Grafikkarten: Schlechtestes viertes Quartal in über zehn Jahren, AMD gibt Marktanteile ab
Das Marktforschungsunternehmen Jon Peddie Research hat mit einem Bericht zu den Verkäufen diskreter Grafikkarten im vierten Quartal 2018 nachgelegt. Demnach handle es sich um das schlechteste vierte Quartal in mehr als zehn Jahren. Zugleich lässt AMD bei den Marktanteilen deutlich Federn.
Nach der Veröffentlichung zum Gesamtgeschäft von AMD, Intel und Nvidia mit Grafikchips - darin enthalten auch integrierte Grafikeinheiten - für das vierte Quartal 2018 hat das Marktforschungsunternehmen Jon Peddie Research nun auch Zahlen zum Absatz von Grafikkarten veröffentlicht. AMD schnitt besonders schlecht ab und gab deutliche Marktanteile an Nvidia ab.
Marktanteil von Nvidia liegt bei über 80 Prozent
Verzeichnete Nvidia im dritten Quartal 2018 noch einen Marktanteil von 74,3 Prozent, wodurch sich AMD mit 25,7 Prozent zufriedengeben musste, sind es im zurückliegenden Quartal nunmehr 81,2 Prozent des Gesamtmarkts für diskrete Grafikkarten (Add-in-Boards). AMD liegt damit bei nur noch 18,8 Prozent. Angesichts dessen, dass AMD im vergangenen Jahr kaum Regung im GPU-Geschäft zeigte, während Nvidia die ersten Turing-Grafikkarten veröffentlichte, ist das Resultat wenig verwunderlich.
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Laut dem Bericht von JPR seien für gewöhnlich im vierten Jahresquartal gleichbleibende bis leicht höhere Absatzzahlen zu beobachten. Doch das Ende des "Krypto-Mining Goldrausch" sorge zu einem nicht unerheblichen Teil für einen unüblichen Rückgang bei den Verkäufen. Die brachen gegenüber dem Vorquartal um 10,7 Prozent ein. Im direkten Jahresvergleich sind es sogar über 40 Prozent. Damit liege man 2,3 Prozent unter dem 10-Jahres-Schnitt. Letztlich beschere der Zusammenbruch des Krypto-Mining das schlechteste vierte Quartal in mehr als zehn Jahren für Add-in-Boards. Die Umsätze beliefen sich derweil auf rund 2,8 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr käme man somit auf etwa 17 Milliarden US-Dollar, die mit Add-in-Boards eingenommen wurden.
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AMD stock spikes after Google confirms Stadia gaming partnership
Andererseits hätten bei besseren Preisen auch mehr Leute zugegriffen.
Jedenfalls hat man mit sehr niedrigen Absatzzahlen dennoch hohen Umsatz erzielt und Gewinn gemacht.
Und die Anleger jammern halt trotzdem.
Für AMD sehe ich indes dringenden Handlungsbedarf.
Wenn Navi dank 7nm nicht einschlägt wie eine Bombe und im Mainstream durch sehr gute Preis-Leistung glänzt, wird man womöglich noch mehr Anteile verlieren, wenn 2020 Intel dazu kommt und vermutlich auch nur dort Karten ansetzen kann, wo AMD sich hauptsächlich die Anteile holt.
Sollte also AMD noch mehr Anteile verlieren udn demnach weniger Geld für Forschung ausgeben können, wird man sich wohl bald komplett von Oberklassekarten verabschieden müssen.
Schon jetzt lebt man als Käufer mit heruntergebrochenen Profikarten, die Funktionseinheiten haben, die nicht oder nur unvollständig ausgenutzt werden können und trotzdem Strom benötigen und Hitze verursachen und Kosten verursachen, die der Kunde mittragen muss.
Wenn es hart auf hart kommt, wird also NVidia dank dicker Geldpolster (Kunde ist ja so doof und zahlt gerne) irgendwann in den nächsten Jahren immer weiter die Preise anziehen und einfach nur die Leistungskurve so weit anziehen, dass die anderen nicht ganz rankommen können.
Das ist tatsächlich merkwürdig. Denn das, was es hier zu kaufen gab, war definitiv im Segment unter 300€ von Seiten AMDs ein hervorragendes Angebot.
Natürlich stellt sich die Frage, ob Nvidia OEMs die Karten viel günstiger verkauft, als uns - denn einen technischen Grund dafür, dass der Marktanteil von AMD im GPU-Segment im letzten Quartal 2018 wieder sank, sehe ich tatsächlich nicht.
AMD's GNC .... steht vor dem aus - Radeon VII ist der Verkaufsrenner ohne genügend Gaming-Leistung & fortschrittliche Features für die nächsten Jahre ....
Ohne Zweifel - Danke INTEL Raja & (Copy/Paste) Lederjäckchen Lisa !
Nur noch 18'8% .... und Rebrandeon ist Fertig!
Ist eben das Ende vom Shrink sowohl bei Nvidia als auch bei AMD da kommen meist wenig interessante Karten raus und die Leute sind meist schon eingedeckt. Mit den neuen Karten erwarte ich wieder mehr Leistung zu den jetzigen Generation und lohnenswerte Alternativen sowohl für Mittel- als auch Oberklasse.