Nvidia in Gesprächen mit Intels Foundry Service: "Es gibt keinen Grund, paranoid zu sein"
Nvidias CEO Jensen Huang bestätigt Gespräche mit Intels Foundry Service über eine mögliche Produktion für Chips von Nvidia. Das mag sich auf den ersten Blick ausschließen, aber am Ende sind alle Beteiligten in diesem Marktumfeld im Geschäft des Geldverdienens und das schweißt auch eher ungewöhnliche Partnerschaften zusammen.
Nvidia soll viel Geld bei TSMC für ein Wafer-Kontingent in 5 nm gelassen haben, so die Gerüchte. Und die Geschichte um die Produktion der Nvidia-Chips geht sogar einen Schritt weiter. Demnach habe man den Nachbarn in Santa Clara zum Kaffee besucht und sich dort über Möglichkeiten informiert. Gemeint ist Intels neu eingeführter Foundry Service, an dem Nvidia interessiert sein soll. CEO Jensen Huang bestätigte sogar die Möglichkeit, ein Kontingent bei Intel zu buchen.
"Unsere Strategie besteht darin, unsere Zuliefererbasis durch Vielfalt und Redundanz auf jeder einzelnen Ebene zu erweitern. Auf der Chipebene, auf der Substratebene, auf der Systemebene, auf jeder einzelnen Ebene. Wir haben die Anzahl der Knoten diversifiziert, wir haben die Anzahl der Foundrys diversifiziert, und Intel ist ein hervorragender Partner für uns [...]. Sie sind daran interessiert, dass wir ihre Foundrys nutzen, und wir sind sehr daran interessiert, dies zu erkunden", sagte Huang.
Der Feind des Feindes ist mein Freund
Das mag erst einmal alles sehr ungewöhnlich sein, da Intel auch bei Grafikkarten zum direkten Wettbewerber wird, aber am Ende des Tages sind alle im Geldverdienengeschäft und Nvidia muss schauen, wo man seine Chips produzieren lässt. Die Auswahl beim Auftragsfertigermarkt für das, was Nvidia braucht, ist weltweit einigermaßen überschaubar und so ist es am Ende besser, die Ware beim direkten Wettbewerber fertigen zu lassen, wenn man Geld damit verdienen kann. Huang hat auch keine Sorge, wichtige Betriebsgeheimnisse dadurch zu teilen. AMD und Intel würden die wichtigsten Langzeitpläne bei Nvidia ohnehin kennen.
Dass der weltweite Markt für die Produktion überschaubar ist, und man sich schnell in Abhängigkeiten begibt, hat man sehr wohl verstanden: Es gebe einen elementaren Unterschied zwischen einem Unternehmen, das um ein Produkt operiert; und einem Unternehmen, das um einen Service operiert. "TSMC ist ein Dienstleistungsunternehmen, das mit - wie viel - 300 Unternehmen weltweit tanzt? Unser eigener Betrieb ist ein großes Orchester, und doch tanzen sie mit uns. Und dann gibt es noch ein anderes Orchester, mit dem sie tanzen. Die Fähigkeit, mit all diesen Betriebs- und Lieferketten-Teams zu tanzen, ist also nichts für schwache Nerven, und TSMC macht das ganz hervorragend. Sein Management, seine Kultur und seine Grundwerte, und das kommt noch zu den Technologien und Produkten hinzu", führt Huang aus.
"Ich bin ermutigt durch die Arbeit, die bei Intel geleistet wird. Ich denke, dass dies eine Richtung ist, die sie einschlagen müssen, und wir sind daran interessiert, uns ihre Prozesstechnologie anzusehen. Unsere Beziehung zu Intel ist ziemlich lang; wir arbeiten mit ihnen in vielen verschiedenen Bereichen zusammen, jeder einzelne PC, jeder einzelne Laptop, jeder einzelne PC, Supercomputer, wir arbeiten zusammen", heißt es zu Intel.

Was bei denen aber zusätzlich zu berücksichtigen ist, ist, dass deren Kapazitäten deutlich geringer als die von TSMC sind.
Ergänzend, ob es hier um GPUs oder bspw. CPUs geht, spielt für die Foundry erst mal keine Rolle. Und bzgl. modernster Nodes ist GloFo schon seit Mitte 2018 raus und bspw. deren Historie mit AMD ist in diesem Kontext irrelevant.
Abschließend, mit "offenen Karten bluffen" versucht da niemand und nVidia wird nicht einmal bluffen. Wie alle anderen auch haben die schlicht reges Interesse an Intels 18A, denn eine moderne Fertigung zu (relativ) günstigen Konditionen ist nun einmal ein wesenlticher Faktor in der Produktentwicklung. Nicht umsonst fertigt Intel schon heute Test-Wafer in deren 18A für diese Klientel.
Darüber hinaus aber auch nicht tragisch, da der Informationsgehalt in dem Absatz ggf. doch für den einen oder anderen nützlich sein mag und selbst wenn deine Äußerung sarkastisch gemeint war, ist eine derartige Überlegung ja nicht grundlegend abwegig gewesen.
Außerhalb von Intel hat niemand das Wissen, dass TSMC angesammelt hat.
Rein auf GPUs bezogen hat nur TSMC und eventuell GloFo einiges an Wissen - aber GloFo ist raus... die bleiben bei 2xnm.
Mit offenen Karten bluffen funktioniert nicht gut.
Darüber hinaus aber auch nicht tragisch, da der Informationsgehalt in dem Absatz ggf. doch für den einen oder anderen nützlich sein mag und selbst wenn deine Äußerung sarkastisch gemeint war, ist eine derartige Überlegung ja nicht grundlegend abwegig gewesen.
Und zudem wurde vor einigen Wochen nicht umsonst berichtet, dass nVidia anscheinend überproportional viel Geld in die Hand genommen hat um sich moderne Nodes/Kapazitäten bei TSMC zu buchen.
Das ist ja das Credo von Taiwan immer gewesen, ihr könnt versuchen uns zu erobern, aber es wird drastisch kosten.
Aber auch sonst hat man auch wenig Auswahl bei den Anbietern, was ein kategorisches Ausschließen schwierig macht.