Geforce GTX 480/470 im Test: Impressionen, Lautheit und Leistungsaufnahme
Nvidias Geforce GTX 480 und GTX 470 sind gelandet. Was leistet die sagenumwobene Fermi-Architektur in der Praxis? PC Games Hardware überprüft die beiden Direct-X-11-GPUs auf GF100-Basis auf Hertz und Nieren.
Geforce GTX 480/470 im Test: Impressionen und Kühlung
Die Geforce GTX 480 ist auf den ersten Blick die interessantere Karte: Ein 8- und ein 6-Pin-Anschluss lassen auf eine (theoretische) maximale Leistungsaufnahme von bis zu 300 Watt nach PCI-Express-Spezifikationen schließen, der wuchtige Kühler tut sein Übriges. Dieser ist von außen in zweierlei Hinsicht auffällig: Einmal in Form des massiven, geriffelten Metall-Schildes, welcher im Leerlauf vom Gehäuseluftstrom profitiert, und einmal durch die vier nach oben hinausragenden Heatpipes. Ohne die Kunststoffhaube ist auch die fünfte Heatipe sichtbar, zwischen Direct-Heatpipe-Touch-Kühler (ein Novum für ein Referenzdesign!) und Platine sitzt eine massive Metallplatte; diese fixiert den 1,8 Ampere starken 65-mm-Radiallüfter.
Die schwarze Metallplatte stabilisiert das 267 Millimeter lange PCB und kühlt den GDDR5-RAM sowie die restlichen Bauteile. Da der Kühler von der Rückseite her verschraubt wird, passt ein Prolimatech MK-13 inklusive Grundplatte auf die Geforce GTX 480. Auf der zwecks Frischluftzufuhr gelochten Platine sitzen sechs Versorgungsphasen für die GPU, um den Videospeicher sorgen sich zwei. Auf eine Rückplatte verzichtet Nvidia. In Kontakt mit der Außenwelt tritt die GTX 480 mit zwei Dual-Links-DVIs und - das ist ungewöhnlich - einem Mini-HDMI-Port. Der standardmäßige TV-Out, bei der Geforce GTX 285 noch anzutreffen, ist Geschichte.
Die Geforce GTX 470 ist mit 241 Millimetern einen Tick kürzer, ihre Vorderseite ist komplett ummantelt. Unter dem Cover verbirgt sich ebenfalls ein Direct-Heatpipe-Touch-Kühler mit fünf kupfernen Wärmeleitrohren, der Radiallüfter ist identisch zur großen Schwester. Der Block ist an der Grundplatte fixiert, diese muss jedoch nur vier GPU- und eine GDDR5-Phase kühlen. Eine 3rd-Party-Kühlung in Kombination mit der Grundplatte ist unserem aktuellen Stand nach nicht möglich. Die Geforce GTX 470 kommt mit zwei 6-Pin-Anschlüssen (ergo 225 Watt in der Theorie, Nvidia-TDP-Angabe 215 Watt) aus, die Monitor-Anschlüsse sind identisch zur Geforce GTX 480.
Geforce GTX 480/470 im Test: Lautheit und Leistungsaufnahme
Mit unserem Messgerät nehmen wir aus 50 Zentimetern Entfernung senkrecht zur Lüfternabe das Laufgeräusch der Grafikkartenkühler auf und ermitteln die Lautheit in Sone. Um Ihnen präzise Temperatur- und Leistungsaufnahme-Werte zu liefern, messen wir nicht den Verbrauch des Gesamtsystems, sondern ermitteln aufwendig nur den Konsum der Grafikkarte (Link zur genauen Beschreibung). Einerseits messen wir die 2D-Werte auf dem Vista-Desktop, andererseits auch die Last-Temperaturen. Hierbei setzen wir auf Race Driver Grid in 1.920 x 1.200 mit 4x MSAA und 16:1 AF. Als absolutes Worst-Case-Szenario ziehen wir zudem den Ozone3D Furmark in der Version 1.6.5 heran.
Geforce GTX 480/470 im Test: Messwerte
Im Leerlauf bewegen sich beide Fermi-Karten mit 1,3 bis 1,6 Sone auf dem Niveau der Vorgänger-Generation. Im Vergleich zu AMDs Radeon HD ist dies jedoch deutlich lauter, obwohl eine HD 5870 im 2D-Betrieb nicht absolut "silent", sondern in einem sehr leisen Rechner immer noch wahrnehmbar ist. Auch in Sachen Leistungsaufnahme ziehen die Geforce klar den .... längeren: Die 30 Watt der Geforce GTX 470 liegen verschmerzbar über den je nach Modell 20 bis 28 Watt der HD 5870. Die GTX 480 aber zeigt sich mit 50 Watt beim Nichtstun alles andere als sparsam. Woher dieser sehr hohe Verbrauch trotz 2D-Takraten von 50/101/135 MHz kommt, ist derzeit unklar.
