Grey Goo: Hintergrund, Gameplay und Fazit
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Grey Goo: Die namensgebenden Goo
Drei Völker gibt es in Grey Goo: Die Menschen, Beta und Goo. Letztere haben gewiss die meiste Liebe von Petroglyph erfahren. Insgesamt kapselt sich Petroglyph mit den Goo vom RTS-typischen Basisbau ab; die Goo können nicht ein einziges Gebäude bauen. Stattdessen wird auf "Amöben", lebende Brocken aus grauer Schmiere, gesetzt, die mithilfe des Katalyst wachsen und dann kleinere Brocken abkapseln können, die sich wiederum in verschiedene Einheiten "transformieren" lassen.
Dabei eröffnen sich dem Spieler zahlreiche mögliche Taktiken: Zum einen ist es möglich, direkt zu Beginn auf viele, kleine Einheiten zu setzen, um den Gegner dann schnellstmöglich angreifen zu können – ein klassischer "Rush" also. Zum anderen kann man auch den Fokus auf die Ressourcengewinnung legen, um dann im Mid-Game viele, größere Einheiten produzieren zu können.
Grey Goo: Menschen und Beta
Konservativer geht es mit den Menschen und Beta zu, die sich auf dem ersten Blick ziemlich ähnlich sind. Beide starten mit einem Hauptgebäude und müssen Raffinerien bauen, um das Katalyst abtragen zu können. Wie auch bei Command & Conquer kommen dabei Sammler zum Einsatz, nur wird eben kein Tiberium mehr abgebaut. Darüber hinaus werden bei beiden Völkern Fabriken und Technologieerweiterungen benötigt, um Einheiten erstellen zu können.
Danach beginnen aber schon die Unterschiede. Die Menschen benötigen ein vom Hauptgebäude auslaufendes Stromnetz, um ihre Gebäude betreiben zu können. Eine zweite Basis zu errichten, funktioniert also nicht. Die Menschen sind daher der altbekannte "Igel"-Archetyp, der den Fokus auf die Verteidigung der eigenen Basis setzt. Die Beta hingegen können ihre Gebäude an verschieden große Hubs andocken. Dadurch können schnell neue Basen aufgezogen werden, womit Gegner schneller angegriffen werden können.
Grey Goo: Optimale Steuerung für ein RTS
Quelle: PC Games Hardware
Grey Goo: Individualisierbare Tastenbelegung
Petroglyph setzt in Grey Goo auf ein Steuerungssystem, bei dem wir uns fragen: Warum hat es noch niemand anders so gemacht? Von Q bis R werden Tasten für verschiedene Produktionsgruppen genutzt, bei Menschen beispielsweise: Gebäude (Q), leichte Einheiten (W), schwere Einheiten (E) und Technologie-Upgrades (R). Wählt man nun Q für Gebäude aus, wird das Baumenü nochmal untergliedert: Wirtschaft (Q), Militär (W), Technologieerweiterungen (E) und Verteidgung (R). Wählt man eine dieser Kategorien aus, gelangt man zu jeweils drei bis fünf Gebäuden, die dann mit Q bis T ausgewählt und platziert werden können.
Möchte man also eine Raffinerie als Mensch bauen, muss der Spieler Q > Q > Q drücken. Für eine große Fabrik wäre es Q > W > W oder für einen Luftabwehrturm Q > R > W. Nach einigen wenigen Spielstunden hatten wir das System soweit verinnerlicht, dass wir das gewünschte Gebäude im Handumdrehen platziert hatten.
Bei Einheiten ist das Ganze ein wenig einfacher. Dort muss man nur zwischen leichten oder schweren Einheiten auswählen, woraufhin direkt eine Einheit hergestellt beziehungsweise ausgebildet werden kann – das Drücken von zwei Tasten reicht also schon aus. Und hier liegt auch schon der erste große Minuspunkt von Grey Goo: Aktuell gibt es pro Volk nur acht Einheiten, was für ein RTS sehr wenig ist. Hier hätten wir uns mehr Abwechslungsreichtum erhofft, vor allem, da sich die Einheiten völkerübergreifen stark ähneln.
