Achtung: Weitere Benchmarks mit mehr Spielen und Grafikkarten sowie zusätzliche Informationen (wie Dual-Monitor- und Blu-ray-Werte) zur neuen Radeon-Serie finden Sie in der Ausgabe 12/2010 der PC Games Hardware. Diese erscheint am 03. November 2010.
Nachdem AMD am vergangenen Dienstag die Radeon HD 6870 und HD 6850 angekündigt hat, fällt heute der Vorhang für technische Daten, Benchmarks, die Leistungsaufnahme & Co. PC Games Hardware gibt Ihnen die wichtigsten Informationen an die Hand und klärt, wie gut sich AMDs zweite DirectX-11-Generation schlägt. Auch wenn die Namensgebung etwas anderes suggeriert: Die Radeon HD 6870/6850 stellen mitnichten die Nachfolger der Radeon HD 5870/5850 dar, sondern schlagen die Brücke zwischen der Radeon HD 5770/5750 (Juniper) und der im vierten Quartal 2010 auslaufenden Radeon HD 5870/5850 (Cypress).
Der Barts ist eine Mischung aus Cypress und Juniper [Quelle: siehe Bildergalerie]
Dank verbessertem Thread-Management und Buffering steigt laut AMD die Tessellation-Leistung unter bestimmten Voraussetzungen [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die HD 5700 laufen weiter, die HD 5800 werden durch die HD 6800 ersetzt und die HD 6900 bilden die kommende Speerspitze [Quelle: siehe Bildergalerie]
Radeon HD 6870/6850 im Test: Architektur Die Karten basieren auf dem neuen "Barts"-Chip, Dieser läuft wie gehabt bei TSMC im 40-Nanometer-Prozess vom Band und verfügt über 1,7 Milliarden Transistoren. Die Technik fußt auf der Evergreen-Generation: Die Shader-Einheiten sind nach wie vor im 5D-VLIW-Design aufgebaut und in 14 SIMD-Rechenwerken zu je 80 ALUs und 4 TMUs organisiert. Damit ergeben sich ingesamt 1.120 Shader- und 56 Textur-Einheiten für den vollen "Barts XT" auf der Radeon HD 6870. 32 Raster-Endstufen (ROPs) sind für Kantenglättung und Co. zuständig, das Speicherinterface ist wie bei Cypress 256 Bit breit. Doch Barts geht nicht nur als HD 6870 an den Start: Die Radeon HD 6850 beherbergt den "Barts Pro", einen auf 960 ALUs und 48 Textureinheiten gestutzten Chip. Die Anzahl der ROPs und das Speicherinterface bleiben unangetastet.
Um die GPU weiter zu schrumpfen, verzichtet AMD zurzeit auf die Unterstützung von Double-Precision (DP), außerdem wurde die Packdichte weiter erhöht. Damit landet Barts mit offiziellen 255 mm² zwischen Cypress (334 mm²) und Juniper (166 mm²). Um trotz gesunkener Anzahl an Recheneinheiten die Leistung hoch zu halten, taktet AMD den Barts Pro der Radeon HD 6850 mit 775 MHz und den Barts XT der Radeon HD 6870 mit 900 MHz.
Radeon HD 6870/6850 im Test: Tessellation Da Nvidias Fermi-Generation beim (heftigen) Einsatz des DirectX-11-Features Hardware-Tessellation Kreise um die Radeons zieht, gab AMD seinen neuen Karten hier einige Verbesserungen mit auf den Weg: Die Fixed-Function-Unit ist ebenso wie das Thread-Management und die Datenpuffer aufgebohrt; der Tessellator kann nun theoretisch ein 3D-Primitiv (meist ein Dreieck) pro Takt verarbeiten. AMD spricht von bis zu doppelter Performance bei moderatem Tessellationseinsatz (HD 6870 gegen HD 5870) Bei extremer Tessellation aber schwindet der Vorteil gegen Null, was AMD sogar in den eigenen Folien veranschaulicht. Generell ist bei AMD DirectX 11 nach wie vor ein heißes Thema, so arbeitet man mit Eidos zusammen und bringt Anfang 2011 in Zusammenarbeit Deus Ex: Human Revolution heraus - samt DirectX 11 für Tessellation, besserem Screen-Space Ambient Occlusion und Depth of Field sowie angeblich höherer Leistung.
Radeon HD 6870/6850 im Test: Eyefinity, Eyespeed, HD3D und UVD3 Neu ist der Unified Video Decoder der dritten Generation (UVD3). Dieser beschleunigt MPEG-2, DivX, VC-1, H.264 und MVC sowie Blu-rays in 3D via Hardware, was der Effizienz des gesamten Systems zugute kommen und für geringere Leistungsaufnahme sorgen soll.
