Quadro M6000: Nvidias GM200-Vollausbau als Profi-Äquivalent der GTX Titan X
Etwas später als die Geforce GTX Titan X stellt Nvidia die entsprechende Quadro-Schwester vor. Die M6000 entspricht von der Hardware ziemlich genau der Titan X, setzt also auf eine volle GM200-GPU mit 12 GiByte VRAM. Ebenfalls fast eins zu eins übernommen wird die Kühllösung, bloß in einer anderen Farbgebung und mit Backplate.
Der kanadische Musikproduzent "deadmau5" hat sie kürzlich schon geteasert, jetzt hat Nvidia sie offiziell vorgestellt, die Quadro M6000 als neues Flaggschiff für den professionellen Einsatzzweck. Diese ähnelt dem Geforce-Äquivalent in Form der GTX Titan X ungewöhnlich stark: Beide Grafikkarten bekommen einen vollen GM200-Chip samt 12 GiByte GDDR5-Videospeicher spendiert. Spätestens beim VRAM winkten den Quadro-Topmodellen in der Vergangenheit Vorteile durch eine Verdoppelung der Kapazität. Diese hätte Nvidia durch das 384 Bit breite Interface dieses Mal nur mit 8 Gigabit großen Modulen und somit 24 GiByte erreichen können, entschied sich aber offensichtlich dagegen.
Die Taktraten werden nicht genau genannt, lassen sich aber aufgrund der Rohleistung grob zurückrechnen. Das einzige Problem stellt Nvidias Aufrundung der Single-Precision-Performance da, welche sowohl bei der GTX Titan X als auch bei der Quadro M6000 auf 7 TFLOPS beziffert wird. Bei Ersterer sind es tatsächlich 6,6 TFLOPS bei einem Boost-Takt von 1.075 MHz, so schnell sollte also auch die M6000 mindestens takten. Um genau auf die 7 TFLOPS zu kommen, wären etwa 1.140 MHz nötig. Dass Nvidia die M6000 anders als ihre Kepler-Vorgänger vergleichsweise hoch takten lässt, spiegelt sich auch in der TDP von 250 Watt wieder, die so der GTX Titan X entspricht. Den Speicherdurchsatz gibt Nvidia derweil mit 317 GB/s an, sodass die 12 GiByte mit 3.300 MHz angesprochen werden sollten.
Quelle: Nvidia
Quadro M6000: Spezifikationen
Einen kleinen Unterschied gibt es letzten Endes an der Slot-Blende, die anstelle des HDMI-2.0-Anschlusses einen weiteren Displayport 1.2 und somit insgesamt vier spendiert bekommt. Daneben steht ein DVI-Ausgang zur Verfügung. Ansonsten unterscheidet sich die M6000 äußerlich nur durch den Quadro-Schriftzug, den grünen Farbelementen und der vorhandenen Backplate von der GTX Titan X – der Kühler wird ansonsten eins zu eins übernommen.
Nvidia betont in seiner Pressemitteilung vor allem die Eignung für physikbasiertes Rendering ("Physically Based Rendering") bei der Quadro M6000, was allerdings eher dem Marketing geschuldet sein dürfte. Grundsätzlich muss das nur die Software beherrschen, dann könnte PBR auch auf älteren Grafikkarten genutzt werden. Apropos ältere Grafikkarten: Die GK110- und GK210-basierte Modelle werden auch weiterhin noch weitergeführt, da nur diese im Nvidia-Portfolio eine hohe Double-Precision-Leistung liefern können.


Mich interessiert jedenfalls nur die Gaming Leistung.
Ja, man sollte das kaufen, was man auch braucht. Wer nur DP-Matrixmultiplikationen mit großen Matrizen benötigt, der ist bei einer Fire Pro W9100 wohl am besten aufgehoben, hohe SP-Leistung gibt's mit der TitanX/Quadro M6000 usw usf.
Die eierlegende Wollmilchsau ist schon zum dritten Mal gescheitert und Nvidia hat (wirtschaftlich) seine Leere draus gezogen.
Das war jetzt auch gar nicht als generelles Problem gemeint (war doof formuliert). Wenn ich jetzt an unsere Cluster denke, auf denen alle möglichen Anwendungen laufen, dann wäre die Einschränkung "nur SP weil DP zu langsam" wirklich ein Problem. Das würde im Prinzip die Nutzungsmöglichkeiten für die Benutzer unnötig einschränken. Wenn man hingegen nur SP benötigt, kann man ja durchaus eine aktuelle Maxwell-Quadro nehmen.
Was bringt dieses SP und DP eigentlich? Alle sprechen davon aber erklärt wirds nirgends so richtig.
Mich interessiert jedenfalls nur die Gaming Leistung.