Grey Goo: Einzelspielerkampagne im C&C-Stil
In Grey Goo bietet Petroglyph dem Spieler eine Einzelspielerkampagne bestehend aus 15 Missionen, je fünf werden mit einem Volk verbracht. Los geht es mit den Beta, darauf folgen die Menschen und zum Schluss kommen die Goo dran. Die Missionen sind sehr schön herausgearbeitet und abwechslungsreich gestaltet: Vom Verteidigen einer angeschlagenen Basis, über eine Rettungsmission eines Kameraden bis hin zur Zerstörung eines Gegners.
Quelle: PC Games Hardware
Grey Goo: Missionsanweisungen als Zwischensequenz
Zurückgekehrt sind übrigens auch wieder die Zwischensequenzen, wo dem Spieler "von Angesicht zu Angesicht" die Missionsziele erläutert werden – eine passende Hommage an die alten C&C-Tage, wie wir finden. Abseits dessen gibt es noch weitere Zwischensequenzen, in denen die Story nähergebracht wird. Diese sind durchaus aufwendig dargestellt und gut ins Deutsche synchronisiert.
Wenn auch die Missionen zu gefallen wissen, enttäuscht doch die Charakterentwicklung in Grey Goo. Beziehungen zu den virtuellen Charakteren in der Kampagne bauen sich nicht auf, jeder ließe sich auch durch einen anderen ersetzen. Hier hat Blizzard mit Starcraft 2 eindeutig die Nase vorn, wo man mit Kerrigan und Co zu gefallen weiß. Auch in früheren C&C-Spielen ging das beispielsweise mit Kane noch besser.
Grey Goo: Anpassbare Bot-KI
Im Einzelspielergefecht bietet Petroglyph neben den obligatorischen drei Schwierigkeitsgraden leicht, mittel und schwer auch "Persönlichkeiten" für die KI an. Wahlweise kann der Fokus auf die Wirtschaft, das Militär oder andere Feinheiten gelegt werden. Der klassische Standardgegner ist "ausgewogen". Das System in der Praxis funktioniert ziemlich gut – schwere Gegner mit Fokus auf Militär haben sich durchaus als Herausforderung gezeigt. Bis auf den "Idle"-Typ, der einfach gar nichts macht, beherrscht die KI zudem Basics, wie den Gegner direkt zu Beginn mit der Standardeinheit auszuspähen.
Grey Goo: Fazit
Quelle: PC Games Hardware
Grey Goo: Glossar, Beispiel
Petroglyph hat mit Grey Goo sehr viel richtig gemacht. Vom Design (inklusive Optik) über die Steuerung bis hin zum Gameplay der drei Völker fühlt sich der RTS-Titel rund an. Ein schönes Detail ist das eingefügte Glossar, in den alle Einheiten, Gebäude und Techupgrades erklärt werden und was für den Bau benötigt wird. Einziges Manko sind die wenigen verfügbaren Einheiten, dort dürften es unserer Meinung nach auch pro Volk eine Handvoll mehr sein, um mehr Taktiken fahren und den Gegnern eine höhere Herausforderung stellen zu können.
Insgesamt fühlt sich Grey Goo wie ein Command & Conquer im Starcraft-Setting an. Das Ziel, den Fokus von der Wirtschaft weg- und auf einfache Kämpfe hinzulenken, ist dem Entwickler gut gelungen – Sie sollten lediglich darauf achten, dass die Silos während eines Kampfes nicht volllaufen. Die meisten Freunde der ersten C&C-Spiele dürften mit Grey Goo letztendlich ihren Spaß haben.

58 FPS minimum bei den oberen GPU
SMT an = FPS runter (das ist das GEGENTEIL von dem was DX12 kann)
MHz rauf = FPS rauf
MfG,
Raff
Nur wenn ich das spiel ausschalte bleibt der letzte TON des spiels als dauerschleife hörbar .
An sich nettes spiel