Unter Spiele-Last dreht die Geforce GTX 470 auf und "überflügelt" mit 3,4 Sone die HD 5870 leicht, dafür liegt die Leistungsaufnahme aber auch oberhalb der Radeon. Unter Volllast messen wir bei der Geforce 231 Watt - mehr als die TDP von 215 Watt hergibt. Die GTX 480 nimmt bereits in Spielen 235 Watt auf, im Furmark knackt sie die 300-Watt-Marke. Die Lautheit fällt mit 6,7 (Spiel) bis knapp 12 Sone (Furmark) ebenfalls sehr hoch aus.
| Lautstärke und Leistungsaufnahme | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geforce | Radeon | |||||
| Lautstärke (in Sone): | GTX 480 | GTX 470 | GTX 285 | HD 5870 | HD 5850 | HD 4890 |
| Leerlauf | 1,6 | 1,3 | 1,6 | 0,5 | 0,8 | 0,8 |
| Race Driver Grid | 6,9 | 3,4 | 3,6 | 3,6 | 4,0 | 6,8 |
| Furmark | 11,9 | 6,7 | 5,6 | 6,4 | 4,9 | max. 10,4 |
| Leistungsaufnahme (in Watt): | ||||||
| Leerlauf | 49,3 | 30 | 27 | 25 | 21 | 60 |
| Race Driver Grid | 235 | 182 | 153 | 128 | 104 | 158 |
| Furmark | 304 | 231 | 208 | 186 | 149 | 226 |
| Temperatur GPU (in Grad Celsius) | ||||||
| Leerlauf | 60 | 45 | 44 | 38 | 45 | 43 |
| Race Driver Grid | 91 | 92 | 80 | 68 | 69 | 84 |
| Furmark | 96 | 93 | 86 | 86 | 83 | 87 |
Beachten Sie, dass wir im Falle der älteren Karten nun Verbrauchs-Mittelwerte angeben. Die 25 respektive 21 Watt Idle-Stromverbrauch der Radeon HD 5870 und HD 5850 errechnen sich aus dem Durchschnitt von jeweils rund 20 Retail-Grafikkarten.
In diesem Artikel
- Seite 1 Geforce GTX 480/470 im Test: Architektur und Spezifikationen
- Seite 2 Geforce GTX 480/470 im Test: Impressionen, Lautheit und Leistungsaufnahme
- Seite 3 Geforce GTX 480/470 im Test: Bildqualität: Anti-Aliasing-Neuerungen und AF
- Seite 4 Geforce GTX 480/470 im Test: Testsystem, Benchmarks und Treiber
- Seite 5 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Anno 1404 (DX10)
- Seite 6 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Armed Assault 2 plus Verlauf (DX9)
- Seite 7 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Battlefield Bad Company 2 (DX10)
- Seite 8 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Call of Duty: Modern Warfare 2 (DX9)
- Seite 9 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Colin McRae: Dirt 2 (DX11/DX9)
- Seite 10 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Crysis Warhead (DX10)
- Seite 11 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Grand Theft Auto 4 (DX9)
- Seite 12 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Mass Effect 2 (DX9)
- Seite 13 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Metro 2033 (DX11/DX10)
- Seite 14 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Need for Speed: Shift (DX9)
- Seite 15 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark WoW: Wrath of the Lich King (DX9)
- Seite 16 Geforce GTX 480/470 im Test: OC und Extrem-Tests (Hybrid-AA, DX11-Tessellation)
- Seite 17 Geforce GTX 480/470 im Test: Multi-GPU-Shootout
- Seite 18 Geforce GTX 480/470 im Test: Techdemos, PhysX und Folding @ Home
- Seite 19 Geforce GTX 480/470 im Test: Fazit
- Seite 20 Bildergalerie
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Ich habe aber gelernt am Netzteil nicht zu sparen, da ich mit den günstigeren (nicht zu verwächseln mit BILLIG!!!) schlechte erfahrungen -sicher sowas kann auch beim teuren NT passieren- gamacht habe, dazu kommt noch das ich ein leistungsstarkes Netzteil haben will (denke das 900W NT von BeQuiet) das auch in zukunft, bei noch stärkerer hardware (zB. jetzt die GTX480 -oder die ATI HD6000er) die Hardware sicher versorgt.
...ohne das ich immer ein neues Netzteil brauche.
GTX480= Ca. 500€
PII 1055T= ca. 200€
Netzteil (BeQuiet)=ca. 200€
Passt also genau^^