Lippen-Interface LipIO für Menschen mit Behinderung präsentiert

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Behinderung
Quelle: MabelAmber via Pixabay

Forscher der Universität von Chicago haben mit LipIO ein Interface für Menschen mit Behinderung gezeigt, das per Elektrode Input und Outputs über die Oberlippe abnehmen kann. In einem Video haben sie erste Möglichkeiten der Lösung gezeigt, die viel Potenzial bietet. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.

Moderne Technik bietet viele Optionen, die das Leben vereinfachen können und eine Inklusion von Menschen mit Behinderung ermöglichen. Forscher an der Universität von Chicago haben dazu LipIO entwickelt, das als Computer-Interface an der Oberlippe montiert werden kann und eine Interaktion ohne Augen- oder Handkontakt ermöglicht. Zum Einsatz kommt dabei eine dünne Folie, in der sich fünf Elektroden befinden, die mittels Elektrostimulation eingesetzt werden können und entweder Informationen an den Nutzer abgeben oder aufnehmen können.

In dem Video zu dem Projekt wird unter anderem gezeigt, wie LipIO es ermöglicht, eine Tür zu öffnen und die Klingel zu deaktivieren, wie man eine Gitarre stimmen kann, wie Navigationsdaten per Lippen an den Nutzer weitergegeben werden können und wie man damit spielen kann. Zumeist laufen diese Interaktionen so ab, als dass der Nutzer einen Impuls an seine Lippe bekommt, um die anstehende Interaktion zu erkennen.

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Darauf kann er dann durch den Kontakt mit einer bestimmten Elektrode reagieren und beispielsweise die Klingel abstellen. Im Anschluss stehen weitere Interaktionsmöglichkeiten, wie z. B. das Öffnen der Tür durch die Zunge, an. Dieses Konzept eignet sich nicht nur für Menschen mit Behinderung, sondern auch ansonsten im Alltag oder an Arbeitsplätzen, bei denen die Nutzer keine freie Hand haben und anderenfalls ihre Tätigkeit für eine Interaktion unterbrechen müssten.

Bisher ist LipIO noch fest verkabelt, doch zukünftig soll eine kabellose Version zum Einsatz kommen. Denkbar ist außerdem eine Kombination mit einem VR-Headset, vor allem im Bereich der Spiele, da dadurch zusätzlicher Realismus gegeben sein könnte und das haptische Feedback sinnvoll eingesetzt werden könnte. Zukünftig möchte das Team seine Ressourcen für die Verringerung der Größe der Einheit einsetzen, um sie massenkompatibel zu machen.

Quelle: PC Gamer

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