Neue Informationen zu Larrabee

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Intel beginnt offensichtlich damit, mehr und mehr Entwickler mit der Struktur der kommenden High-End-Grafiklösung vertraut zu machen, die für Anfang 2010 erwartet wird.

Gerüchteküche Larrabee: Fest steht zumindest, dass es ein großer Chip mit sehr vielen x86-Einheiten wird. Quelle: PC Games Hardware Gerüchteküche Larrabee: Fest steht zumindest, dass es ein großer Chip mit sehr vielen x86-Einheiten wird. CPU, Co-Prozessor, GPU - "Larrabee" wurde schon in viele Kategorien eingeteilt, doch so richtig passt der Multicore-Chip nirgendwo. Aus diesem Grund ranken sich viele Spekulationen über die zu erwartende Software-Unterstützung und -Optimierung für die kommenden Grafikkarten auf Basis der Technologie. Dessen ist sich offensichtlich auch Intel bewusst.

Bereits seit längerer Zeit werden auf Entwicklerkonferenzen Stück für Stück Details über den neuen Chip enthüllt. Die nächste derartige Veranstaltung ist Siggraph-Konferenz diese Woche. Auf ihr wird Intel am 4. und 5. August nicht nur Vorträge zur Vektorprogrammierung und den Detail des Larrabee-Befehlssatzes halten, sondern auch zur Übertragung von bestehender Software auf die neue Architektur.

Hinter verschlossenen Türen scheint aber noch mehr als laufen zu sein, wie ein Interview mit Mike Burrows, zuständig für Software-Grafik-Architekturen bei Intel, andeutet. Demnach fallen, so wörtlich, den Entwicklern regelmäßig "die Augen aus dem Kopf", wenn man ihnen "die vollen Möglichkeiten von Larrabee präsentiert". Details fallen natürlich unter Verschwiegenheitserklärungen, so dass nicht bekannt ist, ob vom Konzept "Larrabee" oder von der Leistungsfähigkeit der ersten Generation die Rede ist. Aber Andeutungen zufolge wird Larrabee bislang unmögliche Algorithmen für Schatten- oder Transparenzberechnungen umsetzen können und dabei effizienter als heutige Lösungen sein.

Auch die Antworten auf die Frage, ob die Spielegrafik nicht bald an einer Obergrenze angekommen sein, hält Mike Burrows eine interessante Antwort bereit. Seiner Meinung nach gibt es abseits einer reinen Steigerung der Auflösung und Texturqualität noch erheblichen Nachholbedarf bei der Berechnung von Animationen und der zugrunde liegenden Physik. Als Beispiel wird das Bewegungsspektrum eines Lebewesens genannt, das letztlich von den Eigenschaften seiner Muskeln und dem Skelett abhängt. Auch hier soll Larrabee neue Möglichkeiten eröffnen - entweder direkt, oder durch die Entlastung der CPU von ihren heutigen Aufgaben.

Zu Larrabee als Hardware gibt es ebenfalls Neuigkeiten. Bereits bekannt ist, Larrabee neben einer großen Zahl an x86-kompatiblen Kernen und angegliederten SIMD-Einheiten auch über Spezialeinheiten für den Umgang mit Texturen enthalten wird. Dazu kommen neuesten Erkenntnisse zu Folge noch zwei HD-Decoder. Dies erscheint auf den ersten Blick merkwürdig, da die x86-Einheiten mehr als genug Leistung für die Dekodierung einer großen Anzahl von HD-Streams haben müssten. Es würde Intel aber ermöglichen, große Teile des Chips stillzulegen, wenn nur einfache Aufgaben zu bewältigen sind. Das gleiche Verfahren wenden auch ATI und Nvidia bei aktuellen GPUs an, die sich mit ihrer großen Auswahl an stärker spezialisierten Einheiten dafür anbieten.

Aber während alle Welt auf den ersten Larrabee wartet, spekuliert obige Quelle bereits über die Nachfolgegeneration. Demnach plane Intel einen Modellzyklus von lediglich 9 Monaten und Larrabee 2 könnte bereits im Herbst 2010 erhältlich sein. Zum Vergleich: Das Tick-Tock-Modell in der CPU-Fertigung sieht lediglich alle 12 Monate eine neue Generation vor und hinkt diesem Ziel aktuell sogar ein Stück hinterher.

