GPU Markt: Erstes Quartal 2021 mit vierfachem Umsatz für die Hersteller
Einem Bericht des Marktforschungsunternehmens Jon Peddie Research zufolge hat sich der Umsatz der Grafikkarten-Hersteller im vergangenen Quartal vervierfacht. Der durchschnittliche Preis einer High-End-Grafikkarte betrug 1.358 US-Dollar und liegt damit fast doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor.
Der Grafikkarten-Markt hat aktuell mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Das hat sich auch das Marktforschungsunternehmen Jon Peddie Research angeschaut und die näheren Gründe sowie absolute Zahlen dazu analysiert. Das Ergebnis: die Einnahmen der Grafikkartenhersteller hat sich im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr knapp vervierfacht. So kommen die Einnahmen auf einen Gewinnsprung von 370 Prozent und damit auf 12,5 Milliarden US-Dollar.
GPUs: Starkes Einnahmenplus bei den Herstellern
Jon Peddie Research gibt dabei auch durchschnittliche Grafikkartenpreise in mehreren Kategorien an. Eine durchschnittliche High-End-GPU kostete im ersten Quartal 2021 1.358 US-Dollar, 2020 waren es noch 772 US-Dollar. Schlimmer wird der Vergleich bei den Einsteiger-Modellen: hier legt man aktuell 496 US-Dollar durchschnittlich auf den Tisch, während es im Vorjahr noch 141 US-Dollar waren. Jon Peddie Research nennt als Gründe den Mangel an Komponenten, geringe Produktionskapazitäten sowie starke Nachfrage von Gamern und Crypto-Minern.
Weiter gibt Jon Peddie Research an: "Wir glauben, dass die Bestellungen für den Aufenthalt zu Hause im Jahr 2020 und im ersten Quartal 2021 eine Nachfrage geschaffen haben. Heim-PCs und Workstations wurden zum Mittelpunkt des Berufslebens und oft zur Hauptunterhaltungsquelle während der Lockdowns. Gaming verstärkte den Druck auf die Lieferkette, da es immer beliebter wurde. Aber wie gesagt, dies ist auch eine anomale Periode in der Grafikgeschichte. Die Preise sind aufgrund von Engpässen hoch, ebenso wie die Nachfrage als Reaktion auf die Kryptowährungspreise."
Quelle: Jon Peddie Research

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Wie war das?
Die Hersteller verdienen nicht viel an der Situation (UVPs!) und nur die "bösen" Händler machen den Reibach?
Vierfacher Umsatz bei geringeren Stückzahlen (=weniger Produktionsaufwand).
Warum jemals wieder die Preise senken?
Vielleicht geht auch noch eine Schippe oben drauf?
Würden die Hersteller selbst hier plötzlich beträchtlich mehr verlangen/verdienen pro SKU (weil die sich eben nicht an ihre offiziellen Preisvorgaben halten), würden deren Bilanzen plötzlich ganz anders aussehen, so insbesondere die von AMD. Vielleicht wäre aber gar noch wahrscheinlicher, dass dann die Produkte gar noch teuerer werden würden, denn bzgl. gewisser Preiskomponenten spielt es keine Rolle, welche Basiskosten das Rohprodukt hat und in dem Falle würden die Umsatzzahlen aufgrund nahezu unkaufbar teuerer Produkte fallen, was den Umsatz insgesamt beträchtlich dämpfen könnte. Möglicherweise haben AMD und nVidia gar nicht einmal die Wahl und können dem Treiben nur weitestgehend "hilflos" zusehen und müssen bei ihren ursprünglichen Preisen bleiben und zusehen, wie sich Dritte die beträchtlichen Aufschläge einverleiben.
Das "Unglücklicherweise" bzgl. der Studie (das ist übrigens keine, da das eine regelmäßige erstellte Markanalyse) ist hier übrigens fehl am Platze, da diese überhaupt nicht den Anspruch erhebt zu klären wo hier Komponentenpreise gestiegen sind und wer wie konkret und mit welchem Anteil verantwortlich für die Teuerung ist. JPR beobachtet einfach nur den Markt und ermittelt wie viel verkauft wird und zu welchen Preisen, beschreibt also primär den beobachtbaren Ist-Zustand und klärt weniger das Warum.
Unglücklicherweise sind solche "Studien" eher wenig aussagekräftig wenn man die Details nicht kennt.
Wo und wie sind Komponentenpreise angestiegen, welche Komponenten sind wie knapp und teuer, wer nimmt wo welche Aufschläge und wer macht jetzt wo wieviel Reibach?
Aber auch das führt nicht alleine zur gewünschten Antwort, vielmehr ist doch letzten Endes interessant ob die "Hersteller" nun wegen der großen Nachfrage oder den absurden Preisen so Kasse machen...
Letzteres wäre sicherlich die unschönere Variante.