HTC Vive zerlegt: Laut Ifixit größtenteils gut reparierbar

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Quelle: de.ifixit.com

Ifixit hat eine HTC Vive erhalten und diese inklusive der Controller und den Lighthouse-Stationen prompt im Tear-Down zerlegt. Mit 8 von 10 Punkten zeigt sich die VR-Brille ziemlich reparierfreundlich. Einzig bei den Displays sowie den Lighthouse-Stationen wird Kleber eingesetzt.

Nachdem Ifixit vor einem Monat die Oculus Rift CV1 zerlegt hat, ist nun die HTC Vive dran. Schon bei der reinen VR-Brille zeigen sich Vorteile, die zu einer einfacheren Reparatur führen. Zunächst einmal kann neben der per Klettverschluss abnehmbaren Polsterung auch das Halteband entfernt werden. Die Kunststoffverschalung lässt sich ohne Probleme abnehmen, woraufhin sich eine Meute an Sensoren zeigt.

Insgesamt 32 Sensoren verstecken sich hinter den Einbuchtungen, die mit IR-Filtern versehen sind. Die Lighthouse-Stationen senden Infrarotlicht aus - die Laser sind nach Klasse 1 spezifiziert, senden also das stärkst mögliche Licht, ohne die Augen zu gefährden - das von der VR-Brille registriert wird. Der PC verrechnet die Daten und bestimmt so die Position im Raum. Das Kameramodul mit der Produktnummer TG07B C1551 stammt von Sunny Optical Technology. Leider gibt der Hersteller die Produktnummern nicht online an, sodass die Auflösung und Blende unbekannt bleiben. Ebenfalls einfach kommt man an das Mainboard, das sich einige Controller mit der Oculus Rift CV1 teilt.

Die beiden Displays setzen auf AMOLED-Technik und stammen von Samsung. Mit einer Diagonale von 3,61 Zoll fallen sie minimal größer aus als bei der Oculus Rift CV1 mit 3,54 Zoll. Die Pixeldichte beläuft sich damit auf etwa 447 statt 456 ppi. Die Linsen sind fest auf den Displays verklebt und entsprechen dem Fresnel-Prinzip. Der Fokus kann über eine Stellschraube, über welche die Entfernung der Linsen zu den Augen angepasst wird, bestimmt werden. Oculus VR setzt hingegen auf asymmetrische Linsen, deren Fokus über das Herab- beziehungsweise Heraufsetzen der Brille verändert wird.

Die Lighthouse-Stationen sind ebenfalls verklebt, lassen sich aber nach dem Öffnen des Gehäuses einfach auseinandernehmen. Die Vive-Controller können über Clips und Schrauben geöffnet werden und haben zu großen Teilen die gleiche Technik wie Valves Steam Controller verbaut. Insgesamt vergibt Ifixit 8 von 10 Punkten bei der Reparierfreundlichkeit. Einzig der Kleber bei den Displays und den Lighthouse-Stationen wird neben der hohen Anzahl an Einzelkomponenten bemängelt. Die Oculus-Brille hatte 7 von 10 Punkten (exklusive Tracking-System und Controller) bekommen.

Quelle: Ifixit

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