Frische Anschlüsse gibt's ebenfalls: HD-6800-Karten sind per Referenzvorgaben mit je einem Dual- und einem Single-Link-DVI-Anschluss ausgestattet. Zusätzlich tragen sie zweimal den Mini-Displayport in der Version 1.2, sowie HDMI 1.4a - wichtig für 3D-Wiedergabe. Außerdem sorgen die fünf Anschlüsse dafür, dass jede HD-6800-Karte, die sich an diese Vorgaben hält, direkt vier Displays ansteuern kann. Dank Displayport-1.2-Unterstützung können auch Chain-Linked-Displays hintereinander geschaltet oder über einen (separat erhältlichen) Hub angeschlossen werden. Mithilfe dieser Technik ist jede HD-6800-Karte in der Lage, bis zu sechs Displays im Eyefinity-Modus zu bedienen - sofern diese sich ebenfalls ans DP-1.2-Protokoll halten.
Auch dem 3D-Trend verschließt man sich bei AMD nicht: Die 6000er-Generation bietet neben der genannten Blu-ray-3D-Unterstützung auch HD3D. In Zusammenarbeit mit DDDs (Dynamic Digital Depth) "TriDef" und iZ3D hält Stereo-3D Einzug, passende 120-Hz-Displays liefern die bekannten Hersteller wie Samsung und die Brille kommt (beispielsweise) von Oakley. Die Stream-Technologie (das Pendant zu Nvidias CUDA) nennt AMD ab sofort Accelerated Parallel Processing (APP), das aktuelle SDK trägt die Versionsnummer 2.2.
Radeon HD 6870/6850 im Test: Spezifikationen
| Grafikkarte |
Geforce |
|
Radeon |
|
|
|
| Modell |
GTX 470 |
GTX 460 (1G/768M) |
HD 6870 |
HD 6850 |
HD 5850 |
HD 5770/1G |
| Codename |
GF100 |
GF104 |
Barts XT |
Barts Pro |
Cypress Pro |
Juniper XT |
| Direct-X-/Shader-Version |
11/5.0 |
11/5.0 |
11/5.0 |
11/5.0 |
11/5.0 |
11/5.0 |
| Fertigungstechnik |
40 nm |
40 nm |
40 nm |
40 nm |
40 nm |
40 nm |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) |
3.000 |
1.950 |
1.700 |
1.700 |
2.150 |
1.040 |
| SP-Rechenleistung (GFLOPS) |
1.089 |
907 |
2.016 |
1.488 |
2.088 |
1.360 |
| DP-Rechenleistung (GFLOPS) |
168 |
76 |
- |
- |
418 |
- |
| Polygondurchsatz (Mio. Dreiecke/s.) |
2.432 |
1.350 |
900 |
775 |
725 |
850 |
| Pixeldurchsatz (GPix/s.) |
17,0 |
9,5 |
28,8 |
24,8 |
23,2 |
13,6 |
| Texturleistung (GTex/s.) |
34,0 |
37,8 |
50,4 |
37,5 |
52,2 |
34,0 |
| Speicherbandbreite (GByte/s.) |
133,9 |
115,2/86,4 |
134,4 |
128,0 |
128,0 |
76,8 |
| Takt Grafikchip (Megahertz) |
608 |
675 |
900 |
775 |
725 |
850 |
| Takt Shader-ALUs (Megahertz) |
1.215 |
1.350 |
900 |
775 |
725 |
850 |
| Takt Videospeicher (Megahertz) |
1.674 |
1.800 |
2.100 |
2.000 |
2.000 |
2.400 |
| Shader-/SIMD-/Textureinheiten |
448/14/56 |
336/7/56 |
1120/14/56 |
960/12/48 |
1.440/18/72 |
800/10/40 |
| Rasterendstufen |
40 |
32/28 |
32 |
32 |
32 |
16 |
| Speicheranbindung (Bit) |
320 |
256/192 |
256 |
256 |
256 |
128 |
| Übliche Speichermenge |
1.280 MiByte |
1.024/768 MiByte |
1.024 MiByte |
1.024 MiByte |
1.024 MiByte |
1.024 MiByte |
| Üblicher Speichertyp |
GDDR5 |
GDDR5 |
GDDR5 |
GDDR5 |
GDDR5 |
GDDR5 |
| PCI-E.-Stromanschluss (Netzteil) |
2x 6-polig |
2x 6-polig |
2x 6-polig |
1x 6-polig |
2x 6-polig |
1x 6-polig |
| Leistungsaufnahme (TDP, lt. Hst.) |
215 Watt |
160/150 Watt |
151 Watt |
127 Watt |
170 Watt |
108 Watt |
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Schraubenverwechsler
01.03.2011 12:25
Nach ersten Tests scheint die Radeon HD6870 auch RemoteFX tauglich zu sein.
