PCGH Exklusiv: Geforce-8-Treibervergleich (Neuer Benchmarkparcours)
Unser Treibervergleich ist zurück aus der vorzeitigen Winterpause. Wir nahmen das Update zum Anlass, den Test einer Frischzellenkur zu unterziehen. Ab sofort widmen wir uns primär der Geforce-8-Serie und zollen damit der enormen Verbreitung unter den Lesern Tribut. Neu ist die Integration von Crysis und Call of Duty 4 in den Benchmark-Parcours. Stalker und TES 4: Oblivion fallen nun unter "discontinued", wir stellen deren ältere Werte aber noch an das Ende der Galerie. Ebenfalls angepasst wurde die Optik der Benchmarks, aus der nun auch (sofern getestet) Minimum-Fps-Werte ersichtlich sind.
Den Test absolviert nach wie vor eine Geforce 8800 GTS mit 320 MiByte VRAM. Wir entschieden uns bewusst gegen die 640-MiByte-Version, um etwaige Verbesserungen im Speichermanagement des Treibers aufzudecken.
Neuer Kantenglättungsmodus ab FW 167.37
Quelle: Bild: PCGH
4x TSSAA (Bild: PCGH)
Der Geforce-8800-GT-Launchtreiber führt ein begrüßenswertes Novum ein. Der seit dem Start der GF7-Serie vorhandene, qualitativ eher minderwertige Transparenz-AA-Modus auf Multi-Sampling-Basis (TMSAA) ist Geschichte. Aktivieren Sie TMSAA mit einem aktuellen Treiber, werden mit einem Alpha-Wert (= Transparenz) versehene Texturen, wie sie oft für Vegetation genutzt werden, effektiver geglättet als zuvor. Der weiterhin vorhandene Modus auf Super-Sampling-Basis (TSSAA) ist jedoch nach wie vor qualitativ hochwertiger und erfasst je nach Spiel mehr Objekte. Der Preis dafür ist, dass TSSAA bei vielen Alphatexturen stärker auf die Leistung drückt. Wir haben die optischen Unterschiede der Modi hinter die Benchmarkwerte gestellt.
Praxisprobleme
Aufmerksame Leser von PCGH Online kennen den Reflexions-Bug im kühlen Nass von Crysis. Der Fehler äußert sich durch unnatürliche Verzerrungen und abrupte Aktualisierung der Spiegelungen. Sichtbar ist dieser Fehler nur unter Vista, hier wiederum nur im DX10-Modus und mit einem älteren 169er-Treiber wie dem 169.01. Mit der Version 169.06 verschwindet der vermeintliche "Cheat" wieder. XP-Nutzer und Fans des DX9-Pfads unter Vista bleiben treiberunabhängig von dem Darstellungsfehler verschont.
Unser Oblivion-Bench-Savegame zeigt ein merkwürdiges Verhalten, wenn eine Geforce im Rechner arbeitet. Je weniger Frames pro Sekunde ausgegeben werden, desto mehr nimmt auch ein "Haken" der Bildabfolge zu. Die Abstände zwischen den Frames scheinen nicht in konstanten Zeitintervallen ausgegeben zu werden, sondern variieren. Steigt die Framerate, nimmt die Zeit zwischen den einzelnen Frames ab und das Problem wird weniger störend. Die Radeons zeigen das Verhalten zwar auch, aber deutlich weniger ausgeprägt.
Quelle: Bild: PCGH
Stalker mit der Forceware 162.18 (Bild: PCGH)
In Stalker begrüßt uns bei Nutzung von Windows Vista der Schattenfehler, den auch schon die Radeons zeigten. Unter XP funktioniert das Level-of-Detail-System der Schatten einwandfrei. Selbst aktuelle Treiber beseitigen das Problem nicht.
Etwas kurios ist ein Fehler, der in Kombination mit unserem Test-Monitor, einem Dell 3007WFP, und Windows Vista auftritt. Die neuen Treiber stehen auf Kriegsfuß mit der Auflösung 1.680x1.050, alle anderen funktionieren. An einen "kleinen" Widescreen-Monitor mit 21 Zoll angeschlossen, macht die Geforce keine dahingehenden Probleme.
Letztenendes zeigte sich gerdade die WHQL-zertifizierte Forceware 163.75 etwas instabil unter Vista. Crysis und Call of Duty 4 stürzten mehrfach ab, von einer Fehlermeldung begleitet. Mit den aktuellen Versionen traten derartige Probleme nicht auf.
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