Nvidia NVS 810: Zwei Maxwell-GPUs für acht Displayports
Nvidia hat die NVS 810 vorgestellt, die für den Digital-Signage-Bereich konzipiert worden ist. Acht Displayport-1.2-Ausgänge können bis zu 32 4K-Bildschirme ansteuern. Um das zu ermöglichen, setzt Nvidia auf gleich zwei Low-End-GPUs im Single-Slot-Design.
Sobald es darum geht, zahlreiche Bildschirme an eine Grafikkarte anzuschließen, sieht man sich wohl am ehesten beim Angebot von Matrox oder AMD um. Mit der NVS 810 wagt Nvidia jetzt einen weiteren Vorstoß in den Multi-Display-Markt und wartet mit acht Displayports 1.2 an einer einzelnen Grafikkarte auf. Damit können acht 4K-Monitore (4.096 × 2.160 Pixel) bei 30 Hertz betrieben werden, im Klonbetrieb sind sogar insgesamt 32 möglich.
Um acht synchronisierte Bildausgänge zur Verfügung stellen zu können, muss Nvidia auf zwei GPUs setzen. Zum Einsatz kommen zwei beschnittene GM107-Chips, wie man sie mit 512 Shadereinheiten etwa von der Geforce GTX 750 kennt. Die paart Nvidia mit jeweils 2 GiByte DDR3-speicher an 64 Bit. Die Taktraten werden nicht genau benannt, fallen bei einer typischen Leistungsaufnahme von 68 Watt aber gering aus. Im von Nvidia angestrebten Digital-Signage-Bereich geht es vorwiegend darum, große Bildschirmflächen betreiben zu können; Leistung wird kaum benötigt. Dank niedriger Verlustleistung kann Nvidia die NVS 810 in ein 24 cm langes Single-Slot-Design mit Radiallüfter stecken. Die Energie wird über den PCI-Express-Slot aufgenommen, einen zusätzlichen Stromanschluss gibt es nicht.
Nvidia gibt an, die NVS 810 noch im laufenden Monat über den Partner PNY vertreiben zu wollen. Der OEM-Markt und Zwischenhandel soll in den kommenden Monaten bedient werden, Preise werden noch keine genannt. Würde sich AMD zu einer solchen Dual-GPU-Lösung entscheiden, wären übrigens 12 Displayports drin. Sechs gibt es bei Single-GPU-Firepros sowie den vereinzelten Eyefinity-6-Radeons für den Desktop-Markt. Eine Grafikkarte mit acht Displayports gibt es ansonsten nur von Matrox – das allerdings schon seit 2009 in Form der M9188.
Quelle: Nvidia (Pressemitteilung, Produktseite)
