GTX280/260: Technikfazit
Nvidia stellt mit dem GT200 den größten Grafikprozessor aller Zeiten vor. PCGH erläutert, was die Geforce GTX 280 und 260 gegenüber den Vorgängern besser machen: von Fps und Power-Management über die Architektur, bis hin zu Lautstärke und Kühlung.
Mit der Geforce GTX280/260 ist Nvidia ein beeindruckender Chip gelungen - quasi der V8 unter den GPUs. Hubraum ist eben durch nichts zu ersetzen außer durch mehr Hubraum. Kleine aber feine Verbesserungen innerhalb der Architektur erhöhen die nutzbare Rechenleistung, ohne allzu tiefe Löcher ins Transistorbudget zu schlagen. Als Single-Chip-Design kann die Geforce GTX 280/260 ohne die typischen Probleme von Multi-GPU-Systemen deren Leistung liefern und übertreffen. Der 1.024 MiByte große Framebuffer sorgt dafür, dass der Karte in den hohen Auflösungen, für die sie konstruiert wurde, nicht die Puste ausgeht wie noch der 9800 GX2 vor wenigen Monaten.
Kritikwürdig ist - neben den hoch angesetzten Kosten für die GTX 280 - vor allem das Fehlen von DirectX 10.1 sowie die hohe Leistungsaufnahme unter Last. Ersteres verhindert einen einheitlichen, nützlichen Standard, außerdem muss die Kantenglättung für UE3-Titel für jedes Spiel einzeln nachgepatcht werden. Diese DevRel-Kosten hätte Nvidia sich sparen sollen. Zweiteres lässt sich vermutlich nicht vermeiden, will man immer schneller, höher und weiter. Effiziente Mini-GPUs, die im Verbund die gleiche Spiele- und Rechenleistung erreichen können, nehmen unter Last gleichviel elektrische Leistung auf und kranken bisher zusätzlich am AFR-Ruckeln.