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    • Kommentare (37)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Alderson-RApID
        "Demnach plane Intel einen Modellzyklus von lediglich 9 Monaten und Larrabee 2 könnte bereits im Herbst 2010 erhältlich sein"

        War anno Dazumal nicht auch der Pat am Ruder ?!?
      • Von Alderson-RApID
        "Demnach plane Intel einen Modellzyklus von lediglich 9 Monaten und Larrabee 2 könnte bereits im Herbst 2010 erhältlich sein"

        War anno Dazumal nicht auch der Pat am Ruder ?!?
      • Von Stefan Payne Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von ruyven_macaran
        P1-Basis, von Zusatzchips hab ich noch nichts gelesen - nur von zusätzlichen Einheiten, aber das handhabt z.B. AMD ja auch nicht anders. Große DIEs sind das einzige Element bei dem ganzen Projekt, mit dem Intel wirklich Erfahrung hat, da würde ich mir keine Gedanken machen.
        Das mit der Pentium 1 Basis ist Unsinn und trifft nicht zu.
        Das ist was ganz neues, mitm P1 hat das höchstens gemein, dass der Code von damals eventuell ausgeführt werden könnte...

        Zitat von einblumentopf
        Jap. Genau wie es mir egal ist das 99% aller Spiele bei einer Matroxkarte abstürzen oder Grafikfehler aufweisen, weil sie genau wie die Intel nicht aufs spielen ausgelegt sind.
        Mir wäre neu, dass das bei Matrox der Fall wäre.
        Zumindest der D3D Treiber war bei denen immer ganz ordentlich, weder mit meiner G400 noch mit der Parhelia hatte ich irgendwelche nennenswerten Probleme.

        Nur mit OpenGL habens sich nicht solche Mühe gegeben...
        Aber kannst gern versuchen, ich würd meinen Po drauf setzen, dass du mit dem Intel IGP Zeugs eher auf Probleme stößt, als mit einer Matrox Karte!!
        Die Treiber von den Kanadiern waren eigentlich immer astrein...

        Zitat von einblumentopf
        Da kannst du wie immer Stimmung machen wie du willst. Schon weil keine Intel Onboard über eigenen Speicher verfügt käme kein normaler Mensch auf die Idee damit zu spielen - außer Stefan Payne natürlich - aber der wird eh nie einen Intel kaufen, von daher ist selbst das egal.
        Das ist, mit verlaub, eine blöde Ausrede, sorry, aber die aktuellen IGP Lösungen sind so schnell, dass man damit locker einige 4-5 Jahre alten Spiele mit spielen kann, zum Teil sogar mit FSAA!
        Spellforce 1 zum Beispiel geht ganz ordentlich auf dem 780G...
        Und dann gibts auch noch einige Cheats bei Intel, siehe hier

        Und hier wirds richtig heftig.
        Intel kann nicht mal 'The Sims 2' fehlerfrei darstellen...

        Zitat von einblumentopf
        Bitte mehr Informationen. Im Gegensatz zu dir habe ich über 2 Jahre lang ein AW9D-Max (975X) mit 8GB DDR2-800 getrieben - ohne je ein Problem gehabt zu haben. Im Gegenteil das Board war das stabilste das ich je hatte - da kommt das jetzige P5Q Deluxe nicht im Traum ran.
        Jo und wie viel von den 8GiB hast nicht genutzt bzw konntest nicht nutzen?!
        Schon mal drauf geachtet, ob du auch wirklich 8GiB nutzen konntest und nicht nur 7,5?!

        Zitat von einblumentopf
        Liegt meiner Meinung nach eher daran das mittlerweile selbst Apple festgestellt hat das man bei Notebooks in der Preisklasse 1000€+ keine Grafik dieser Leistungsklasse mehr verbauen kann.
        Und wieder eine 'Intel freundliche Ausrede', warum gibst du nicht einfach zu, dass die Intel Graphic Teile Mist sind und es eben nicht nur an der Leistung lag?!
        das hier spricht auch für die Qualität der Intel Treiber...

        Zitat von einblumentopf
        Die Intel Grafiklösungen waren immer für günstige Arbeitstiere gut (etwas das so gar nicht in die Philosophie von Appel passen soll). Businessnotebooks mit guter Akkuleistung zum schreiben, surfen und mal einem Film abspielen - mehr wollten sie entgegen deiner Sticheleien nie sein. Aber das wirst du wohl nie kappieren . Sicher ist der 780G besser - das bestreitet auch keiner. Nur die Verkaufszahlen im Mobilbereich zeigen wohl das das AMD auch nichts nützt wenn die restliche Plattform für die Tonne ist...
        Au mann, noch platter kann man etwas mieses nicht schön reden...

