GDDR6: Samsung produziert den schnellsten 16-Gbit-Speicher
In einer Pressemitteilung hat Samsung die Erweiterung der hauseigenen GDDR6-Speicherproduktion verkündet. Am oberen Ende des Angebots stehen jetzt 16 Gigabit große Chips (2 GiByte), die 18 Gigabit pro Sekunde übertragen. Eine Mittelklasse-Grafikkarte mit 256 Bit breitem Speicher-Interface würde damit 576 GB/s erreichen und auf 16 GiByte RAM kommen.
Bislang bestand die Speerspitze beim GDDR6-Speicher aus 8 Gbit großen Modulen mit einer Übertragungsrate von 16 Gigabit pro Sekunde (Gbps). Diese Chips arbeiten deutlich schneller als aktueller GDDR5 (max. 9 Gbps) und GDDR5X (max. 12 Gbps), brachten aber keinen Kapazitätsvorteil. Das hat Samsung inzwischen geändert. Im Rahmen einer Pressemitteilung gab der Hersteller die anlaufende Serienproduktion von GDDR6-Modulen mit einer verdoppelten Kapazität von 16 Gbit bekannt. Ein einzelner Chip kommt damit auf 2 GiByte, was 16-GiByte-Grafikkarten mit einem 256 Bit kleinen Speicher-Interface ermöglicht.
Darüber hinaus hat Samsung den Takt um weitere 1.000 MHz erhöht, sodass der GDDR6-Speicher auf 18 statt 16 Gbps kommt. Der Hersteller spricht vom bis dato schnellsten Speicher mit der gleichzeitig größten Kapazität. Produziert wird er in der "10-nm-Klasse", also in einem Prozess zwischen 10 und 19 nm. An einem üblichen 32-Bit-Controller erreicht ein Modul eine Übertragungsgeschwindigkeit von 72 GB/s. Um beim Beispiel der 256-Bit-Grafikkarte zu bleiben: Eine solche könnte 576 GB/s übertragen - knapp 13 Prozent mehr als zwei Stacks 2-Gbps-HBM2 an einem 2.048 Bit breiten Interface (512 GB/s), allerdings gut sechs Prozent weniger als 2,4-Gbps-HBM2 an selbigem (614 GB/s). Samsung 18-Gbps-GDDR6 benötigt wie die kleineren Module eine Betriebsspannung von 1,35 Volt.
Wortwörtlich heißt es: "Samsungs unmittelbare GDDR6-Produktion wird eine kritische Rolle in der frühen Veröffentlichungen von Next-Generation-Grafikkarten und -Systemen spielen". Der größte Konkurrent SK Hynix nennt in seinem jüngst aktualisierten Databook (PDF-Download) bis zu 14 Gbps schnellen GDDR6-RAM mit einer Kapazität von 8 Gbit pro Chip, der bereits verfügbar sei, geht aber nicht auf weitere geplante Produkte ein. Als erster Abnehmer für GDDR6-Speicher gilt weiterhin Nvidia mit seiner Ampere-Generation für Spieler. AMD könnte mit Navi wieder GPUs veröffentlichen, die mit GDDR6 gepaart werden.

.... Na, jetzt beeindruckt?
Die meisten hier haben noch nie einen 2N3055 im Verstärker gewechselt, geschweige denn einen Fototransistor selber gebastelt.
Von Halbleitertechnologie will ich jetzt gar nicht reden (CVD, Epitaxie, Planartransistoren, ...) obwohl hier fast jeder besser als der Hersteller die Bauteile herstellen kann im Hobbyraum.
Hoffentlich lässt sich eine GTX 1080(/Ti) im Abverkauf günstig schießen, ähnlich wie ich es schon vor gut drei Jahren mit der GTX 780 gemacht habe.
Es stimmt das auch HBM bei astronomischen Durchsatzraten ordentlich Strom verbraucht (dafür muss dann wohl wieder was neues her) allerdings ist HBM dann immer noch effizienter da GDDR6 unter den selben Problemen wie HBM leidet.
SK Hynix GDDR6 is now available - VideoCardz.com