Halo Infinite im Test: GPU- und CPU-Benchmarks
Das Herzstück unseres Techniktests von Halo Infinite: die Benchmarks von Grafikkarten und Prozessoren.
Halo Infinite im Technik-Test: GPU-Benchmarks
Wie immer beschäftigen wir uns im Team mit den ersten Spielstunden, um die Performance kennenzulernen. Das haben wir auch bei Halo Infinite an verschiedenen Rechnern getan. Bei allen Benchmarks kommen die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia zum Einsatz, in diesem Fall der Geforce GRD 497.09 WHQL und die Radeon Software 21.12.1. Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind bei den PCGH -Benchmarks seit April dieses Jahres standardmäßig aktiv. Wie immer bieten wir Ihnen die Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können.
Wir haben uns dazu entschieden, die Benchmarks erst dann anzufertigen, wenn Halo Infinite offiziell erschienen ist und mit entsprechenden Last-Minute-Fixes bestückt wurde - Benchmarks, die vor dem heutigen Tag veröffentlicht wurden, basieren auf einer fast (aber eben nur fast) fertigen Review-Version. Da Halo Infinite erst am Abend des 8. Dezember freigeschaltet wurde, zogen sich die Grafikkarten-Benchmarks bis Freitagabend.
Als Grafikkarten-Benchmarkszene haben wir, wie immer, einen überdurchschnittlich anspruchsvollen Abschnitt auserkoren. Diesen fanden wir nach gut sechs Stunden innerhalb der Singleplayer-Kampagne und Erkundung der weitläufigen Spielwelt Halo Zeta. Die von uns erdachte Szene und Choreografie eignet sich sowohl zum Stressen von Grafikkarten als auch Prozessoren: Wir spawnen am nördlich gelegenen Tremonius-Außenposten (das ist der erste, welchen Sie in der Open World verlassen), schnappen uns dort einen Warthog und rasen aus der Basis die Straße hinab. Die Szene ist aufgrund der hohen Weitsicht auf große Teile des Rings sowie das nötige Streaming überdurchschnittlich anspruchsvoll, aber zumindest für Grafikkarten kein Worst-Case-Szenario. Wer mit- oder nachtesten möchte, sieht die Testszene im eingebetteten Video.
Halo Infinite - GPUs
Bitte wählen Sie Ihre gewünschte Auflösung im Drop-Down-Menü! / Please choose your desired resolution in the drop-down-menu!
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Die bereits getesteten Modelle zeigen, dass Halo Infinite mit maximalen Details kein Kostverächter ist - richtig flüssig läuft die offene Welt auf der GPU-Mittelklasse nicht. Außerdem ist ein klares Radeon-Faible erkennbar, auf RX-6000-Grafikkarten läuft das Spiel überdurchschnittlich gut. Dass eine Radeon RX 6800 sowohl in Full HD als auch WQHD vor einer Geforce RTX 3080 liegt, hatten wir selbst im Radeon-freundlichen Battlefield 2042 nicht. Angesichts der betonten Zusammenarbeit mit AMD ist das aber nicht verwunderlich. Der Vergleich zwischen RTX 3060 12GB und RTX 2060 6GB offenbart daneben, wie es um den Hunger auf Grafikspeicher steht: Mit 6 GiByte kommt es immer wieder zu heftigen, fühlbaren Nachladerucklern beim Navigieren durch die weitläufige Spielwelt - bereits in Full HD. Mit 8 GiByte treten diese Ruckler ebenfalls auf, allerdings etwas seltener und sanfter. Nvidias Entscheidung, die RTX 2060 nun auch mit 12 GiByte zu veröffentlichen, kann man angesichts dieser Werte nur begrüßen.
Dynamic Resolution to the rescue!
Da die Geforce GTX 1060 6GB als bisher langsamstes Modell auf keinen grünen Zweig kommt, haben wir hier mit der dynamischen Auflösung herumgespielt. Halo Infinite erlaubt das Setzen von Fps-Zielen (Targets), welche mithilfe einer dynamisch reduzierten Auflösung erreicht werden sollen. Im Falle der GTX 1060/6G ist das ein schwieriges Unterfangen: Selbst mit 60 Fps als minimal gewünschter Bildrate läuft Halo Infinite nicht flüssig (die übrigen Details bleiben maximal). Immerhin klettert die Bildrate in "Full HD" von rund 21 auf 34 Fps, was in Kombination mit weiterem Detailverzicht durchaus spielbare Bildraten ergeben kann. Hübsch ist Halo Infinite dann jedoch nicht mehr, vor allem die Texturdarstellung leidet empfindlich unter der reduzierten Auflösung. Eine Geforce GTX 1070 lässt sich mithilfe der dynamischen Auflösung in Full HD auf 50 Durchschnitts-Fps hieven, was ähnlich matschig aussieht, aber mit etwas Leidensfähigkeit spielbar ist.