        Zitat von Harlekin
        Du verstehst nicht um was es uns geht. Intel schafft es nicht mal gescheite Treiber für eine simple Onboard- Lösung zur programmieren. Es bleibt die Befürchtung, dass die das erst recht nicht für einen Highend- Chip hinbekommen.
        Man erinnere sich nur mal daran wie lange Intel gebraucht hat um einen gescheiten DX10- Treiber für den x3100 raus zubringen... war das 1 oder 1,5 Jahre nach Release des Chips?

        Zumal: Bei HW- Design konnte Intel auf gewisse Erfahrungswerte zurückgreifen - die Architektur ist ja nicht von Grund auf neu. Außerdem steht außer Frage, dass Intel fähige Ingenieure hat was das Chipdesing anbelangt. Nur bei den Treibern dürfte es wohl etwas anders aussehen...
        Genau, das ist der Punkt, zumal ich auch noch behaupten würde, dass die Hardware nur ein sehr kleiner Teil des ganzen ist, ein Großteil macht der Treiber aus...
        Wie man ja auch an dem ziemlich kaputten R200 sehen konnte, der dennoch 'irgendwie' funktionierte, Treiber sei dank...
      • Von Ob4ru|3r Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von ruyven_macaran
        P1-Basis, von Zusatzchips hab ich noch nichts gelesen - nur von zusätzlichen Einheiten, aber das handhabt z.B. AMD ja auch nicht anders. Große DIEs sind das einzige Element bei dem ganzen Projekt, mit dem Intel wirklich Erfahrung hat, da würde ich mir keine Gedanken machen.
        "Chips" war zugegebenermaßen etwas schwamig, ich meinte die beiden HD-Decoder hier:
        Larrabee mit zwei HD-Decodern, nächste Version schon 2010 - Golem.de

        Aber danke für den P1-Hinweis, war mir da nicht mehr ganz sicher ...
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        P1-Basis, von Zusatzchips hab ich noch nichts gelesen - nur von zusätzlichen Einheiten, aber das handhabt z.B. AMD ja auch nicht anders. Große DIEs sind das einzige Element bei dem ganzen Projekt, mit dem Intel wirklich Erfahrung hat, da würde ich mir keine Gedanken machen.
      • Von Ob4ru|3r Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Harlekin
        Du verstehst nicht um was es uns geht. Intel schafft es nicht mal gescheite Treiber für eine simple Onboard- Lösung zur programmieren. Es bleibt die Befürchtung, dass die das erst recht nicht für einen Highend- Chip hinbekommen.
        Man erinnere sich nur mal daran wie lange Intel gebraucht hat um einen gescheiten DX10- Treiber für den x3100 raus zubringen... war das 1 oder 1,5 Jahre nach Release des Chips?

        Zumal: Bei HW- Design konnte Intel auf gewisse Erfahrungswerte zurückgreifen - die Architektur ist ja nicht von Grund auf neu. Außerdem steht außer Frage, dass Intel fähige Ingenieure hat was das Chipdesing anbelangt. Nur bei den Treibern dürfte es wohl etwas anders aussehen...
        Zumal Intel ja sogar eigenen Angaben nach mit dem Larrabee relatives Neuland betritt, und wenn man "schon" bei so simplen Dingen wie stabilen DX9/10 Treibern schlicht und ergreifend versagt lässt einen das böse Vorahnungen für Larrabee durch den Kopf schießen .....

        Ich befürchte ja - wie schon ein paar Postings vorher von mir erwähnt - das Intel sich hier übernimmt, aus dem Stand heraus mit nVidia/AMD in jedweder Hinsicht leistungs- und featuremäßig mithalten können, seit Jahren erstmals stabile Treiber und gleichzeitig ein angeblich überlegener, hochflexibler GPGPU-Chip, der auf einer "relativ" neuen Kombination von massenhaft verschalteten x86-Kernen (auf P3-Basis war das glaube ich ?!) basiert .... mutig, mutig ..... zumal bei mir von den letzten paar Monaten karger Gerüchte nur Dinge wie "sehr hoher Stromverbrauch / riesiger Die / 2 Zusatzchips vonnöten (schlecht runterzutakten, daher Zusatzchips für "Billigaufgaben" nötig ?!) hängen geblieben sind .... ach ja, und Intels Durchhalteparolen, was für ein toller Chip der Larrabee doch ist, und wie sehr man die 3D-Grafik verändern wird .....
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