PC im Steckkartenformat: Intel haucht Project Christine neues Leben ein
Intel hat auf einem Event die Idee eines modularen PCs in einer neuen Version als The Element gezeigt. Hierbei befindet sich ein kompletter PC auf einem Dual-PCI-Express-Kartenslot. Dieser Steckkarten-Computer lässt sich von OEM-Partnern in eigene Gehäuse integrieren und erweitern. Auch ein Marktstart steht fest.
Modular aufgebaute Computer werden immer mal wieder entworfen. So möchte man dem Kunden höchstmögliche Flexibilität bieten. Im Jahr 2014 hatte beispielsweise Razer die Idee, einen PC in Modulen anzubieten. Das Project Christine erblickte jedoch nie das Licht dieser Welt. Intel hat nun auf einem Event in London den Prototypen eines neuen PCs vorgestellt. Unter dem Titel The Element ist ein Modul entwickelt worden, welches einen vollständigen PC beinhaltet. So sind eine CPU, Arbeitsspeicher, eine SSD und natürlich das Mainboard in einem kompakten Gehäuse zusammengefasst. The Element belegt den Platz einer Dual-PCI-Express-Kartenslots. Laut Planungen sollen derartige Rechenmodule an PC-Hersteller geliefert werden, die dann diese in Komplett-PCs integrieren können. Hierzu erhalten die OEM-Partner auch noch ein passendes Mainboard, auf dem weitere PCI-Express-Anschlüsse enthalten sein können.
Leistungsmerkmale des Prototyps
Dem Magazin Anandtech wurde der Prototyp gezeigt. Im Inneren befindet sich ein verlöteter Xeon-Prozessor inklusive Grafikeinheit. Zudem stehen vier USB-Anschlüsse bereit, die jeweils USB 3.1 mit 5 Gbps zur Verfügung stellen. Für die Verbindung zu einem Monitor kann man HDMI 2.0 oder zwei Thunderbolt 3 nutzen. Ins Internet geht The Element mit zwei Gigabit-LAN-Anschlüssen. Sowohl der Arbeitsspeicher, als auch die SSDs lassen sich vom Nutzer austauschen. Die Idee ist, dass sich ein Nutzer einen Steckkarten-Computer kaufen und dann beispielsweise einfach Komponenten des umgebenden Komplett-PCs tauschen kann, ohne das eigentliche Rechenmodul anfassen zu müssen. Im Vergleich zu den Compute-Karten von Intel sollen die PCs in Größe eines Dual-PCI-Express-Kartenslots wesentlich mehr Leistung bieten, haben aber auch größere Abmessungen. Computer wie The Element können ja auch mit einem Intel Xeon daherkommen, während die Compute Cards auf mobile Intel Core-Prozessoren beschränkt ist. Mittlerweile hat der Chiphersteller bestätigt, dass man nur noch die aktuelle Generation der Compute Cards abverkaufen, es jedoch keinen direkten Nachfolger geben wird. Nun sollen die größeren und leistungsstärkeren PCs im Steckkartenformat für neue NUCs oder andere Formfaktoren sorgen. Wie Intel mitteilte, soll der Marktstart für den PC im PCI-Express-Format im Frühjahr 2020 stattfinden.
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Fakten zu Project Christine:
- Intel hat auf einem Event in London einen neuen Prototypen im Format eines Dual-PCI-Express-Kartenslots vorgestellt.
- Im Inneren stecken alle Komponenten eines herkömmlichen PCs. Der Speicher lässt sich austauschen.
- Der Steckkarten-PC lässt sich auf ein spezielles Mainboard montieren und so noch erweitern.
- Die OEM-Partner sollen entsprechende PCs im Dual-PCI-Express-Kartenslot im Frühjahr 2020 auf den Markt bringen.
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Quellen: Anandtech, Drwindows (1), Drwindows (2), Intel(1), Intel (2), Tomshardware

Edison war klein:
Intel Edison – Wikipedia
Jep , hatte in der Tat die Knight's Landing/Crossing oder wie die Dinger hießen im Kopf . Das es solche seltsamen Kartendinger auch noch gibt war mir tatsächlich unbekannt ... ich dachte ein NUC wär das kleinste Komplet-Sys von Intel *g* . Die sind wenigstens wirklich SEHR Transportabel und liefern genug Leistung zum arbeiten + Konnektivität die völlig ausreichend ist .