Radeon RX 6700 (XT) mit Navi 22, 12 GB und maximal 211 W TGP?
Laut neuen Gerüchten sollen die AMD Radeon RX 6700 und die Radeon RX 6700 XT auf Navi 22 mit maximal 2.560 Shadern und 12 GB Arbeitsspeicher setzen. Die TGP soll gegenüber der Vorgängergeneration leicht sinken, und das Speicherinterface sowie der Infinity Cache gegenüber den schnelleren Modellen beschnitten werden.
AMDs erste Grafikkarten auf Basis der RDNA2-Architektur wurden gerade erst vorgestellt, schon gibt es neue Details zu zukünftigen Modellen. Über Twitter hat Patrick Schur, der immer wieder Informationen zu kommenden Produkten verbreitet, Details zur RX 6700 XT und zur RX 6700 veröffentlicht.
2.560 Shader für die RX 6700 XT?
Laut dem Post sollen beide Grafikkarten auf die GPU Navi 22 setzen, was soweit zu erwarten war. Für Navi 22 werden 40 Compute Units und damit maximal 2.560 Shader vermutet, bei der RX 6700 XT dürfte dabei wohl der Vollausbau zum Einsatz kommen. Damit hätte die RX 6700 XT genau so viele Shader wie die RX 5700 XT, laut Patrick Schur soll die neue Grafikkarte aber mit 12 statt 8 Gibibyte Arbeitsspeicher ausgeliefert werden.
Selbst wenn die RX 6700 XT auf den Vollausbau setzt und damit über 2.560 Shader verfügt, könnte trotzdem noch eine große Lücke zur RX 6800 bleiben: Diese hat 3.840 Shader und damit genau 50 Prozent mehr. Durch einen höheren Takt könnte AMD diesen Abstand aber womöglich deutlich verringern.
Die TGP, also der Verbrauch der gesamten Grafikkarte, soll bei der RX 6700 XT deutlich unter der RX 6800 liegen: Laut Patrick Schur soll sich die RX 6700 XT im Bereich zwischen 186 und 211 Watt bewegen, und damit etwas sparsamer sein als die RX 5700 XT (225 W). Die Radeon RX 6700 soll wiederum mit 146 bis 156 Watt auf den Markt kommen - auch das wäre niedriger als die 180 Watt des Vorgängers. Die 146 Watt sind dabei aber nicht absolut sicher: Laut Schur könnte die minimale TDP auch noch niedriger ausfallen.
| Grafikkarte | RX 6900 XT | RX 6800 XT | RX 6800 | RX 6700 XT | RX 6700 |
|---|---|---|---|---|---|
| Chip | Navi 21 XTX | Navi 21 XT | Navi 21 XL | Navi 22 XT | Navi 22 XTL |
| Shader | 5.120 | 4.608 | 3.840 | 2.560 | 2.048 |
| Boost-Takt | bis 2.250 MHz | bis 2.250 MHz | bis 2.105 MHz | - | - |
| Speicher | 16 GB | 16 GB | 16 GB | 12 GB | 12 GB |
| Speicherinterface | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 192 Bit | 192 Bit |
| TGP / TBP | 255 W | 255 W | 200 W | 186 - 211 W | 146 - 156 W |
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Laut dem ebenso bekannten Leaker _rogame sollen die Radeon RX 6700 und die Radeon RX 6700 XT auf ein 192-Bit-Speicherinterface setzen und einen Infinity Cache mit 96 MB mit sich bringen. Bei der noch kleineren GPU Navi 23, die für die RX 6600 (XT) vermutet wird, soll es hingegen auf 128 Bit und 64 MB herauslaufen.
Quelle: Computerbase

So wird´s laufen...
Gruß Yojinbo
Eine 6700 XTX könnte also auf den Chips von Big Navi beruhen, bei denen ein Teil des Speicherbuses defekt ist.
Ist natürlich die Frage, bei wie vielen % der Chips das zutreffen würde und wie günstig AMD die (künstlich beschnittenen) Chips anbieten könnte.
AMD hat grundsätzlich das Problem, dass sie als "ewiger Zweiter" zu einem wesentlichen Teil über die Preisschine fahren müssen, was sie Marge kostet, jedoch werden die kaum so dumm sein sich diese Marge noch zusätzlich zu verkleinern. L.Su hat den Investoren explizit eine wachsende Marge in Aussicht gestellt und das geht nur mit einer effizienten Fertigung (und idealerweise noch mit schrittweise anziehenden Preisen).
*) Was bisher nur meine Vermutung ist, ist dass die 6700 XT den Vollausbau von Navi 22 repräsentiert. Möglicherweise hat auch der Chip 8 GDDR-Controller on-board und vielleicht noch ein paar CUs mehr. Bezüglich der CUs ist aber ebenso absehbar, dass das nicht übermäßig viel mehr sein können, denn dann würden die Kostenvorteile durch ein komplett eigenständiges Chipdesign wieder schrumpfen. Zudem darf man auch vermuten, dass der Infinity Cache auf diesem Chip kleiner ausfallen wird (64 -96 MiB), denn der dürfte auf Navi 21 bereits knapp über 100 mm2 für sich in Anspruch nehmen und wenn die Chipkosten im MidRange zu hoch werden, wird AMDs vertriebstechnischer Bewegungsspielraum im diesem eh schon eng besetzten Segment zu klein um entsprechend auf nVidia reagieren zu können.