Voodoo 5 5500 AGP 4x Revision A2-3300: 3dfx-Rarität neu im PCGH-Testlabor
Neu im PCGH-Testlabor: 3dfx Voodoo 5 5500 mit AGP4x-Schnittstelle. Wenige Wochen vor Torschluss bestückte der 3D-Pionier eine Handvoll OEM-Rechner mit einer überarbeiteten Version der V5 5500. Was die seltenen AGP4x-Karten der AGP2x-Massenware voraus haben, wird PC Games Hardware bald in einem Artikel erläutern.
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Wir schreiben das Frühjahr 2000, 3dfx entlässt die Voodoo 4 4500 und Voodoo 5 5500 in den Massenmarkt. Damals ahnte niemand, dass es sich hierbei um die letzte marktreife Grafikkartenserie aus den 3dfx-Laboren handelte – die in Entwicklung befindliche V5 6000 und der sagenumwobene Rampage alias Specter entwuchsen bekanntlich nie dem Prototypen-Stadium. Zeitgenössische Medien kritisierten 3dfx' Topmodell Voodoo 5 5500 unter anderem wegen fehlender Unterstützung der modernen Grafikschnittstelle AGP 4x. Diese erzielt gegenüber AGP2x, welches die Voodoo 5 unterstützt, den doppelten Datendurchsatz und kann damit die Bildrate in Spielen erhöhen – zumindest theoretisch, praktisch bewegte sich der Unterschied im Jahr 2000 im Promillebereich.
Voodoo 5 5500 AGP4x Test: Aufwendige Kleinserie
Doch AGP 4x (genauer: AGP 2.0) – brachte eine weitere Neuerung gegenüber AGP 1.0: eine von 3,3 auf 1,5 Volt verringerte Signalspannung. Diese erforderte eine Anpassung der Mainboards und Grafikkarten, welche 3dfx bei der Voodoo 5 zunächst nicht vornahm. V5-Karten arbeiten infolgedessen nur mit AGP-1.0-Plattformen wie dem Via KT333 zusammen, welche ihnen die geforderten 3,3 Volt servieren. Neuere Chipsätze wie der Nvidia Nforce 2 und Via KT600 sind inkompatibel, womit der Betrieb in den schnellsten AGP-Boards unmöglich ist. Das Delikate an der Geschichte: Neben der Voodoo 4 4500, welche in Serie AGP4x-fähig ist, brachte 3dfx wenige Wochen vor dem Aus eine Revision der V5 5500 zur Serienreife, welche AGP 4x unterstützt. Jene Kleinserie wurde in eine Handvoll OEM-PCs gesteckt, um mit dem fortschrittlichen Schlagwort "AGP 4x" zu werben – das Retail-Segment wurde bis zum Ende mit AGP2x-Modellen befüllt. Interessant ist, dass lediglich die Kompatibilität zu modernen Mainboards hergestellt wurde: SLI-technisch bedingt arbeiten die beiden Grafikchips unverändert mit PCI66-Geschwindigkeit, was lediglich AGP1x entspricht.
Voodoo 5 5500 AGP4x Test: 13 Jahre später
PC Games Hardware hat nun ein Exemplar der Voodoo 5 5500 Rev. A2 erstanden und plant einen ausführlichen Artikel zur letzten marktreifen Grafikkarte der 3dfx-Ingenieure. Bevor wir anfangen, möchten wir Ihnen die seltene Grafikkarte vorstellen. Unser Exemplar wurde in der 33. Kalenderwoche des Jahres 2000 gefertigt, weshalb man von einer "Rev. A2-3300" spricht – analog zu den V5-6000-Prototypen, welche mehrheitlich als "Rev. A-3700" in Umlauf sind. Bei der Platine handelt es sich um ein komplettes Redesign der V5 5500, das im Gegensatz zu den Retailkarten mit ansprechenden 3dfx-Aufklebern bestückt wurde. Die Stromversorgung wird auch bei der Rev. A2 mithilfe eines Molex-Steckers gewährleistet.
Welche Tests soll PC Games Hardware mit der V5 5500 Rev. A2 durchführen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion! Wir planen, den Test spätestens in der PCGH 01/2014 zu veröffentlichen, passend zum 13. Todestag des 3D-Pioniers. Bis dahin laden wir Sie herzlich ein, den Probanden in der Bildergalerie genauer zu betrachten.

Tatsächlich, wie ich gerade festgestellt habe ist der Artikel erschienen. Dann bin ich ja mal gespannt. Hoffentlich liegt sie im Dorf noch aus
Wegen einiger Umgereimtheiten haarscharf, aber ja.
MfG,
Raff
Angeblich 02/2014
World of Warcraft trifft auf Voodoo 4 4500 AGP und 3,6 GHz schnellen Pentium 4
In die Ausgabe 01/2014 hat es der Artikel ja scheinbar nicht geschafft. Gibt es einen neuen Termin oder ist der Artikel im Sande verlaufen?
Das VSA100 Design sah beim SLI nur das PCI66 Protokoll vor, anderweitige Experimente gab es hier nicht. Ebenso beim VSA101.
Rampage ist hier eine große Unbekannte. PCI66 dürfte es sicherlich nicht mehr sein weil viel zu langsam. Möglicherweise ein eigenentwickeltes Übertragungsprotokoll oder eine Abwandlung bestehender. Gedanken muss sich 3dfx hier zumindest welche gemacht haben, der Rampage war bis auf ein paar Bugs fertig.
Edit: Nettes Detail am Rand: Bei der Quantum3D AAlchemy 8x32/8x64SB (also 8x VSA100) arbeitet der Verbund intern nur mit PCI33!