Nvidia in Gesprächen mit Intels Foundry Service: "Wir kaufen hier keine Milch"

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Nvidia in Gesprächen mit Intels Foundry Service: "Es gibt keinen Grund, paranoid zu sein" (1)
Quelle: Nvidia

Man habe bei Nvidia keine Paranoia und wenn Intel der geeignete Partner für die Fertigung von Chips ist, wird man deren Foundry Service auch nutzen.

Sollte sich Intel für einen Auftrag bei Intel entscheiden, wird das noch seinige Zeit dauern und kann durchaus nur Teile des Portfolios betreffen. "Foundry-Diskussionen sind langwierig, und es geht nicht nur um Wünsche. Wir müssen die Technologie, die Geschäftsmodelle, die Kapazitäten, die Betriebsabläufe und das Wesen der beiden Unternehmen aufeinander abstimmen. Das braucht eine Menge Zeit und eine Menge tiefgreifender Diskussionen - wir kaufen hier keine Milch. Hier geht es wirklich um die Integration der Lieferketten. Unsere Partnerschaften mit TSMC und Samsung in den letzten Jahren sind etwas, das Jahre brauchte, um sich zu entwickeln. Wir sind also sehr aufgeschlossen gegenüber Intel, und ich freue mich über die Bemühungen, die sie unternehmen."

Am Ende, so kann man es wohl zusammenfassen, ist die Halbleiterindustrie um Grafikkarten recht klein. Eine Handvoll Unternehmen entwickeln und produzieren Chips. Da steht man einerseits im Wettbewerb, andererseits gehts aber auch nicht ohne Zusammenarbeit. "Wir sind anspruchsvoll und reif genug, um zu erkennen, dass wir zusammenarbeiten müssen", so Huang. Ganz interessant dabei ist, dass Nvidia offenbar kein Bedürfnis hat, vom Status eines Fabless-Unternehmens abzukehren. Gerade in der Halbleiterkrise dürfte das Thema sicher auf den Tisch gekommen - der Weg wäre nicht einfach, aber wenn jemand die Ressourcen hätte, dann sicher Nvidia. Aber man scheint dann doch lieber sein Glück in Partnerschaften zu suchen.

"Einerseits konkurrieren wir mit vielen Unternehmen, aber wir arbeiten auch eng mit ihnen zusammen und verlassen uns auf sie. Wie ich bereits erwähnt habe, könnten wir ohne AMD-CPUs in DGX kein DGX anbieten. Ohne die Intel-CPUs und all die Hyperscaler, die mit unserem HGX verbunden sind, könnten wir HGX nicht anbieten. Ohne die Intel-CPUs in unseren Omniverse-Computern könnten wir die digitalen Zwillingssimulationen nicht durchführen, die so sehr auf die Single-Thread-Leistung angewiesen sind, in der sie wirklich gut sind."

Jeder will gewinnen, aber keiner kriegen

Huang sieht die Lage eher wie einen sportlichen Wettkampf, nicht wie eine Jagd. Man will zwar gewinnen und der Beste sein, aber nicht die anderen "kriegen". "Es stellt sich heraus, dass Paranoia nur Paranoia ist. Es gibt keinen Grund, paranoid zu sein. Es hat sich herausgestellt, dass die Leute gewinnen wollen, aber niemand versucht, sie zu 'kriegen'. Wir versuchen also, nicht paranoid zu sein, wenn wir mit Partnern zusammenarbeiten. Wir versuchen, uns auf sie zu verlassen, sie wissen zu lassen, dass wir uns auf sie verlassen, ihnen zu vertrauen, und sie wissen zu lassen, dass wir ihnen vertrauen. Bis jetzt funktioniert das ganz gut." Anleger reagierten positiv auf die Nachrichten.

Quellen: Tom's Hardware, Reuters

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Da nur die wenigsten Firmen für zudem nur ausgewählte Produkte zeitnah Nodes am Rande des technisch Machbaren buchen, weil die Kosten dafür einfach zu hoch sind, bleibt Samsung mit seinem 5LPE und 4LPE weiterhin mit zu berüchsichtigen.
        Was bei denen aber zusätzlich zu berücksichtigen ist, ist, dass deren Kapazitäten deutlich geringer als die von TSMC sind.

        Ergänzend, ob es hier um GPUs oder bspw. CPUs geht, spielt für die Foundry erst mal keine Rolle. Und bzgl. modernster Nodes ist GloFo schon seit Mitte 2018 raus und bspw. deren Historie mit AMD ist in diesem Kontext irrelevant.

