Radeon HD 6790 im Test: Fazit
Die Radeon HD 6790 soll sich zwischen der Radeon HD 5770/6770 und der Radeon HD 6850 positionieren und damit Nvidias Geforce GTX 550 Ti das Leben schwer machen. Im Test prüft PC Games Hardware, ob die Barts-LE-Grafikkarte den erklärten Gegner Geforce GTX 550 Ti schlagen kann und welche Besonderheiten die Radeon HD 6790 aufweist.
Quelle: PC Games Hardware
Radeon HD 6790 im Test: AMDs Antwort auf die Geforce GTX 550 Ti (5)
Radeon HD 6790 im Test: Fazit
Im Mittel kann sich die Radeon HD 6790 minimal vor die Geforce GTX 550 Ti (PCGH-Test) setzen und kommt in einigen Spielen der Geforce GTX 460/768M (PCGH-Test) sehr nahe oder liegt praktisch gleichauf (Grand Theft Auto 4, Metro 2033 oder Crysis Warhead). Im Geforce-lastigen Starcraft 2 wiederum sind alle Radeons weit abgeschlagen; die Radeon HD 6790 sortiert sich damit zwischen der Radeon HD 5770/6770 (PCGH-Test) und der Radeon HD 6850 (PCGH-Test) ein, ist jedoch deutlich näher an ersterer - dies passt exakt zu den Spezifikationen der Radeon HD 6790, welche nahezu denen der Radeon HD 5770/6770 (abgesehen von der fast verdoppelten Speicherbandbreite). Die Rohleistung ist für aktuelle Spiele in einer Auflösung von 1.680 x 1.050 Pixel vollkommen ausreichend, oft auch mit Kantenglättung und anisotroper Filterung - ältere Titel lassen sich gar mit Supersampling-AA verschönern oder in 1.920 x 1.200 Pixel zocken. Gegenüber der Juniper-Karte HD 5770/6770 kann die Radeon HD 6790 zudem dank des Barts-Chips die verbesserte Tessellationsleistung und die Banding-ärmere anisotrope Filterung in die Waagschale werfen. Das Radeon-exklusive MLAA sowie Eyefinity beherrschen alle AMD-Grafikkarten mit DirectX 11. Mit doppelter Genauigkeit rechnet keine der heute im Testfeld vertretenen Radeons, auch GPU-PhysX oder SGSSAA unter DX10/DX11 sowie problemfreies Downsampling bleiben wie gehabt ein reine Geforce-Features.
Punkten kann die HD 6790 trotz der für Radeon-Verhältnisse hohen 3D-Leistungsaufnahme beim Stromverbrauch: Auf dem Papier benötigt sie gegenüber der Geforce GTX 550 Ti im Leerlauf 3 Watt mehr (18 zu 15 Watt), im Spielebetrieb kommt sie aber auf nur 101 statt 120 Watt - allerdings steht uns nach wie vor keine Geforce GTX 550 Ti im Referenzdesign zur Verfügung, sondern nur die auf 1.000 MHz übertaktete Palit Geforce GTX 550 Ti Sonic. Angesichts der 97 Watt der Radeon HD 6790 machen sich der hohe Chiptakt, die schlechtere Chipqualität und vor allem die beim Referenzdesign verwendete Platine der Radeon HD 6870 jedoch negativ bemerkbar. Dafür erweist sich die Radeon HD 6790 bei mehreren nicht identischen Monitoren und im 3D-Betrieb gegenüber der Geforce GTX 550 Ti als die sparsamere Partie, beim Abspielen von Blu-Rays oder der Nutzung zweier identischer LCDs ist die Geforce aber besser aufgestellt. Die Lautheit geht mit 0,9 Sone im Leerlauf in Ordnung, die 3,6 Sone im Spielebetrieb aber sind schlicht zu laut - das Referenzdesign ist aber in diesem Fall nicht das Maß aller Dinge, sondern in erster Linie zur Leistungsmessung gedacht.
Denn wie schon bei der Radeon HD 5830 (PCGH-Test) erwarten wir auch bei der Radeon HD 6790 sehr schnell Custom-Designs mit angepassten Platinen und Kühlungen seitens AMDs Boardpartnern (siehe Galerie). Eine solche Platine, wie sie bei der Radeon HD 5770/6770 zum Einsatz kommt, gepaart mit einer anständigen Axialbelüftung sollte eventuell gar mit einem 6-Pol-PCI-E-Anschluss auskommen sowie sparsam und leise sein. Als offiziellen Preis nennt AMD 120 Euro, die Radeon HD 6790 dürfte sich aber bei etwas über 100 einpendeln - ein faires und zugleich attraktives Angebot für Radeon-Freunde. Als "grüne" Alternative steht die Geforce GTX 460/768M bereit, welche derzeit ebenfalls für knapp über 100 Euro erhältlich und schneller ist.
• Geforce GTX 550 Ti im PCGH-Preisvergleich
• Geforce GTX 460/768M im PCGH-Preisvergleich
• Radeon HD 5770/1G im PCGH-Preisvergleich
• Radeon HD 6850/1G im PCGH-Preisvergleich
Weitere Benchmarks mit mehr Spielen und Grafikkarten sowie zusätzliche Informationen (wie Dual-Monitor- und Blu-ray-Werte) zur Radeon HD 6790 finden Sie in der Ausgabe 06/2011 der PC Games Hardware. Diese erscheint am 04. Mai 2011.

Wirtschaftlich
Das meiste wurde bereits gesagt, die Karte ist als Lückenfüller gedacht, und solange der Preis stimmt findet sie ihre Käufer. Schließlich sehen sehr viele nicht ein, wieso sie mehr als 100 € für eine Graka ausgeben sollen, und solange man es nicht mit den Einstellungen übertreibt reicht sie ja für viele Spiele.
Man sollte nie vergessen dass wir Enthusiasten eine sehr kleine Minderheit in der Menge der PC-Nutzer darstellen.
genau so und nicht anders
Gamer PC mit DX11 Grafikkarte
Zum Super Preis , Super Gameleistung 599€ Unverbindlich
Warum riskiert man aufgrund der doch etwas l unnötigen, lauten Kühlung ein schlechtes Feedback?
Das kann auch schiefgehen, siehe 550 Ti.