3D Vision Surround im Hands-on-Test: Mehr Spieltiefe durch Nvidia?
Die 3D-Surround-Technik von Nvidia soll ein ganz neues Wahrnehmungsgefühl in Sachen Spieledarstellung und Filme bieten. Die Redaktion der PCGH hat sich 3D Vision Surround genauer angesehen.
Januar 2010 kündigte Nvidia die 3D-Surround-Technik an und zeigte auf der CES erstmals den praktischen Einsatz an einem Rechner mit drei Monitoren. PC Games Hardware hat 3D Vision Surround nun genauer unter die Lupe genommen
Wie funktioniert Geforce 3D Vision Surround?
Nvidia Geforce 3D Vision Surround funktioniert wie 3D Vision nur eben mit drei statt einem Monitor: Eine Shutter-Brille sperrt abwechselnd für jedes Auge sämtliche Bildinformationen aus. Diesen Vorgang stellen Sie sich am besten so vor, als würden Sie sich immer, wenn das Bild für das rechte Auge erscheint, das linke zuhalten und umgekehrt. Die Qualität des Verfahrens hängt stark von der Bildwiederholrate des Anzeigegeräts und der Geschwindigkeit der Shutter-Brille ab. Denn damit das Gehirn aus zwei nacheinander gezeigten Halbbildern einen Tiefeneindruck erzeugen kann, müssen die Informationen so schnell aufeinander folgen, dass sie praktisch gleichzeitig verarbeitet werden.
Ab einer bestimmten Abspielgeschwindigkeit kann die menschliche Wahrnehmung die aneinandergereihten Bilder nicht mehr voneinander trennen - deshalb erscheint ein Film auch als Film und nicht als Diashow. Die Herausforderung besteht nun darin, die Verschlussgeschwindigkeit der Shutter-Brille mit der Bildwiederholrate des Anzeigegeräts zu synchronisieren. Da die Bildwiederholrate für eine möglichst flimmerfreie Wiedergabe mit Shutter-Brillen in der Praxis etwa 120 Hertz beträgt, ist kaum an eine mechanische Umsetzung einer solchen dreidimensionalen Sehhilfe zu denken. Moderne Shutter-Brille wie die 3D Vision aus dem Hause Nvidia sind mit einem Flüssigkristallelement für jedes Auge ausgestattet. Daneben besitzen die Geräte auf jeder Seite einen passiven Polfilter. Bei jedem Abdunklungsvorgang fungiert das Flüssigkristallbauteil als Polarisationsfilter, der das bereits durch das passive Element polarisierte Licht praktisch komplett aussperrt.
Quelle: PC Games Hardware
Die Installation der 3D-Vision-Funktion (1)
Ein großer Vorteil dieser Technologie liegt darin, dass bei einer guten Synchronisation von Anzeigegerät und Shutter-Brille der störende Ghosting-Effekt weitgehend ausgeschlossen ist. Da das jeweilige Auge durch das nahezu völlige Abdunkeln des Brillenglases im Idealfall gar keine Bildinformationen mehr erhält, ist auch gewährleistet, dass keine Teile des falschen Bildes zum Gehirn gelangen.
Quelle: PC Games Hardware
Die Installation der 3D-Vision-Funktion (2)
Wie schon erwähnt, funktioniert die Surround-Technik wie die normale 3D-Vision-Technik, nur das jetzt mehrere Grafikkarten beziehungsweise Monitore gebraucht werden, um den Effekt zu erzielen. Alles zu der neuen 3D-Technik lesen Sie am besten in der PCGH-Premium-Ausgabe 09/2010 nach. In dem Heft werden auch Technikalternativen getestet und mit Nvidias Geforce 3D Vision verglichen.
Quelle: PC Games Hardware
Die Installation der 3D-Vision-Funktion (3)
Sie benötigen für die optimale Darstellung weiterhin das 3D-Paket von Nvidia, drei 120-Hz-Monitor und die passende Hardware. Unser Testsystem setzte sich aus einem Asus P6T (X58) Mainboard mit einem Intel Core i7 975X als Prozessor zusammen. Dazu gesellten sich zwei Geforce GTX 460 im SLI-Modus und 6 GiByte DDR3 1333 (7-7-7-20) Speicher.
Geforce 3D Vision Surround: Systemvoraussetzungen
Die Grundvoraussetzung, damit Sie Surround betreiben können, sind zwei Grafikkarten der aktuellen Nvidia-Generation und mehrere 120-Hz-Monitore. Wir haben in unserem Test drei LG W2363D (Preisvergleich) verwendet. Dazu brauchen Sie natürlich auch das Nvidia 3D-Vision-Paket (Preisvergleich). Eine Farbfilterbrille funktioniert wie aus dem PCGH Premium 09/2010 auch - das Resultat ist aber selbstverständlich schlechter, da nicht alle Farben dargestellt werden.
