GTX280/260: Power-Management und Leistungsaufnahme

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GTX280/260: Power-Management und Leistungsaufnahme
Quelle: pcgameshardware.de

Nvidia stellt mit dem GT200 den größten Grafikprozessor aller Zeiten vor. PCGH erläutert, was die Geforce GTX 280 und 260 gegenüber den Vorgängern besser machen: von Fps und Power-Management über die Architektur, bis hin zu Lautstärke und Kühlung.

Zum Betrieb benötigen sowohl Geforce GTX 280 als auch GTX 260 mehr als die 75 Watt die der PCI-Express-Anschluss in Version 2.0 liefern kann. Wie bereits erwähnt, liegt die TDP, also die Leistungsaufnahme, welche die Kühllösung noch sicher abführen kann, bei 182 Watt für die GTX 260 und 236 Watt für die GTX 280. Kommt die erstgenannte Grafikkarte noch mit zwei Sechs-Pin-Anschlüssen aus, setzt die GTX 280 zwingend einen Acht- und einen Sechspol-Anschluss voraus, ansonsten startet sie gar nicht erst. Als Netzteilempfehlung gibt Nvidia ein 550-Watt-Modell für den Single-Karten-Betrieb einer GTX 280 an, dieses sollte dann 40 Ampere auf der 12-Volt-Leitung liefern; eine GTX 260 kommt mit 50 Watt Nennleistung und 4 Ampere weniger aus. Für Informationen zum SLI-Betrieb empfiehlt Nvidia einen Besuch auf www.slizone.com.

Geforce GTX280 im PCGH-Test: Last- und Throttle-Verhalten (Bild: PCGH) Quelle: Bild: PCGH Geforce GTX280 im PCGH-Test: Last- und Throttle-Verhalten (Bild: PCGH) Einer der größten Kritikpunkte an Nvidias Geforce 8800 war die hohe Leistungsaufnahme - und zwar hauptsächlich im Idle-Modus, während die GPU nichts tat. Ein wenig Besserung trat zwar mit den folgenden G92- und G94-GPUs ein, jedoch fehlte weiterhin ein richtiger Stromspar-Modus. AMD bot einen solchen bei den Radeon-HD3000-Modellen nach der ebenfalls verschwenderisch arbeitenden HD2900 bereits an. Vor einigen Wochen stellte Nvidia Hybrid-SLI offiziell vor (Nvidias Hybrid-SLI im PCGH-Praxistest). Das Prinzip ist zwar begrüßenswert, jedoch hat die Umsetzung noch zuviele Haken, als dass ein wirklich guter Idle-Modus bei Geforce-Grafikkarten verzichtbar wäre.

Bei der GTX280/260-Reihe haben sich die Nvidia-Ingenieure dafür umso mehr ins Zeug gelegt. Neben der stattlichen und bedenklichen TDP von 236 Watt - bemessen nach dem Wert, den man bei Nvidia in einer Anwendung maximal erreicht hat - kennt der GT200-Chip noch weitere Lastzustände. Wird keine oder eine nur sehr geringe 3D-Leistung abgerufen, wie beispielsweise die Anzeige von Vistas Aero-Glass-Interface, drosselt sich die Karte selbstständig auf 300 Megahertz Kern- und 100 Megahertz Speichertakt herunter - mit einer Zwischenstufe von 400/300 MHz. Auch das Abschalten nicht benötigter Einheiten soll Nvidia zufolge in sehr feinen Zwischenschritten möglich sein. Insgesamt soll der GTX 280 im Idle-Modus auch ohne Hybrid-SLI-Mainboard eine Leistungsaufnahme von 25 Watt erreichen, zusätzlich steht ein Niederlast-Video-Modus zur Verfügung, welcher Blu-Ray-Filme bei 35 Watt dekodieren soll.

Geforce GTX280 im PCGH-Test: Die Leistungsaufnahme der Grafikkarten gemessen auf unserem speziellen Stromspar-PC. (Bild: PCGH) Quelle: Bild: PCGH Geforce GTX280 im PCGH-Test: Die Leistungsaufnahme der Grafikkarten gemessen auf unserem speziellen Stromspar-PC. (Bild: PCGH)
Den Idle-Wert können wir im Test nicht ganz erreichen - per Differenzmethode zur Onboard-Grafikkarte genehmigt sich unser Testexemplar Leistung eher im Bereich von 45 Watt - zusammen mit dem Rest des PCs inklusive Netzteil-Verlusten macht das 92 Watt Idle-Verbrauch. Nvidia konnte das Problem inzwischen nachstellen und arbeitet an einer Lösung - man ist sich sicher, die angegebenen 25 Watt erreichen zu können. Unter Last nimmt der GT200-Chip im 3DMark03 mit Abstand die meiste Leistung der Single-GPUs auf, während der R600 auf der HD2900 XT den Negativrekord hält.

Ein interessantes Phänomen, welches Nvidia so nicht kommuniziert hatte, lief uns bei unseren Tests mit der CUDA-gestützten Folding-at-Home-Version für die Geforce-GPUs über den Weg. Der Folding-Client nutzt fast ausschließlich die Shader-ALUs für seine Berechnungen und so liegt es nahe, war aber nicht unbedingt zu erwarten, dass während des Protein-Faltens nur die Shader-Einheiten aus dem Idle-Modus in den Last-Zustand versetzt wurden. Während Kern- und Speichertakt bei 300 bzw. 100 MHz verharrten, liefen die Shader mit der vollen 3D-Taktrate.

Geforce GTX280 im PCGH-Test: Last- und Throttle-Verhalten bei Folding at Home mit OC (Bild: PCGH) Quelle: Bild: PCGH Geforce GTX280 im PCGH-Test: Last- und Throttle-Verhalten bei Folding at Home mit OC (Bild: PCGH)

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