Nvidia Maximus: Zweite Generation auf Basis von Kepler vorgestellt - GK110 ab Dezember verfügbar
Die Maximus-Technologie kombiniert Quadro- und Tesla-Grafikkarten für spezielle Berechnungen um Profi-Sektor. Die Quadro K5000 ähnelt hierbei der Geforce GTX 680, während die Tesla K20 auf den Big-Kepler GK110 setzt.
Unter Maximus, erstmals vorgestellt im letzter Winter, versteht Nvidia Workstation-Systeme, welche den Hauptprozessor um ei Quadro-Pixelbeschleuniger für übliche Grafikberechnungen und Tesla-Modelle für allgemeinere Aufgaben (GP-GPU) ergänzen. Der Hersteller verspricht sich hier besonders viel Leistung bei hoher Effizienz und ein skalierbares Design.
Hinter Quadro K5000 verbirgt sich vereinfacht ausgedrückt eine stark untertaktete Geforce GTX 680: Als Basis dient ein Kepler-GK104-Chip mit vollen 1.536 Shader-Einheiten an einem 256 Bit Speicher-Interface, welches 4 GiByte GDDR5-Speicher anbindet. Nvidia gibt an, dass die Single-Precision-Rechenleistung 2,15 TFLOPS beträgt und die Datentransfer-Rate bei 173 GB/s liegt. Damit ist klar, dass die Frequenzen bei rund 700/2.700 MHz liegen - eine Geforce GTX 680 kommt auf 1.006/3.000 MHz zuzüglich Turbo. Durch die niedrigeren Taktraten liegt die Total Board Power bei nur 122 Watt - Effizienz wird im Workstation-Segment groß geschrieben. Die Quadro K5000 soll ab Oktober 2012 für 2.249 US-Dollar in den Handel kommen.
Die Tesla K20 wiederum basiert auf dem sogenannten Big-Kepler, dem GK110. Details verrät Nvidia kaum, einzig die bereits bekannten Architektur-Merkmale wie Dynamic-Parallelism und Hyper-Q-GPU-Technologien sowie "dreimal höhere Leistung pro Watt" gegenüber der Fermi-Generation in Form der Tesla M2090. Als Termin nennt der Hersteller den Dezember 2012, der MSRP liegt bei 3.199 US-Dollar. Als Geforce-Grafikkarte hingegen wird der GK110 erst irgendwann 2013 auflaufen.

Dem nvidia eigenen Schema nach waren die Chips mit der 4 am Ende in den letzten Jahren die Mainstream Karten, wo ein großteil der Logik fehlte die vor allem bei Computeanwendungen wichtig ist, wesshalb diese Chips aus Sicht der Spieler effizienter umgingen, sowohl mit Chipfläche als auch mit den FPS/W, der Big Kepler wird sicherlich nicht so einen gewaltigen Sprung bringen in der Spieleleistung, wenn die Spiele nicht stark auf bestimmte Logiken wie Tesselation oder Computeshader setzen, ähnlich wie es bei den 560 zu 580 Karten war, bei den meisten Spielen waren die 560 Karten nur etwas langsamer als die 580, bei manchen Spezialfällen wo die deutlich höhere Speicherbandbreite und die viel besseren GPCPU Eigenschaften ausgespielt werden konnten hatte die halt kein Land gesehen gegen die 580.
Mit meiner alten 470 war ich ja auch in manchen Spielen mal schneller und manchen langsamer als die 560
Das besondere ist das es vorher auch ohne Tesla ging
jetzt ist die Compute leistung so schwach das es ohne Tesla nicht geht.
Was ist eigentlich das besondere an Nvidia Maximus? Mann konnte doch auch schon vorher eine Quadro zum rendern nutzen und eine Tesla für Compute sachen.
Und Hemlock bestand ja auch nur aus zwei zusammengeschusterte Cypress, von daher...
Wobei ich dir (Shadow Complex) aber Recht gebe ist, dass es für den Käufer relativ egal sein kann, welcher Chip unter der Haube steckt. Sprich, es spielt keine Rolle, was für ein Chip die GraKa hat, solange die gewünschte Mehrleistung zu einem fairen Preis rausschaut.
Insofern wird es interessant werden, welche (Preis-)Strategie NV mit dem GK110 fährt. Ich kann mir zwei Szenarien denken:
1. NV fährt eine neue Produktstrategie und löst mit dem GK110 und teildeaktivierten Derivaten die GK104/GTX6xxer-Reihe in einem ähnlichen Preisgefüge ab
2. GK110 wird das neue Topmodell und kostet entsprechend mehr; GK104 wird nicht auslaufen.
Ja eben - seit dem R600 hat keine AMD-GPU mehr die 400mm² geknackt.