Radeon HD38x0: AMDs Launch-Präsentation analysiert
Wie zur Markteinführung eines neuen Chips oder einer neuen Kartengeneration üblich, gab es auch zur HD38x0-Reihe ein Begleit-PDF von AMD, welches auf die Vorzüge der Karten aufmerksam machen soll. PCGH prüft Aussagen in den intereressanteren der Folien nach.
Quelle: Bild: PCGH
AMD-Launchpräsentation HD38x0-Reihe (Bild: PCGH)
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Die HD38x0-Reihe soll die HD2900 XT nicht als "Enthusiast"-Produkt ablösen, sondern die Preis- und Leistungslücke in AMDs Portfolio schließen, welche bislang zwischen der HD2900 XT und der HD2600 XT klaffte. Die High-End-Ablösung erfolgt erst mit der HD3870 X2, einer Dual-GPU-Karte, welche später im Jahr oder erst 2008 erwartet wird.
Auch die Modellbezeichnungen hat AMD vereinfacht: Anstelle kryptischer Kürzel dient jetzt die vierstellige Nummer zu Identifikation der Karte (Die erste Ausnahme - HD3870 X2 - existiert bereits). Die vornstehende 3 bezeichnet die Generation (vermutlich seit der größtenteils SM3-fähigen X1000-Reihe gezählt), die zweite Ziffer, 8, bestimmt die Produktfamilie, die letzten beiden Ziffern die relative Leistung innerhalb der Familie. Eine höhere Produktbezeichnung sollte damit auch zu einer höheren Leistung führen.
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AMD-Launchpräsentation HD38x0-Reihe (Bild: PCGH)
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45 Prozent Leistungsvorteil gegenüber der HD2900 XT verspricht AMD in World in Conflict im DX10-Modus, ganze 50 Prozent sollen es in Enemy Territory Quake Wars sein. Zumindest für World in Conflict können wir das in unserem Test nicht bestätigen, ohne jedoch die genauen Testbedingungen zu kennen. Welche Demo AMD im ETQW-Test verwendet hat wissen wir ebenfalls nicht und können den Test daher nicht nachvollziehen.
Dass die HD3850 in nahezu allen Fällen wesentlich schneller als GF8600 GTS und HD2600 XT, glauben wir gern.
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AMD-Launchpräsentation HD38x0-Reihe (Bild: PCGH)
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Im Gegensatz zur Konkurrenz unterstützt AMDs Radeon HD38x0-Reihe das D3D10-Update 10.1, welches mit dem ersten Service Pack für Vista Einzug halten soll. Wenig verwunderlich also, dass AMD groß die Werbetrommel rührt. Neben separaten Blend-Modi für MRTs, FSAA-Muster-Auswahl seitens der Anwendungen und indexierbaren Cube-Map-Arrays sind viele der Neuerungen eher nebensächlich oder werden von allen DX10-Chips sowieso unterstützt und in D3D10.1 lediglich vom optionalen in den erforderlichen Status erhoben. Das Demo-Beispiel, welches zeigen soll, wie D3D10.1 für Global Illumination genutzt werden kann sieht beeindruckend aus. Allerdings sind GI-Techniken auch bereits mit älteren Karten möglich.
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PCI-Express 2.0 bietet theoretisch verdoppelte Transferraten gegenüber dem älteren 1.0- und 1.1-Standard. AMD will damit bis zu 20 Prozent Performancegewinn gemessen haben - mit einer 256-MiByte-HD3850, welche bereits des Öfteren an die Grenzen Ihres kleinen VRAMs stößt. PCGH prüft diese Gewinne in der kommenden Ausgabe in einem separaten Artikel zu PCI-Express 2.0 nach und - soviel sei vorab schon einmal gesagt - bei sich verknappendem VRAM können wir deutliche Vorteile zugunsten von PCI-Express 2.0 bestätigen. Bedenken Sie aber, dass Sie dafür auch ein neues Mainboard benötigen.
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AMD-Launchpräsentation HD38x0-Reihe (Bild: PCGH)
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Powerplay und das neue, sehr energieeffiziente Design nehmen wir bereits in unserem ausführlichen Launchartikel zur HD38x0-Reihe unter die Lupe. Hier hat AMD nicht zuviel versprochen: Im Vergleich zur HD2900 XT liegen zwischen HD38x0 und ihrem Vorgänger Welten in Sachen Stromverbrauch.
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Mit der HD38x0 führt AMD auch das lange angekündigte Quad-Crossfire ein - zumindest auf dem Papier. Der Treiber soll erst Anfang 2008 folgen, so ist in der Gerüchteküche zu hören. Theoretisch steigert das die Performance um Faktor 4, praktisch bleiben davon vermutlich nicht viel mehr als 3 bis 3,5-fache Fps-Leistung (extrapoliert von AMD-Angaben zu normalen Dual-GPU-Crossfire) übrig und das auch nur in den Fällen, in denen Crossfire überhaupt eine Fps-Steigerung bewirkt.
Die kompletten Präsentationsfolien zur HD38x0 finden Sie in der Bildergalerie.
