Von Skysnake Lötkolbengott/-göttin
        Also ich compiliere im Moment oft Linux/Module, und da freut man sich über die Rechenleistung. Bei uns am Institut gibts auch viele Leute, die recht ordentlich Rechenleistung brauchen, aber nicht immer auf die Server gehen, weils lokal geschickter ist (kein NFS usw usw)

        So pauschal kennste nicht sagen, das jemand, der öfters mal ne ordentliche CPU brauch, auch ne gute GPU brauch.

        Und mit 6 Kernern, die klar gehen würden, kanibalisiert man sich halt S2011. Das wäre dumm von Intel, das zu machen.

        Wie gesagt, wer mehr will, kann sich ja das auch kaufen. Intel, genau wie AMD sind aber halt wirtschaftliche Unternehmen
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Zitat
        Superwip, die iGPUs werden im Schnitt aber öfter benutzt, als Sie nicht benutzt wird. In den ganzen Bürorechnern usw. läuft die iGPU.

        Bürorechner brauchen keine Quadcores.

        Rechner, die Quadcores brauchen brauchen -mit wenigen Ausnahmen- auch eine dickere GraKa

        Rechner die Quadcores brauchen können in vielen Fällen dafür aber auch noch mehr Kerne brauchen.

        Zitat
        Es ist einfach nicht den Aufwand wert, die iGPU weg zu lassen

        Vermutlich. Wie gesagt: die Desktop Sandy/Ivy Bridges sind ein Nebenprodukt einer Notebookplattform.

        Allzu groß wäre der Aufwand einen Sechskerner ohne IGP für die Plattform zu bringen aber vermutlich nicht. Es fehlt vor allem auch, wie gesagt, der wirtschaftliche Druck- die Quadcores reichen ja, wie gesagt aus um sich klar von der Konkurrenz abzusetzen.

        Zitat
        Und Intel wird in absehbarer Zeit genau so die iGPU für Berechnungen nutzen, wie dies AMD tut/vor hat. Man kann es sich einfach aus Effizienzgründen nicht mehr leisten, einfach alles auf der CPU laufen zu lassen. GPUs können halt manche/viele Sachen viel besser als jede CPU.

        In der Praxis, heute und in den nächsten Jahren wären mehr starke Kerne auf der selben Chipfläche dennoch fast immer sinnvoller.

        Und wenn man schon eine dezidierte GPU hat...
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von steinschock
        Das einzige was sich wirklich ändert hat PCGH nicht erwähnt. Die Spannungsregulierung wandert auch in die CPU.
        Habe ich mehrfach in anderen Meldungen erwähnt, daher hier nicht.
      • Von steinschock Volt-Modder(in)
        TDP zählt nur wenn die IGP an ist, ansonsten sind es 7W weniger.

        HSA/HSC ist mir wurst wie Intel das nennen wird, man weiß was gemeint ist.

        6 Kerne könnte Intel auch so, aber auch ich sehe den Sinn nicht.
        Möglichkeiten gibt es ja mit S.2011

        Ich hab keine Ahnung wie die nutzung der IGP insgesammt ist,
        aber wir paar Deutschen PC-Freaks interessiern nicht wirklich.

        CPU und Grafik zu verschmelzen ist auch für mich der nächste logisch schritt.
        Und irgendwer muss es ja bezahlen

        Ich war wenigstens noch HighEnd mit S.1366, heute ist man da ja eine Generation zurük.
        HighEnd ist das nicht mehr wenn die Notebook-CPU technisch besser sind.

        Und auch bei mir war es für mich kein HighEnd mehr wenn normale DT-CPU schneller sind.

        Wer keine 6 Kerne braucht hat mit Z77 mehr HighEnd und bekommt noch ne noch Graka geschenkt
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk