Welche Grafikkarte für 4K-Gaming (und 144 Hertz)?
Grafikkarten sind teuer wie nie, doch wer in 4K mit hohen Bildraten spielen will, benötigt starke Hardware. PC Games Hardware zeigt drei Modelle für UHD-Gaming mit bis zu 144 Hertz - inklusive Einschätzung zur aktuellen Preislage.
Inhaltsverzeichnis
Zugegeben, es ist abermals eine sehr undankbare Situation für Fans des gepflegten PC-Gaming: Grafikkartenpreise - und nicht nur die - steigen rasant, weil Speicherhersteller ihre Chips (und vielleicht auch ihre Seele) an die Künstliche Intelligenz verkauft haben. Wer will es ihnen verübeln? Man beliefert eben den Meistbietenden. Für all jene, die sich an den hohen Preisen nicht stören, wollen wir aber dennoch Kauftipps geben. Das mag manchmal mühsam sein, denn für gewöhnlich informiert man sich in den Einzeltests der Grafikkarten, wie sie im gewünschten Szenario abschneiden. Heute machen wir es aber andersherum und beantworten eine der am häufigsten gestellten Fragen: Welche Grafikkarte für 4K-Gaming (und zusätzlich 144 Hertz)?
3 Tipps - kurz und knapp
Dank der umfangreichen Tests im PCGH-Testlabor lässt sich das tatsächlich schnell beantworten, denn vermessen ist alles und es ist nur eine Frage der Aufbereitung. Drei Modelle nominiert die Redaktion für diesen Einsatzzweck, nämlich nahezu reueloses Ultra-HD-Gaming ("4K") mit ausreichend Fps:
- Geforce RTX 5060 Ti 16GB: Das Modell ist der günstigste Einstieg in die Welt des UHD-Gamings. Im Moment bedeutet das zwar mindestens rund 550 Euro (vor drei Monaten waren es noch rund 420 Euro), aber die Karte hat in jedem Fall ausreichend Speicher und kann sich in schwierigen Szenarien mittels DLSS 4.5 über Wasser halten. Das Transformer-Modell sieht in der Regel gut aus, auch wenn mit DLSS Performance und somit intern nur mit 1080p gerechnet wird.
- Radeon RX 9070 XT: Für den aufgerufenen Preis von aktuell rund 700 Euro das Schnellste, was man für sein Geld bekommt; und für den Zweck das einzige infrage kommende Angebot von AMD. Die Preise waren vor drei Monaten zwar rund 100 Euro niedriger, aber das Modell kam bislang im Preisanstieg etwas besser weg als AMD, und ML-FSR-Upsampling (FSR 4) sowie die Raytracing-Leistung sind ordentlich, wenngleich nicht auf dem Niveau der nächsten Karte.
- Geforce RTX 5070 Ti: Wer mit den Nachteilen der Radeon nicht leben will und häufiger auf nativ berechnete Pixel setzen möchte, muss zu diesem Modell greifen, das für rund 1.000 Euro den Besitzer wechselt und damit zusätzlich spielbares Pathtracing abliefert - DLSS-Upsampling ist dafür jedoch Pflicht. Vor drei Monaten konnte man für 1.000 Euro schon eine RTX 5080 bekommen, aber das hat sich in Luft aufgelöst. Die RTX 5070 Ti war aber ohnehin immer die "Vernunftskarte".
Und was ist mit 144 Hertz?
Für informierte Leser kommt die Auswahl wohl kaum überraschend, stehen doch RX 9070 XT und RTX 5070 Ti auch in direktem Wettbewerb zueinander. Absolute Enthusiasten werden einwerfen, dass alle drei Modelle in 4K-Auflösung an ihre Limits kommen können, wie man das in unseren PCGH-Reviews (Test Geforce RTX 5060 Ti 16GB, Test Radeon RX 9070 XT, Test Geforce RTX 5070 Ti) entsprechend nachlesen kann. Doch dann muss man aktuell so viel Geld in die Hand nehmen, dass häufig nur Enthusiasten bereit sind, es zu zahlen.
Das gilt im Prinzip auch für die häufig gestellte Frage nach 2160p und 144 Hertz: Beide Geforce-Modelle sind grundlegend 144-Hertz-tauglich, solange man mit Frame Generation arbeitet, wenn die nackte Rasterleistung nicht mehr ausreicht. Die Ergebnisse sind grundlegend so gut, dass auch PCGH-Fachredakteur Vötter einen Daumen nach oben gibt. Bei der Radeon greift man besser zum FSR-4-Performance-Upsampling (das stünde in Form von DLSS 4.5 auch auf den Geforces bereit).
Lockfalle Monitormarkt ...
Der Monitormarkt ist eigentlich weiter und lockt hier klar Kunden mit bezahlbaren 27 Zoll großen 4K-Panels (selbst im OLED-Bereich), die dann schon recht angenehme 163 ppi mitbringen. Am Horizont rütteln bereits die 5K-Displays am Käfig, die auf 218 ppi kommen und die 60 Hertz langsam durchbrechen. Die Sprünge sind jedoch schmerzhaft, weil sich die Pixelmengen zum Quadrat vermehren. Man bleibt also entweder im "Sweetspot für Gamer" - 1440p und seinen 109 ppi auf 27 Zoll - oder investiert.
Im Artikel angesprochene Auflösungen
| Auflösung | Bezeichnung | Alias |
|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 Pixel | WQHD oder 1440p | 2,5K |
| 3.840 × 2.160 Pixel | UHD oder 2160p | 4K |
| 5.120 × 2.880 Pixel | UHD+ oder 2880p | 5K |
Wer am oberen Ende der Auflösungs- und Bildwiederholraten operiert, sollte zudem darauf achten, dass er nicht in mögliche Bandbreitenbeschränkungen gerät. Die empfohlenen Grafikkarten haben HDMI 2.1 und Displayport 1.4a. Unter HDMI 2.1 ist bei 2160p und 120 Hertz Schluss, wenn man keine Kompromisse eingeht. Displayport schafft die 144 Hertz bei 2160p noch ohne Display Stream Compression.
Und der Elefant im Raum ...
Der Elefant im Raum ist natürlich die insgesamte Preislage. Jedem muss klar sein, dass der Grafikkartenmarkt aktuell deutlich über dem liegt, was vor einem Quartal aufgerufen wurde. Exemplarisch haben wir die Entwicklung der Sapphire RX 9070 XT Pulse eingebunden, die noch recht gut weggekommen ist.
Sapphire Pulse Radeon RX 9070 XT 16GB
Bei Nvidias Modellen hat die Geforce RTX 5070 Ti die RTX 5080 quasi ersetzt. Nvidia hatte zwar Gerüchte dementiert, die RTX 5070 Ti würde aus der Produktion genommen werden, aber die Verfügbarkeit und die Preise sind alles andere als ideal. Laut einer Analyse von Techspot, wo man die US-Preise sezierte, ist die Geforce RTX 5070 Ti 25 % teurer als im November. Die Geforce RTX 5080 sogar 48 Prozent. Je nach Modell und Markt weichen die Preissteigerungen aber (teils deutlich) ab. Etwa bei der Geforce RTX 5060 Ti 16 GB, die in Deutschland 29 Prozent zulegte, in den USA aber "nur" 25 Prozent. Preissensible Kunden sollten generell auf eine Entspannung warten, doch die ist im Moment für frühestens kommendes Jahr vorausgesagt. Wer also eine Grafikkarte will und sich mit den Preisen am Markt arrangiert, liegt mit den drei PCGH-Empfehlungen richtig.
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Obwohl bei Profis erst 60 FPS + als wirklich flüssig angesehen werden ( aber was wissen die denn schon ) .
Das du dir deine Amd Rx 9070Xt für dich selber schön reden möchtest , obwohl diese in diesem Bench schon an hart an ihrer ( Kotz ) Grenze ist , kann ich nachvollziehen , zumal in ein bis zwei Jahren , das was ich mit zukunftssicherheit gemeint habe , auf deine Karte sicher nicht zutreffen wird , ausser man begräbt deine Schieberegler im Erdmittelpunkt .
MFG :
Und wenn Du alles richtig gelesen hättest, hättest Du auch gelesen, dass es manchmal so ist. Nicht immer. Nicht allgemein gültig. Und so sehe ich das mit den 60 FPS. Manchmal reichen auch die nicht.
Die Profis sagen auch, dass ich ne Vollformatkamera brauche und MFT zu wenig ist. Ne Smartphonekamera bekommt ja auch keine guten Bilder hin...
Und wenn die Karte nicht mehr für meine Bedarfe ausreicht, kauf ich ne neue
Jedes Game hat ein Menü mit Schiebereglern. Einfach von Ultra auf hoch stellen und Spaß haben.
Bekanntlich nutzt PCGH für die Benchmarks entsprechend fordernde Szenen, von daher werden die FPS die meiste Zeit um einiges höher sein.
Ich hatte schon einige Games bei denen 45FPS plus AFMF für mich ausreichend flüssig liefen. Einfach FPS Anzeige ausmachen und Spaß am Game haben.
Es kommt doch stark auf das Spiel an ob es ruckelt oder nicht. Eine pauschale Aussage kann hier keine Antwort bringen. Ich hatte schon Spiele, da reichten wie gesagt 45 bis 55 FPS, andere brauchten mindestens 70 FPS.
Schade für dich. Aber wie ermittelst Du das anhand vom Performanceindex?
Meine 9070XT agiert bei vielen Games weit unter 100% Auslastung. Da ist keine Kotzgrenze erkennbar.
Obwohl bei Profis erst 60 FPS + als wirklich flüssig angesehen werden ( aber was wissen die denn schon ) .
Das du dir deine Amd Rx 9070Xt für dich selber schön reden möchtest , obwohl diese in diesem Bench schon an hart an ihrer ( Kotz ) Grenze ist , kann ich nachvollziehen , zumal in ein bis zwei Jahren , das was ich mit zukunftssicherheit gemeint habe , auf deine Karte sicher nicht zutreffen wird , ausser man begräbt deine Schieberegler im Erdmittelpunkt .
MFG :
Seit kurzem geht sogar in vielen aktuellen Spielen FSR 4 per Mod. Damit sieht bereits das Performance Preset gleich gut/leicht besser aus wie Quality bei FSR 3.