RIP: Ehemalige Grafikkarten-Giganten von 3dfx bis XGI - welche kennen Sie noch?
Die Geschichte der Grafikkarten-Hersteller kennt viele Höhen und Tiefen: So manche Firma, die vor ein paar Jahren den Markt dominierte, ist heute selbst Geschichte oder aber hat sich in eine kleine Nische zurückgezogen. Wenn Sie mit Namen wie 3dfx, Diamond, Hercules oder Tseng Labs vertraut sind, dann zählen Sie vermutlich schon zu den älteren Lesern.
Betrachtet man den heutigen Grafikkarten-Markt, so gibt es nur noch zwei große sogenannte IHVs (Independent Hardware Vendor) - nämlich AMD und Nvidia, denn Intel produziert faktisch nur noch integrierte Lösungen und Ati ist schon länger Teil der Advanced Micro Devices bzw der Radeon Technologies Group. In der Regel verkaufen die IHVs aber ihre Chips nicht selbst in Form von Steckkarten, das übernehmen die Board-Partner oder AIBs (Add-in Board). Zu den bekanntesten zählen heute MSI, Sapphire oder auch Asus.
Springen wir jedoch in der Zeit zurück, zum Beispiel in die 90er-Jahre, so verbanden Spieler mit 3D-Beschleunigung vor allem eines - die Voodoos von 3dfx. Erinnern Sie sich noch an die Canopus Pure 3D II, die Diamond Monster 3D, die Miro Media Hiscore 3D, Anubis Typhoon 3D Max II, die Wicked3D Voodoo 2, die Elsa Victory oder die Guillemot Maxi Gamer 3D? Selbst Creative Labs entließ noch Grafikkarten in den Markt, heute ist die Firma "nur" noch Audio-Spezialist. 3dfx hingegen wurde 2000 von Nvidia aufgekauft und 2002 aufgelöst.
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Diamond ist heutzutage nur noch im asiatischen Markt tätig, selbiges gilt für Elsa - dabei konnte das ursprünglich deutsche Unternehmen mit seinen Gladiac-Modellen jahrelang gut mithalten. Ebenfalls ein Begriff dürften Ihnen beispielsweise die Hercules 3D Prophet 9800 Pro sein, mittlerweile ist der Hersteller Teil von Guillemot. Unter der Marke Hercules wird nun z. B. Equipment für DJs vertrieben. Die ersten Geforce-Karten wie die Riva 128 kamen noch von STB Systems, etwa die Velocity 128 - 3dfx kaufte die Texaner bereits 1999 auf. Noch ein paar Jahre zuvor verleibte sich Ati die Tseng Labs ein, auch Art-X wurde Teil des Konzerns und war mit am legendären R300 alias Radeon 9700 Pro beteiligt. Auch die Bitboys Oy landeten 2006 vor der Übernahme durch AMD bei Ati: Das finnische Unternehmen entwickelte in den 90er-Jahren einige vielversprechende Grafikchips, die aus unterschiedlichen Gründen aber nie auf den Markt kamen. Kennen Sie übrigens Number 9? Mit ihrem Ticket to Ride IV oder auch den Imagine-Karten orientierten sich die Amerikaner zumindest dem Namen nach an Beatles-Songs.
Blicken wir auf die jüngere Vergangenheit, so vermissen wir unter anderem Tyan, die nur noch Server-Mainboards bauen. Auch Terratec schied bereits nach zwei Jahren im Grafikkarten-Business aus, die Mystify 5800 Ultra war eine der letzten Geforces; das für Sound- und TV-Karten bekannte Unternehmen lebt heute als H & S Entwicklungsgesellschaft Nettetal GmbH weiter, die Ultron AG übernahm im September 2013 die Markenrechte an Terratec (mit Ausnahme der Noxon-Produkte). Mit Leadtek hat einer der großen Hersteller zumindest hierzulande das Geschäft größtenteils aufgegeben, BFG - welche sogar für Ageia PhysX-Karten bauten - wandte sich 2010 vom Grafikkarten-Markt ab. Ebenfalls schade ist es um Aopen, Albatron und Abit, die gerade zu Geforce-4-Zeiten durch kreative Designs auf sich aufmerksam machen konnten.
Power VR, Teil der Imagination Technologies, erwies sich mit den beiden Kyro-Modellen als Preisleistungstipp, heute sind die Briten vor allem im Smartphone- und Tablet-Bereich eine Hausnummer - u.a. setzt auch Intel auf Power-VR-Chips. Die Ivy-Bridge-Macher bauten zwar einst Karten mit etwa dem i740, Erfolg hatte das Milliardenunternehmen damit aber nie. Als letzte Firma möchten wir hier noch XGI nennen: Mit der Volari V8 Duo, einer monströsen Dual-GPU-Karte, sollte 2003 ein Gegner für die Radeon 9800 Pro und FX 5950 Ultra erscheinen - wie Sie sich aufgrund der Erwähnung an dieser Stelle denken können, überzeugte die XGI-Lösung aber nicht.
Die Grafik war einfach um Welten besser und flüssiger.
Deshalb wurde die Karten gekauft.
Die hab ich nicht mal mit dem Hinterteil angesehen.
So sind sie in die Pleite gerutscht.
Die 3dfx-Entwickler hat Nvidia mit Kußhand übernommen.
Und so ein bißchen Voodoo steckt noch in der Geforce.
DIE WAR TOLL!
und später habe ich mir noch eine 3d shutter-brille fuer meinen roehrenmonitor geholt gehabt....die war ebenfalls von ELSA
War mit deren Produkten immer Recht zufrieden
Vorher hatte mein Kumpel in seinem pc schon eine voodo Karte und ich war vom Unreal tournament damals so beeindruckt dass ich einfach auch sowas gebraucht habe
Hercules 3D Prophet 2 MX 32MB
MSI Starforce 64 mit GeForce 2 Pro
GeForce 4 Ti-4200 128MB
GeForce 4 Ti-4400 128MB
Herclues 3D Prophet 9800 Pro
Point of View 6800 GT AGP
Point of View 7800 GS AGP
Gainward Bliss 7800 GS 512MB AGP (heute noch im Athlon XP-M Sys im Einsatz für Win XP Gameklassiker bis 2008)
GTX 280 von Gainward
8800 GTS 512MB von MSi
Point of View GTX 570
Gigabyte GTX Titan Black
EVGA GeForce GTX Titan X
NVidia Titan X Pascal
3Dfx Karten habe ich übriges heute fast alle in Sammlung (mehrere Karten mit V1 bis V5).