Duell der Texturfilter: Radeon gegen Geforce

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Atis RV770 aka Radeon 4800 schlug sich in unserem großen Benchmarktest beachtlich. Doch wo Licht scheint, fallen Schatten. Die Qualität der anisotropen Texturfilterung ist so manchem Radeon-Nutzer ein Dorn im Auge.

Vorwort: Alle nachfolgenden Aussagen fallen in die Kategorie "Meckern auf hohem Niveau". Heutige Grafikchips berechnen blitzschnell eine Texturqualität, die vor 10 Jahren noch dem Offline-Rendering vorbehalten war. Dennoch sind auch heutige Filter nicht über alle Zweifel erhaben. Sollten Sie zu den überzeugten Leuten gehören, deren Grafikkarte nicht flimmert, dann sei Ihnen gesagt: Sie tut es. Es hängt jedoch von vielen Faktoren ab, ob dieses Artefakt als Störung empfunden wird. Ein unscharfer CRT-Monitor verschluckt so manche Information, während ein neuer TFT jedes unterfilterte Pixel offenbart. Zu guter Letzt muss auch der Betrachter des Bildschirms eine gewisse Sensibilität dafür besitzen.

Achtung: Es folgen viele Bilder, garniert mit drei Videos.

Meist sind die Unterschiede auf den Screenshots nur im Direktvergleich zu sehen. Nehmen Sie dafür einen Bildbetrachter, der das Durchschalten erlaubt. Die Videos sind jedoch anschaulicher.

Leistung vs. Qualität: "Optimierungen"
Die Geschichte der sogenannten Texturfilter-"Optimierungen", treffender "Sparmaßnahmen" genannt, wäre zu lang, um sie hier detailliert zu erzählen. Wir steigen daher an dem Punkt der Entwicklung ein, der für qualitätsbewusste Spieler einem Rückschritt gleicht: Atis R600. Die GPU als Ganzes war fortschrittlich, obgleich sie die hohen Erwartungen nicht erfüllte. Mit ihr gab es einen Schnitt bei "A.I." Hinter dem Kürzel versteckt sich eine Sammlung mehr oder minder gewünschter Maßnahmen im Treiber. Manche davon sind unsichtbar und sinnvoll, andere gewährleisten die Funktionalität von FSAA und anderer Bugfixes. Doch an A.I. sind auch die "Optimierungen" des AFs gekoppelt, ohne dass der Nutzer es ändern kann. Deaktivieren Sie A.I., weil Ihnen die Texturen zu stark flimmern, verlieren Sie auch gewünschte Features. Übrigens ist auch Crossfire von A.I. abhängig - ist es aus, rechnet nur ein Grafikprozessor.

Dieser Umstand wäre verschmerzbar, wenn die Texturqualität durch deaktiviertes A.I. ohne Mäkel wäre. Bei einer R5x0-GPU ist dies der Fall: A.I. Off/Aus legt die Sparmaßnahmen komplett schlafen, die Texturen sind so ruhig wie möglich. Seit dem R600 wird das AF aber auch mit A.I. Off "optimiert". Dieses Thema behandelten wir schon vor einem Jahr (Qualität der anisotropen Filterung: R600 gegen R5x0). RV670 und RV770 liefern die gleichen Resultate wie der R600. Zeit, die Auswirkungen erneut zu betrachten.

Episode 1: Crysis
Beim Testen der Radeon HD 4800 kam Crysis natürlich nicht zu kurz. Der Titel vereint hochauflösende Texturen mit Unmengen an Shadercode - ein Cocktail, der jede Sparmaßnahme am Texturfilter aufdeckt. Wir sehen uns nachfolgend die schlimmsten Stellen des Insel-Shooters an. Die Probanden sind eine Radeon HD 4870 und eine GeForce 8800 GTX. Letztere filtert die Texturen genauso wie die GTX-200-Serie, dadurch sind die Ergebnisse übertragbar.

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Atis RV770 aka Radeon 4800 schlug sich in unserem großen Benchmarktest beachtlich. Doch wo Licht scheint, fallen Schatten. Die Qualität der anisotropen Texturfilterung ist so manchem Radeon-Nutzer ein Dorn im Auge.

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  1. Seite 1 Duell der Texturfilter
  2. Seite 2 Bestmögliche Qualität: Nvidia HQ gegen A.I. Off
  3. Seite 3 Treiberstandard: Quality gegen A.I. Standard
  4. Seite 4 Appell und Fazit
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