Quelle: Windows Server 2008 R2 BLOG
PCGH-Community-Veteran
05.11.2010 11:41
Also zur Langlebigkeit. Wie soll man bei einer karte die nicht mal ein Jahr auf dem Markt ist, die langlebigkeit bewerten? (Na, Na? BTW 8800GTX/GT/GTS reicht für die meisten spiele noch immer aus und ist jetzt 4 Jahre alt).
Übrigens habe ich solche fehler nicht bei Filmen und Videos. Vielleicht sind da treiberleichen deiner Ati3870, welche da noch probleme machen.
Interessant auch bei dem Latencybug, denn wenn man sich den Thread im Forum dazu durchließt, fällt auf, dass mit den letzten treibern bei allen druchgehend der Fehler behoben wurde. Lässt also wieder auf Treiberprobleme deinerseits vermuten.
Vielleicht nächste mal System neu aufsetzen...
Schraubenverwechsler
05.11.2010 10:54
[FONT=Verdana][FONT=Verdana]Ich habe vor einer Woche eine GTX 460 zurückgeschickt.[/FONT]
[FONT=Verdana] [/FONT]
[FONT=Verdana]Gründe:[/FONT]
[FONT=Verdana]1.[/FONT][FONT=Times New Roman] [/FONT][FONT=Verdana]Ich habe einen P45- Chipsatz und bei mir trat der Latencybug im powerstat 8 trotz neuster Treiber auf.[/FONT]
[FONT=Verdana]2.[/FONT][FONT=Times New Roman] [/FONT][FONT=Verdana]DXVA- Qualität war unterste Schublade. Dvbviewer EVR + neuster Cyberlinkcodec: bei SD- Programmen - Artefakte um harten Kanten herum (ganz übel bei einem Fußballspiel, wenn um die Spieler herum nur Klötzchen zu sehen sind) - verfälschte und übertriebene Farben. Internetvideos ( Flash, mp4 usw.) Auweia. HD- Material war allerdings ganz ok. Fazit: nvidia Videoqualität = Augenkrebs, denn meine ausgediente ATI 3870 wieder im Rechner - weisen besagte Videos eine Top Qualität gegenüber Nvidia auf. DXVA-Checker bestätigt auch Defizite bei Nvidia.[/FONT]
[FONT=Verdana] [/FONT]
[FONT=Verdana]Desweiteren frage ich mich, warum bei Tests der Latencybug mit keiner Silbe Erwähnung findet, oder die Videoqualität getestet wird.[/FONT]
[FONT=Verdana]Da kratzen sich die Fanboys und Redakteure die Augen aus, wegen AF- Flimmern und vergessen dabei, dass eine Graka mehr können muss als nur 3D.[/FONT][FONT=Times New Roman][/FONT]
[FONT=Verdana]Der Kauf einer Grafikarte sollte, bei wahrer Vernunft, nur unter ökonomischen und qualitativen Maßstäben erfolgen. Dazu gehören:[/FONT][FONT=Times New Roman][/FONT]
[FONT=Verdana]1. [/FONT][FONT=Verdana]P/L Verhältnis[/FONT]
[FONT=Verdana]2. [/FONT][FONT=Verdana]Stromverbrauch[/FONT]
[FONT=Verdana]3. [/FONT][FONT=Verdana]Lautheit[/FONT]
[FONT=Verdana]4. [/FONT][FONT=Verdana]Qualität der beworbenen Eigenschaften[/FONT]
[FONT=Verdana]5. [/FONT][FONT=Verdana]Langlebigkeit (Qualität und Zukunftssicherheit) z.B. keine kurzlebigen Lüfter oder gebrochene Lötstellen[/FONT]
[FONT=Verdana]Alles andere ist in meinen Augen dekadent und dient sicher nur dem Ego, wenn man sich der Vernunft beraubt.[/FONT][FONT=Times New Roman][/FONT]
[FONT=Verdana]PS: Kann es sein, da die Videos (AF- Flimmern) im mp4 Format vorliegen und Nvidia Nutzer eine bescheidene Videoqualität gegenüber ATI Nutzern haben, folgerichtig auf den Videos etwas erkennen? Scheinbar werden bei mir die Videos zu sehr Qualitativ aufgewertet.[/FONT][FONT=Times New Roman][/FONT]
[FONT=Verdana]Ach noch etwas: Physx als Argument zu nennen, bei ca. 20 Spielen die hardwarebeschleunigt werden, in 7 Jahren - "gähn" das ist einfach zu wenig.[/FONT][/FONT]