Radeon HD2000-Familie im Tech-Überblick
Blockdiagramm HD 2400
Heute ist ein Ende mit dem Rätselraten: AMD lässt die Katze aus dem Sack und seine erste DX10-Generation in den Markt. Die komplette Familie besteht aus Radeon HD2900 XT, der HD2600- sowie der HD2400-Reihe. Hinzu kommen die Mobilprodukte HD2600, HD2400 und HD2300.
Das Topmodell stellt die Radeon HD2900 XT dar. Mit einer UVP von 399 US-Dollar steht sie in direkter Konkurrenz zur Geforce 8800 GTS. Gegen diese werden folgende Eckdaten ins Rennen geschickt:
742 MHz Kerntakt
825 MHz Speichertakt
512 MByte GDDR3-RAM
512 Bit Speicherinterface
105,6 GByte/s Speicherbandbreite
16 Textureinheiten (80 Textursampler)
16 Raster-Operatoren/Render-Backends (Single-Cycle 4xMSAA, 32 Z-/Stencil-Ops pro Takt)
64 Vec5-Shader-ALUs (entspr. 320 Skalar-Einheiten)
474,88 GFLOPs MAD-Leistung der Shader-ALUs
Der Chip selbst verfügt über 700 Millionen Transistoren und ist im 80-Nanometer-Prozess bei TSMC hergestellt. Die Karte verfügt über zwei Stromanschlüsse vom Netzteil: einen herkömmlichen mit sechs Kontakten und einen PCI-Express-2.0-konformen 8-Pin-Konnektor. Besitzen Sie kein Netzteil mit solchen Anschlüssen, können Sie die Karte natürlich trotzdem betreiben - mit zwei Sechspol-Steckern fehlt lediglich die Overdrive-Funktion im Catalyst-Treiber zur automatischen Übertaktung.
Die Radeon HD2600 XT soll in der Mittelklasse mit folgenden Spezifikationen für gute Verkäufe und zufriedene Kunden sorgen.
800 MHz Kerntakt
1100 MHz Speichertakt
256 MByte GDDR4-RAM
128 Bit Speicherinterface
35,2 GByte/s Speicherbandbreite
8 Textureinheiten (40 Textursampler)
4 Raster-Operatoren/Render-Backends (Single-Cycle 4xMSAA, 8 Z-/Stencil-Ops pro Takt)
24 Vec5-Shader-ALUs (entspr. 120 Skalar-Einheiten)
192 GFLOPs MAD-Leistung der Shader-ALUs
Daneben wird es noch eine Pro-Version geben, welche über geringere Taktfrequenzen verfügt. 600/400 MHz für Kern und Speicher sind hier Referenzvorgabe. Die HD2600-Reihe wird bereits im 65-Nanometer-Prozess gefertigt und selbst die XT soll sich mit 45 Watt Leistungsaufnahme für ihre 390 Millionen Transistoren begnügen.
Im Einsteigerbereich unter 100 Euro setzt AMD auf die HD2400. Diese ist stark abgespeckt - besonders in Sachen Speicherinterface - und daher eher für Freunde der gepflegten Wohnzimmerunterhaltung interessant, da sie, wie auch die 2600 über den "UVD" getauften Videoprozessor verfügt, der nun auch für sämtliche neuen Codecs der HD-Format wie H.264 und VC-1 die CPU bestmöglich entlastet.
700 MHz Kerntakt
800 MHz Speichertakt
256 MByte GDDR3-RAM
64 Bit Speicherinterface
12,8 GByte/s Speicherbandbreite
4 Textureinheiten (20 Textursampler)
4 Raster-Operatoren/Render-Backends (Single-Cycle 4xMSAA, 8 Z-/Stencil-Ops pro Takt)
8 Vec5-Shader-ALUs (entspr. 40 Skalar-Einheiten)
56 GFLOPs MAD-Leistung der Shader-ALUs
Auch hier wird es neben der XT noch eine niedriger Taktende Pro-Variante geben, welche über 525 MHz Chip- und 400 MHz Speichertakt verfügt. Die HD2400 XT soll sich mit 25 Watt Leistungsaufnahme begnügen.
Weitere Details zur HD2000-Reihe erfahren Sie im Laufe des Tages auf unserer Webseite und ab dem 6. Juni in der PCGH 07/2007.
