Plant Nvidia, weitere Anwendungen CUDA-tauglich zu machen?
Wie TG Daily berichtet, läuft aktuell ein Wettbewerb, in welchem fähige Programmierer mit CUDA einen mp3 Lame Dekoder programmieren können. Doch dabei wird es wohl nicht bleiben.
Nvidia sucht "den talentiertesten CUDA-Programmier der Welt" - dieser muss jedoch in den USA oder Kanada ansässig sein. Allzu viel Zeit bleibt dem- oder derjenigen zudem nicht, der Contest läuft nur noch bis zum 25. Juli dieses Jahres. Zu gewinnen gibt es teure Hardware, Geld - und wer weiß, vielleicht auch einen Job in Santa Clara. Doch auch Europäer dürfen entwickeln, denn bei uns gibt es ebenfalls einen Wettbewerb. Außer Multimedia stehen Sicherheit und Büroanwendungen auf der To-do-Liste.
Neben Natural Motions Football-Simulation Backbreaker und der kommenden CUDA-Variante von Super Pi wäre ein mp3-Dekoder bereits die dritte Anwendung, welche auf der Schnittstelle basiert respektive dafür entwickelt wird-. Offenbar plant Nvidia weitere Anwendungen zu portieren um somit diese (wie auch den mp3-Dekoder) "auf maximale Geschwindigkeit auf CUDA-fähigen GPUs hin zu optimieren".
Nvidia gibt also nun scheinbar die Fokussierung auf das reine GPU-Geschäft auf und nutzt die eigenen Grafikbeschleuniger (zusätzlich zu den Workstations) um den Massenmarkt zu erreichen. Die gigantische Rechenpower, die in den aktuellen Chips schlummert, wird von Nvidia zusätzlich in Richtung der Universitäten, Wissenschaftler und der Industrie empfohlen. Eben überall dorthin, wo es nie genug Rechenkapazität gibt, etwa im Öl- und Gasmarkt.
Auf die Frage, wann denn Nvidia mit CUDA in den Massenmarkt einsteigen wird, antwortete CEO Jen-Hsun Huang, dies sei abhängig von Microsofts Bemühungen ein passendes Interface für Windows auf die Beine zu stellen.