Halo Infinite auf Geforce GTX 1060 6GB: Mittels Dynamic Resolution sind Bildraten jenseits der 30 Fps möglich - hübsch ist das Spiel dann aber nicht mehr.
Quelle: PC Games Hardware
Halo Infinite im Technik-Test: CPU-Benchmarks
Die 12. Core-Generation der Intel-Prozessoren bringt eine Tatsache mit sich, die sich mit unserer bisherigen Testmethodik beißt: Windows 11. Das liegt am verwendeten Intel Thread Director, der (bislang) nur mit Windows 11 korrekt funktioniert. Wir gehen mit Microsofts Ansage konform, dass Sicherheit an erster Stelle steht. Wir sahen uns daher gezwungen, eine zweite Test-Plattform aufzubauen, die auf Windows 11 und die Sicherheitsmaßnahmen TPM, Secure Boot und die Kernisolierung (HVCI) setzt. Da sich diese Dinge neben dem Betriebssystem auf die CPU-Leistung auswirken, sind die neuen CPU-Daten nicht mit der alten Windows-10-Konfiguration vergleichbar. Wir haben neben diesen Änderungen zudem die Hardware-beschleunigte GPU-Planung in Windows 11 aktiviert. Wie auch bei allen anderen offiziellen PCGH-CPU-Benchmarks gilt, dass wir die jeweilige CPU vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterziehen, damit temporäre Turbo-Modi die Ergebnisse nicht verfälschen. Zusätzliche konfigurieren wir ein TDP-Limit: Jede CPU wird auf die Parameter fixiert, die der Hersteller für das jeweilige Modell vorsieht. Alle Messungen werden mittels CapFrameX durchgeführt. Jeder Benchmark-Durchlauf wird mindestens dreimal wiederholt.
Für die Prozessor-Benchmarks setzen wir auf die gleiche Testszene, welche, wie oben erläutert, das gesamte System stresst - tatsächlich liegt der Fokus auf der CPU-Last, zumindest bei langsameren Modellen. Spätestens die aktuelle Generation bestehend aus AMD Zen 3 und Intel Alder Lake krankt dann an der GPU-Last und kann die Prozessor-Rohleistung nicht ganz auf die Straße bringen. Dafür kann sich die Kernskalierung sehen lassen.
Halo Infinite - CPUs
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Als Bonus können Sie zwei weitere CPU-Benchmarks einblenden, die mit unserem stark optimierten AMD Ryzen 9 5950X im Grafikkarten-Testsystem entstanden sind. Dies ist je einmal mit einer RTX 3090 und RX 6900 XT geschehen - mit dem klaren Ergebnis, dass die AMD-GPU wesentlich höhere Bildraten aus der Infrastruktur presst, während der Nvidia-Chip an einem Overhead zu leiden scheint. Diesem Overhead fallen auch bessere Ergebnisse für alle Prozessoren ab dem Core i5-11400F zum Opfer. Je schneller eine CPU dabei ist, desto weniger kann sie sich in dem Fall absetzen. So kommt es, dass ein inzwischen altehrwürdiger Core i9-10900K nur vier Prozent unter einem Core i7-12700K liegt, normalerweise wären es rund 20 Prozent. Das kommt Ihnen aus Sicht der Performance aber zugute, die CPU-Last ist zwar zu jeder Zeit gegeben und verteilt sich auch sehr gut auf viele Kerne, limitierend ist jedoch die Grafikkarte, auch bei maximalen Details mit maximalen Draw Calls.
Halo Infinite im Technik-Test: Prozessor-Frametimes
Halo Infinite - Frametimes
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Die Frametimes halten keine Überraschungen bereit und passen zur Performance, wie in den Benchmarks zu sehen. Langsamere CPUs neigen minimal zu höheren Ausreißern, was im Spielgeschehen jedoch kaum weiter auffällt. Dies hängt auch stark von der Szene und vom restlichen System ab. Sie sind somit selbst mit vier schnellen Kernen für Halo Infinite gut gerüstet.
Dann sag mir doch einmal wie viele fps eine 1080ti in WQHD macht in "Mexodus", oder in 1080p eine Vega 56. Oder geht das etwar gar nicht und war entsprechend leicht auf nur eine Sorte Karten zu optimieren? Hmm...