        Abschließend, mit "offenen Karten bluffen" versucht da niemand und nVidia wird nicht einmal bluffen. Wie alle anderen auch haben die schlicht reges Interesse an Intels 18A, denn eine moderne Fertigung zu (relativ) günstigen Konditionen ist nun einmal ein wesenlticher Faktor in der Produktentwicklung. Nicht umsonst fertigt Intel schon heute Test-Wafer in deren 18A für diese Klientel.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Da nur die wenigsten Firmen für zudem nur ausgewählte Produkte zeitnah Nodes am Rande des technisch Machbaren buchen, weil die Kosten dafür einfach zu hoch sind, bleibt Samsung mit seinem 5LPE und 4LPE weiterhin mit zu berüchsichtigen.
        Was bei denen aber zusätzlich zu berücksichtigen ist, ist, dass deren Kapazitäten deutlich geringer als die von TSMC sind.

        Ergänzend, ob es hier um GPUs oder bspw. CPUs geht, spielt für die Foundry erst mal keine Rolle. Und bzgl. modernster Nodes ist GloFo schon seit Mitte 2018 raus und bspw. deren Historie mit AMD ist in diesem Kontext irrelevant.

        Abschließend, mit "offenen Karten bluffen" versucht da niemand und nVidia wird nicht einmal bluffen. Wie alle anderen auch haben die schlicht reges Interesse an Intels 18A, denn eine moderne Fertigung zu (relativ) günstigen Konditionen ist nun einmal ein wesenlticher Faktor in der Produktentwicklung. Nicht umsonst fertigt Intel schon heute Test-Wafer in deren 18A für diese Klientel.
      • Von Khabarak Volt-Modder(in)
        Zitat von gerX7a
        Okay, wieder was dazugelernt, also doch keine Escape-Sequenz.
        Darüber hinaus aber auch nicht tragisch, da der Informationsgehalt in dem Absatz ggf. doch für den einen oder anderen nützlich sein mag und selbst wenn deine Äußerung sarkastisch gemeint war, ist eine derartige Überlegung ja nicht grundlegend abwegig gewesen.
        Die Grundlegende Überlegung, einem Handelspartner zu zeigen, dass es noch andere Angebote gibt, funktioniert leider nur, wenn die anderen Angebote gleichwertig sind.
        Außerhalb von Intel hat niemand das Wissen, dass TSMC angesammelt hat.
        Rein auf GPUs bezogen hat nur TSMC und eventuell GloFo einiges an Wissen - aber GloFo ist raus... die bleiben bei 2xnm.

        Mit offenen Karten bluffen funktioniert nicht gut.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Okay, wieder was dazugelernt, also doch keine Escape-Sequenz.
        Darüber hinaus aber auch nicht tragisch, da der Informationsgehalt in dem Absatz ggf. doch für den einen oder anderen nützlich sein mag und selbst wenn deine Äußerung sarkastisch gemeint war, ist eine derartige Überlegung ja nicht grundlegend abwegig gewesen.
      • Von Khabarak Volt-Modder(in)
        Zitat von gerX7a
        Da TSMC in den letzten 12 - 15 Monaten zwei Mal die Preise angezogen hat, glaube ich nicht, dass Samsung hier derzeit einen nennenswerten Preisdruck ausüben kann. nVidia nutzt den bei Samsung absehbar etwas günstigeren Preis für sich aus (zumal sie ja auch grundsätzlich dort einen günstigeren Node verwenden, da nur 8nm, ein 10nm-Derivat anstelle der potentiellen 7nm bei TSMC), aber auch die werden vermutlich nicht "spottbillig" sein (müssen), denn der Konkurrenzdruck um Kapazitäten bei TSMC zwingt zwangsweise einen Teil der Halbleiterentwickler nach Alternativen zu suchen und damit landet man bei Bedarf eines modernen Nodes zwnagsweise bei Samsung.
        Und zudem wurde vor einigen Wochen nicht umsonst berichtet, dass nVidia anscheinend überproportional viel Geld in die Hand genommen hat um sich moderne Nodes/Kapazitäten bei TSMC zu buchen.
        Ähm.. das "/s" war ein Hinweis auf Sarkasmus... just saying
      • Von Bl4ckR4v3n Software-Overclocker(in)
        Zitat von 4thVariety
        Für den Fall, dass China Taiwan angreift und die ihre Fabs zerstören um damit größten möglichen Schaden bei den Chinesen anzurichten die von der Endfertigung der Produkte leben, muss man ja gewappnet sein.

        Das ist ja das Credo von Taiwan immer gewesen, ihr könnt versuchen uns zu erobern, aber es wird drastisch kosten.
        Das wird sicher seinen Teil dazu beitragen, leider. Da sind bereits viele Firmen dabei das zu evaluieren bzw. Investments in anderen Ländern voranzutreiben um da keine Gefahr zu haben.
        Aber auch sonst hat man auch wenig Auswahl bei den Anbietern, was ein kategorisches Ausschließen schwierig macht.
      Direkt zum Diskussionsende
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