AMD Radeon RX 9050 XT: Asrock bringt RDNA für Einsteiger - auch mit 4 GiByte
Das erste Custom-Design der Radeon RX 9050 ist da - und Asrock listet die Einsteiger-Grafikkarte überraschend auch mit nur 4 GiByte an einem 64 Bit breiten Speicherinterface. Deutschland steht nicht auf der Liste.
Asrock hat mit der Radeon RX 9050 Challenger das erste Custom-Design von AMDs neuer Einsteiger-Grafikkarte vorgestellt. Auf den Produktseiten des Herstellers steht jedoch nicht nur die erwartete Ausführung mit 8 GiByte GDDR6, sondern zusätzlich eine zweite mit 4 GiByte. Bei ihr schrumpft nicht allein die Kapazität, sondern im gleichen Zug auch das Speicherinterface von 128 auf 64 Bit.
Radeon RX 9050 in zwei ungleichen Ausbaustufen
Äußerlich unterscheiden sich die beiden Modelle nicht. Asrock nennt für beide dieselben Abmessungen von 249 × 132 × 41 mm, ein Gewicht von rund 645 Gramm, denselben Kühler mit zwei Lüftern und eine Metall-Backplate. Auch die Taktraten sind identisch: Der Hersteller gibt jeweils bis zu 2.600 MHz Boost-Takt und 1.920 MHz Game-Takt an. Der Unterschied steckt ausschließlich im GDDR6-Speicher.
Radeon RX 9050 mit 4 GiByte: Speicherinterface mit 64 Bit
Die AMD Radeon RX 9050 mit 4 GiByte kommt rechnerisch auf 144 GByte/s Speicherbandbreite, die Ausführung mit 8 GiByte dagegen auf 288 GByte/s. Beide arbeiten laut Asrock mit 18 Gbps schnellem GDDR6, das kleinere der beiden Modell bindet diesen allerdings nur über 64 statt 128 Bit an.
Aus der halbierten Kapazität wird damit auch eine Halbierung des Durchsatzes auf 144 GByte/s. Offen bleibt, ob AMD gemeinsam mit den Speichercontrollern auch den Infinity Cache halbiert. Asrock macht dazu ebenso wenig eine Angabe wie zu ROPs, L2-Cache und Leistungsaufnahme.
Technische Daten: Navi 44 mit 16 Compute Units und 1.024 ALUs
Beide Ausführungen der Radeon RX 9050 nutzen den RDNA-4-Grafikprozessor Navi 44 mit 16 Compute Units ("CUs") und 1.024 FP32-Shadereinheiten ("ALUs") und damit die Hälfte der AMD Radeon RX 9060 XT. Bei 2.600 MHz ergibt das eine theoretische Rechenleistung von rund 5,3 TFLOPS, während eine Radeon RX 9060 XT auf eine Rechenleistung von etwa 12,8 TOPS kommt.
Anschlüsse, Kühlung und Stromversorgung
Asrock verbaut zweimal DisplayPort 2.1a und einmal HDMI 2.1b, bis zu drei Bildschirme lassen sich gleichzeitig ansteuern. Die Anbindung erfolgt per PCIe 5.0 mit 16 Lanes, die Stromversorgung über einen einzelnen achtpoligen PCIe-Anschluss. Als Netzteil empfiehlt der Hersteller ein Modell mit mindestens 450 Watt. Die beiden Lüfter stehen im Leerlauf still, dazu kommen eine (A)RGB-Beleuchtung.
4 GiByte im Jahr 2026: PCGH hat diesen Fall bereits vermessen
Mit 1.024 Shadern, 4 GiByte GDDR6 und 144 GByte/s trifft die Radeon RX 9050 fast exakt die Eckdaten der Radeon RX 6500 XT vom Januar 2022. Wie stark die Kapazität allein durchschlägt, hat PCGH an genau dieser Grafikkarte gemessen: Zwischen den ansonsten baugleichen Modellen mit 4 und 8 GiByte lagen in Full HD bis zu 316 %.
Quelle: Asrock
Dasselbe Muster zeigt in der aktuellen Generation das Duell der Radeon RX 9060 XT mit 8 und 16 GiByte. Für Spieler eignet sich eine Radeon RX 9050 XT mit 4 GiByte daher ganz sicher nicht.
Ein reiner Rückschritt ist die neue Radeon-Grafikkarte deshalb nicht. RDNA 4 arbeitet pro Takt deutlich effizienter, bringt Raytracing-Kerne der dritten Generation sowie das KI-Upscaling über FSR 4.1 mit und nutzt die volle Anbindung mit 16 Lanes statt der auf vier Lanes beschnittenen Schnittstelle der Radeon RX 6500 XT.
Wenn der Preis stimmen sollte, kann die Radeon RX 9050 XT mit 8 GiB eine brauchbare Einsteigerlösung sein - wovon sich PCGH sicherlich ein Bild machen wird.
Speicherkrise dürfte den Ausschlag gegeben haben
Dass die Radeon RX 9050 überhaupt mit 4 GiByte erscheint, hat einen naheliegenden Grund: Die Spotpreise für GDDR6-Bausteine haben sich seit dem Sommer 2025 von 2,50 auf 7,50 US-Dollar je Gigabyte nahezu verdreifacht. Zusätzlich könnte AMD die Vertragspreise für Bündel aus Grafikprozessor und Speicher ab dem dritten Quartal 2026 um 10 bis 15 Prozent anheben, wie PCGH bereits berichtet hat.
In einem Segment, in dem jeder Euro über den Erfolg entscheidet, ist der Speicher der größte Hebel - und genau dort setzt die Ausführung mit 4 GiByte an.
Kommt die Radeon RX 9050 nach Deutschland?
Asrock nennt für die Radeon RX 9050 Challenger ganz ausdrücklich nur die Region Asien-Pazifik sowie Lateinamerika, Europa und die USA fehlen auf der Liste. Beide Produktseiten tragen außerdem den Hinweis, dass das Modell nicht weltweit im Einzelhandel verkauft werden soll.
Ausgeschlossen ist ein späterer Start hierzulande damit nicht, die Radeon RX 9070 GRE hat den Weg von Asien nach Europa bereits vorgemacht. Einen Preis nennt Asrock bislang für keine der beiden Ausführungen.
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Quelle: Asrock

Dann rechnet mal damit dass die RX 9050 XT 8 GB ~ 299 € kosten wird und das 4 GB Modell ( ITX, 1x Fan, 75 W TDP ) "nur" 249 €
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MfG
Raff
Ja, warum nicht das Feature RAM-Auslagerung standardmäßig implementieren und anbieten!?
Wäre interessant, inwieweit die dedizierte besser wäre als eine IGPU.
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MfG
Raff