Geforce 3D Vision Surround: Praxiserfahrungen
Probleme bei der Konfiguration der Technik gab es nicht. Sie benötigen den aktuellen Grafikkartentreiber von Nvidia und die 3D-Vision-Software. Beides in einem bekommen Sie, wenn Sie auf der Nvidia-Homepage den Full-CD-Treiber herunterladen. Für die Einrichtung von 3D-Vision folgen Sie einfach der Installationsbeschreibung von Nvidia. Sind Treiber und Software installiert, wechseln Sie in die Nvidia-Systemsteuerung. Dort aktivieren Sie die stereoskopische 3D-Funktion. Danach führen Sie den Setup-Assistenten aus, der die 3D-Funktion einrichtet und folgen den Anweisungen. Fahren Sie mit der Konfiguration fort, indem Sie unter dem Punkt SLI, PhysX, Surround konfigurieren alle Monitore aktivieren. Als nächstes aktivieren Sie das Feld Surround über Anzeige verteilen. Dabei wird die Auflösung angepasst. Wechseln Sie in das vorherige Menü und lassen sie sich das Testbild anzeigen. Wenn alles geklappt hat, sollte das alte Nvidia-Logo nun in 3D zu sehen sein.
Der 3D-Effekt ist sehr beeindruckend, die Helligkeit wird aber um ca. 60 Prozent reduziert. Bei rund 400 Candela pro Quadratmeter Leuchtstärke der getesteten LCDs ist dies verschmerzbar. Das oft beschriebene Flimmern der Shutter-Brille konnten wir nicht wahrnehmen. Je nach Grafikeinstellung müssen Sie fast immer mit einer Halbierung der Fps-Rate rechnen. Brillenträger sollten beachten, dass sowohl die Nivdia- als auch die Farbfilterbrille lästig sein können.
Mit der 3D-Brille von Nvidia ist das Bild gestochen scharf. Die Monitoranzahl tut ihr Übriges, hat man doch einen größeren Blickwinkel, auch wenn Spiele wie Mafia 2 an den Seiten verzerrt dargestellt werden. Wer von schnellen Bewegungen in Spielen leicht Kopfschmerzen oder Übelkeit bekommt, der sollte beim 3D-Einsatz aufpassen. Das Spielen in 3D ist deutlich anstrengender.
Die folgenden Spiele unterstützen alle neben 3D-Vision die neue Surround-Technik:
Dragon Age
F.E.A.R.
Far Cry 2
Call of Duty: Modern Warfare 2
Command & Conquer 3: Tiberium Wars
Grand Theft Auto 2
Mafia
Mass Effect
Need for Speed Underground
Race Driver Grid
Die erlebte Spieltiefe war beeindruckend. Problematisch empfand ich allerdings, dass der Fokus des Öfteren nicht dort war, wo ich hinschauen wollte (und das schmerzt!)
Meine Frage ist nun, wie das bei Nvidias Lösung gelöst ist. Die 3D-Visualisierung kann ja nur eine Entfernung "scharf" fokussiert darstellen, der Rest ist verzerrt, unabhängig davon, ob man Shutterbrillen oder Anaglyphenbrillen benutzt.
Ich empfand es letztendlich zu anstrengend und bin wieder auf 2D gewechselt. Ein 3D-Kinofilm ist da nämlich was ganz anderes, da "führt" der Regisseur einen durch den Film, womit man sich durchaus darauf einlassen kann, auf die vom Regisseur gerade "gewollten" Filmtiefen sich zu konzentrieren.
Die erlebte Spieltiefe war beeindruckend. Problematisch empfand ich allerdings, dass der Fokus des Öfteren nicht dort war, wo ich hinschauen wollte (und das schmerzt!)
Meine Frage ist nun, wie das bei Nvidias Lösung gelöst ist. Die 3D-Visualisierung kann ja nur eine Entfernung "scharf" fokussiert darstellen, der Rest ist verzerrt, unabhängig davon, ob man Shutterbrillen oder Anaglyphenbrillen benutzt.
Ich empfand es letztendlich zu anstrengend und bin wieder auf 2D gewechselt. Ein 3D-Kinofilm ist da nämlich was ganz anderes, da "führt" der Regisseur einen durch den Film, womit man sich durchaus darauf einlassen kann, auf die vom Regisseur gerade "gewollten" Filmtiefen sich zu konzentrieren.
Es müsste sogar möglich sein, dass eine Grafikkarte jeweils die Berechnung des Rechten und eine die Berechnung des Linken Auges übernimmt, sodass man 6 GPUs ohne Mikroruckeln nutzen könnte- das geht aber mit aktuellen Treibern definitiv noch nicht
Erstmal musste ich dafür einen 3D Monitor finden, in diesem Fall den 2233RZ, der nicht als 3D Monitor beworben wurde; anschließend einen Mitarbeiter auftreiben und nach der Brille fragen, welcher ~5min gebraucht hat um sie aufzutreiben- wenn man in einem Saturn/Mediamarkt 3D Vision nicht findet heißt das noch lange nicht, dass es es nicht gibt...